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Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz begrüßt neues Instrument zur Bemessung des Pflegepersonalbedarfs in Kliniken

Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz begrüßt neues Instrument zur Bemessung des Pflegepersonalbedarfs in Kliniken (Pressemitteilung).

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben ein Instrument zur verbindlichen Bemessung des notwendigen Pflegepersonalbedarfs und der Pflegepersonalausstattung entwickelt. Dieses sogenannte Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument wurde...

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben ein Instrument zur
verbindlichen Bemessung des notwendigen Pflegepersonalbedarfs und der
Pflegepersonalausstattung entwickelt. Dieses sogenannte Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument wurde gestern dem Bundesministerium für Gesundheit
(BMG) vorgestellt und heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz der
Öffentlichkeit präsentiert.
Das Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument ermittelt den Pflegebedarf eines
Krankenhauses für die unmittelbare Patientenversorgung auf allen bettenführenden
Stationen und definiert die notwendige Anzahl an Pflegenden für die Stationen des
gesamten Krankenhauses. Zusammen mit Eckpunkten zur Umsetzung, die ebenfalls
vereinbart wurden, gewährleistet es eine hohe Patientensicherheit und Entlastung für
das Pflegepersonal. In einem bundesweiten Pretest mit 44 Krankenhäusern zeigte
sich, dass das Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument gut anwendbar ist und
die Zeitwerte und Einstufungskriterien plausibel erscheinen.
„Wir hoffen nun, dass das BMG die bestehenden Pflegepersonaluntergrenzen
abschafft und das neue Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument, auf das man
sich auf breiter Basis gemeinsam mit dem DPR und ver.di verständigt hat, zeitnah
umsetzt“, so Bernd Decker, Vorstandsvorsitzender der Krankenhausgesellschaft
Rheinland-Pfalz. „Das neue Instrument trägt dazu bei, die Arbeitsbedingungen für
Pflegepersonal attraktiver zu gestalten und Bürokratie abzubauen. Außerdem
können damit vorübergehende Bettenschließungen vermieden werden, wie sie durch
die jetzigen Vorgaben immer wieder auftreten.“
Hintergrund:
Seit dem 1. Januar 2019 müssen in pflegesensitiven Bereichen Pflegepersonaluntergrenzen eingehalten werden. Für rund vier Millionen Patienten in über 800
Kliniken muss der Personaleinsatz erfasst und als Monatsdurchschnittswert an das
Seite 2 der Pressemitteilung der KGRP vom 14.01.2020
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) gemeldet werden. Das
bedeutet für die Kliniken einen hohen zusätzlichen bürokratischen Mehraufwand.
Die ersten Auswertungen haben zwar gezeigt, dass fast alle Kliniken die
Pflegepersonaluntergrenzen eingehalten haben. In Rheinland-Pfalz lag die
Erfüllungsquote im 1. Quartal 2019 bei 88,41 %, im 2. Quartal 2019 sogar bei
98,63 %. Dies hat jedoch nur funktioniert, weil zum Teil vorübergehend Betten
geschlossen wurden, wodurch Versorgungsengpässe entstanden sind.
Im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ der Bundesregierung hatten sich DPR,
ver.di und DKG verpflichtet, ein Instrument zur Bemessung des Personalbedarfs im
Krankenhaus zu erarbeiten, um diese Probleme zu beheben.
Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. (KGRP) ist der Dachverband der
Krankenhausträger in Rheinland-Pfalz und vertritt die Interessen von 84 Krankenhäusern mit rund
26.000 Betten. Über 1.000.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in den rheinlandpfälzischen Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Hinzu kommen jährlich mehr als 80.000
ambulante Operationen. Die Kliniken sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber in RheinlandPfalz mit rund 48.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Nähere Informationen zu den Aufgaben der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz unter
www.kgrp.de.
ViSdP: Andreas Wermter, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Quelle: Pressemitteilung, 14.01.2020

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erschienen am Mittwoch, 15.01.2020
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