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Neue Impulse für die Zukunft der Krankenhausversorgung

Neue Impulse für die Zukunft der Krankenhausversorgung (VUD).

Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), der BKK Dachverband (BKK DV) und der Verband der Ersatzkassen (vdek) haben ein gemeinsames Thesenpapier formuliert, das Impulse für eine zukünftige Patientenversorgung im Krankenhaus...

Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), der BKK Dachverband (BKK DV) und der Verband der Ersatzkassen (vdek) haben ein gemeinsames Thesenpapier formuliert, das Impulse für eine zukünftige Patientenversorgung im Krankenhaus gibt. Im Mittelpunkt stehen dabei
die Neuausrichtung der Krankenhausplanung, die Anpassung des Vergütungssystems sowie die Stärkung der sektorenübergreifenden Versorgung. Dabei werden die Erfahrungen aus der
Pandemie einbezogen und zukünftige Herausforderungen mitgedacht.

Bereits vor der Pandemie wurde deutlich, dass die Krankenhausstrukturen
reformbedürftig sind. Diesen Bedarf hat auch der Bundesgesundheitsminister
artikuliert. Die Pandemie hat nun nochmals ein besonderes Augenmerk auf die
Versorgungsstrukturen gelenkt. Die drei Verbände haben ähnliche Vorstellungen,
wie nötige Reformen aussehen sollten und auf dieser Grundlage das gemeinsame
Thesenpapier formuliert.

Das Thesenpapier skizziert eine grundsätzliche Neuausrichtung der
Versorgungsplanung und ein darauf abgestimmtes Vergütungssystem. Dabei muss die
stationäre Versorgung gestuft weiterentwickelt und darauf aufbauend die
Finanzierung ausgestaltet werden. Die Verbände sehen regionale und
überregionale Netzwerke, in denen Universitätsklinika bzw. Maximalversorger mit
ihrer Expertise im Zentrum stehen, als Leitbild für eine neue
Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung.

„Über die Krankenhausplanung werden den Krankenhäusern in der Region ihre
jeweiligen Aufgaben mit Blick auf den Versorgungsbedarf zugeteilt. Es gibt
damit eine gestufte Versorgung, die vom Kooperationsgedanken geprägt ist. Im
Mittelpunkt des Netzwerks steht idealerweise ein Universitätsklinikum, das als
Koordinierungspartner fungiert und seine Expertise anderen Netzwerkpartnern
bereitstellt“, sagt Jens Bussmann, Generalsekretär des VUD.

„Wir haben eine Krankenhauslandschaft im Blick, die Synergie-Effekte hebt.
Unser Leitbild ist die Zusammenführung von medizinischer und pflegerischer
Expertise. Dabei müssen die Kapazitäten der Maximalversorgung wie auch der
Spezialisten zentral eingebunden werden“, ergänzt Franz Knieps, Vorstand des
BKK Dachverbandes.

Hand in Hand mit einer neuen Krankenhausplanung muss auch die Rolle von Bund
und Ländern geklärt werden, um eine sachgerechte Investitions- und
Betriebskostenfinanzierung zu gewährleisten. Das DRG-System muss hierfür
weiterentwickelt und um einen neuen Baustein für bedarfsnotwendige Vorhaltungen
ergänzt werden. „Dies betrifft die Absicherung der bedarfsnotwendigen
Grundversorgung in der Fläche, aber auch die ausreichende Refinanzierung
besonderer Vorhaltungen, wie sie typischerweise Universitätsklinika
bereithalten“, so Bussmann.

„Wir können gemeinsam entscheidende Impulse setzen, um den notwendigen Umbau
der Versorgungsstrukturen über die Sektorengrenzen hinweg zu beschleunigen“, so
Franz Knieps. „Das Beispiel unseres europäischen Nachbarn in Dänemark zeigt,
dass es möglich ist, im Konsens Krankenhausstrukturen weiter zu entwickeln.
Hierfür sind gezielte Investitionen notwendig, damit die Zielmarken
Zentralisierung, Spezialisierung und Digitalisierung erreicht werden.“

Eine Aufzeichnung der PK steht Ihnen unter diesem Link zur Verfügung:

vimeo.com/566543196/888f295840

Quelle: VUD, 23.06.2021

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erschienen am Mittwoch, 23.06.2021