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Positionspapier "Weaning und Corona"

Positionspapier "Weaning und Corona" (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB), PDF, 327 kB).

Die logistischen und infektiologischen Besonderheiten und Erfordernisse in der Pandemie stellen die intensivmedizinischen Behandlungsteams vor außerordentliche Herausforderungen, die eine erfolgreiche Liberation von Patienten im prolongierten Weaning erschweren können. Gerade in...

Abstract: Die logistischen und infektiologischen Besonderheiten und Erfordernisse in der Pandemie stellen die intensivmedizinischen Behandlungsteams vor außerordentliche Herausforderungen, die eine erfolgreiche Liberation von Patienten im prolongierten Weaning erschweren können. Gerade in der Pandemie gilt es daher,
alle Potentiale zur Beatmungsentwöhnung und Dekanülierung von Patienten im prolongierten Weaning oder in der Langzeitbeatmung auszuschöpfen.

Weaning-Zentren stellen Einheiten der intensivmedizinischen Betreuung mit
besonderer Spezialisierung auf prolongiertes Weaning dar und sind integraler
Bestandteil eines kontinuierlichen Versorgungskonzeptes dieser Patienten.

Voraussetzung eines systematischen Weaning-Konzeptes in der Pandemie betreffen
strukturelle, personelle, apparative, infektiologische und hygienische Aspekte.
Im Mittelpunkt dieses Positionspapiers stehen als Ergänzung zur S2k-Leitlinie
Prolongiertes Weaning eine neue Seite 2 I 15 Klassifikation im prolongierten
Weaning und zukünftig erforderliche Organisationsstrukturen für die Pandemie-Situation.

Patienten der Kategorie A mit hohem Weaning-Potential bedürfen der strukturierten
Respiratorentwöhnung in spezialisierten Weaning-Einheiten, um so die größtmögliche
Chance auf erfolgreiches Weaning zu realisieren. Patienten der Kategorie B mit geringem
oder aktuell nicht vorhandenem Weaning-Potential sollten verzögert nach einer
Zwischenphase der weiteren Stabilisierung in einer außerklinischen Beatmungseinrichtung
einen Weaning-Versuch erhalten. Patienten der Kategorie C ohne Weaning-Potential
benötigen eine dauerhafte außerklinische Versorgung, alternativ eine palliativmedizinisch
begleitete Beendigung der Beatmung.

Die sich aus den drei Kategorien ergebenden Aufgaben für die Weaning-Zentren
werden im Positionspapier vertieft.

Schließlich werden unter perspektivischer Betrachtung im Positionspapier
folgende zukünftig denkbaren Netzwerke und Register erläutert: 1. lokal
organisierte regionale Netzwerke von zertifizierten Weaning-Zentren, 2.
ein zentrales, bundesweites Register der Weaning-Kapazitäten entsprechend
dem DIVI-Register und 3. Registrierung der Patienten im schwierigen oder
prolongierten Weaning.

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Quelle: Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB), 15.12.2020

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erschienen am Montag, 11.01.2021