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DKG vor der Bund-Länder-Konferenz: Kliniken wirtschaftlich absichern

DKG vor der Bund-Länder-Konferenz: Kliniken wirtschaftlich absichern (Pressemitteilung).

Vor der morgigen Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder appelliert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) an die Entscheidungsträger auch im Jahr 2021 die Kliniken mit einem Ganzjahreskostenbudget...

Vor der morgigen Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder appelliert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) an die Entscheidungsträger auch im Jahr 2021 die Kliniken mit einem Ganzjahreskostenbudget abzusichern. Der Belegungseinbruch in der
Regelversorgung, bei gleichzeitiger hoher Belastung der Krankenhäuser im Infektionsgeschehen, führt zu Erlöseinbußen von durchschnittlich 20 Prozent. „Der Lockdown wirkt und die Inzidenzwerte sinken. Die Lage in den Kliniken ist
aber weiterhin sehr angespannt. Noch immer brauchen ca. 25.000 Patienten die
Hilfe der Krankenhäuser, rund 4.000 davon auf den Intensivstationen. Dass die
Krankenhäuser in dieser hoch belasteten Phase eine absolut unsichere
wirtschaftliche Lage und Perspektive haben, muss schnellstmöglich beendet
werden“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der DKG, Georg Baum.

Dank der Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser und insbesondere der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken, ist die medizinische
Versorgung der erkrankten Infizierten immer gesichert gewesen. Das war nur
möglich, weil die Krankenhäuser alle verfügbaren Ressourcen für die
Pandemiebewältigung eingesetzt haben und dies auch weiterhin tun. Allerdings
müssen die Krankenhäuser wie im ersten Jahr der Pandemie auch in diesem noch
härteren zweiten Jahr wirtschaftlich abgesichert werden. Das ist mit Beginn des
Jahres aber nicht mehr der Fall. „Pandemiebedingte Belegungsrückgänge und
Erlösausfälle werden nur noch wenigen Kliniken erstattet. Die Abhängigkeit der
Ausgleichszahlungen vom Inzidenzwert 70 und einem 75%igen
Mindestauslastungsgrad der Intensivstationen führt dazu, dass immer weniger
Kliniken Unterstützungen erhalten. Fakt aber ist, dass nahezu alle Kliniken
pandemiebedingte Erlösausfälle haben, weil die Belegungsdichte zur
Infektionsprävention zurückgefahren werden muss und weil Mitarbeiter erkranken
und quarantänebedingt ausfallen. Dies und natürlich auch die Freihaltung von
Kapazitäten führen dazu, dass die unabwendbaren jährlichen Gesamtkosten eines
Krankenhauses über das bestehende gesetzliche Budgetrecht nicht gedeckt werden
können und die Kliniken in Defizite kommen“, erklärte Georg Baum.

Die DKG appelliert an die Bundesregierung und die Bundesländer auch für das
Jahr 2021 einen Ganzjahresausgleich einzuführen. Dies muss zeitnah erfolgen.
Viele Krankenhäuser brauchen wegen der Erlösausfälle und der akuten
Liquiditätsprobleme die Ausgleichszusage des Gesetzgebers. Alle Krankenhäuser
brauchen Planungssicherheit über die wirtschaftliche Absicherung der
Ganzjahreskosten.

„Die Pandemie ist eine Jahrhundertbelastung. Deren Bewältigung ist über
bestehende Regelmechanismen des Krankenhausfinanzierungsgesetzes nicht möglich.
Jedes weitere Zögern beim Absichern der Krankenhäuser schwächt die, auf die es
weiterhin besonders ankommt und deren zentrale Rolle in der Daseinsvorsorge für
uns alle“, so der Hauptgeschäftsführer.

Quelle: Pressemitteilung, 09.02.2021

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erschienen am Dienstag, 09.02.2021