Hamburg: Rahmenplan für Kliniken im Verteidigungsfall
Hamburg: Krankenhäuser sollen Vorbereitungen für einen Verteidigungsfall treffen (NDR).
Die Hamburger Sozialbehörde hat gemeinsam mit den Krankenhäusern einen Rahmenplan für drei Krisenszenarien vorgestellt – Cyberangriff, NATO-Bündnisfall und Verteidigungsfall – dessen Umsetzung allein für den Bündnisfall Investitionen von mehr als 130 Millionen Euro erfordern würde.
Hamburg erarbeitet Rahmenplan zur Kriegs- und Krisenresilienz seiner Krankenhäuser
Hamburg, 10.07.2026 19:00 Uhr
Im NATO-Bündnisfall müssten Hamburger Kliniken binnen weniger Stunden 30 bis 50 zusätzliche Patienten aufnehmen können, die etwa am Hauptbahnhof oder Flughafen ankommen.
Investitionsschwerpunkte sind die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung sowie Detektionssysteme für Vergiftungen oder Verunreinigungen von Wasser und Luft.
Zudem wird geprüft, ob ein Helfer-Pool mit einer Zielgröße von 20.000 Hilfskräften aufgebaut wird, die im Kriegsfall die Krankenhäuser unterstützen.
Der Plan schließt auch Überlegungen zur Versorgung einer großen Zahl von Toten und deren Bestattung ein.
Die Finanzierung ist offen – weder Bund noch Land haben Mittel zugesagt.
