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Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz fordert Liquidität und Planungssicherheit für Krankenhäuser

Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz fordert Liquidität und Planungssicherheit für Krankenhäuser (Pressemitteilung).

Obwohl Corona das Land nach wie vor fest im Griff hat und täglich Verlängerungen und Verschärfungen von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie diskutiert werden, ist die finanzielle Unterstützung für die...

Obwohl Corona das Land nach wie vor fest im Griff hat und täglich Verlängerungen und Verschärfungen von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie diskutiert werden, ist die finanzielle Unterstützung für die meisten Krankenhäuser nicht ausreichend. Zusätzlich zu der physisch und psychisch belastenden Versorgung von
COVID-19-Patientinnen und –Patienten müssen in den Kliniken auch Corona-bedingte Personalausfälle kompensiert werden. „Davon sind längst nicht mehr nur die Intensivstationen betroffen“, weiß Bernd Decker, Vorstandsvorsitzender der
Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP) und Geschäftsführer der DRK
Trägergesellschaft Süd-West, die einige Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz betreibt.
Hinzu kommt, dass die ersten Krankenhäuser Aufnahmestopps beschließen mussten,
um der Verbreitung des Virus im eigenen Haus entgegenzutreten. An einen
„Normalbetrieb“ ist seit Ausbruch der Pandemie auch mittelfristig nicht zu denken.
Das Wegbrechen großer Teile der planbaren Eingriffe und Operationen wirkt sich
natürlich auch finanziell aus. Allein in der Zeit vom 01.10.2020 bis 20.12.2020 ist bei
den rheinland-pfälzischen Kliniken Pandemie-bedingt ein Belegungsrückgang
gegenüber 2019 um 16% im somatischen und um 17% im psychiatrischen Bereich zu
verzeichnen. Doch trotz der herausragenden Rolle der Krankenhäuser bei der
medizinischen Versorgung schwerstkranker Menschen, hat es die Politik mit Ausbruch
der zweiten Welle versäumt, die Krankenhäuser finanziell in die Lage zu versetzen,
diese wichtige Aufgabe weiter wahrnehmen zu können.
Da ein baldiges Ende der Pandemie noch nicht absehbar ist, sich die Situation durch
Virusmutationen sogar noch verschärfen könnte, benötigen die Krankenhäuser für das
Jahr 2021 einen vernünftigen Rettungsschirm. „Wir sind natürlich froh, dass das
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie die Liste der
Krankenhäuser, die Ausgleichszahlungen erhalten, noch einmal erweitert hat“, so
Decker. „Allerdings brauchen alle Krankenhäuser im Hinblick auf den
Belegungsrückgang Liquidität und Planungssicherheit und die kann nicht durch die
aktuelle komplizierte und kleinteilige Regelung erreicht werden, die nur einen Teil der
Krankenhäuser für wenige Wochen unterstützt.“
Zur finanziellen Stabilisierung und damit Absicherung der medizinischen
Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser sind dringend weiterführende Rettungsschirmentscheidungen auf der Bundesebene erforderlich. Die Deutsche
Krankenhausgesellschaft (DKG) hat dazu Vorschläge unterbreitet und in ihrer
heutigen Pressekonferenz vorgestellt. Diese Vorschläge werden auch von der KGRP
nachdrücklich unterstützt. Darin vorgesehen sind unter anderem eine Liquiditätshilfe
für alle Kliniken, die Aussetzung bürokratischer Pflichten und die Möglichkeit, Personal
flexibel einsetzen zu können.
Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. (KGRP) ist der Dachverband der
Krankenhausträger in Rheinland-Pfalz und vertritt die Interessen von 84 Krankenhäusern mit rund
26.000 Betten. Über 980.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in den rheinland-pfälzischen
Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Hinzu kommen jährlich mehr als 80.000 ambulante
Operationen. Die Kliniken sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz mit
rund 58.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Nähere Informationen zu den Aufgaben der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz unter
www.kgrp.de.
ViSdP: Andreas Wermter, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Quelle: Pressemitteilung, 26.01.2021

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erschienen am Dienstag, 26.01.2021