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vdek fordert umfassende Strukturreformen im Krankenhausbereich

vdek fordert umfassende Strukturreformen im Krankenhausbereich (Pressemitteilung).

Anlässlich des morgen beginnenden Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit fordert der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) umfassende Strukturreformen im Krankenhausbereich und eine konsequente Fokussierung auf die Versorgungsqualität. Der stationäre Sektor...

Anlässlich des morgen beginnenden Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit fordert der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) umfassende Strukturreformen im Krankenhausbereich und eine konsequente Fokussierung auf die
Versorgungsqualität. Der stationäre Sektor müsse durch Konzentration von
Leistungen – vor allem in den Ballungsgebieten – qualitativ hochwertiger
gestaltet werden. Zugleich müsse die Versorgung in ländlichen Regionen
modernisiert werden. Dies sei durch ambulant-stationäre Versorgungszentren und
den Ausbau vernetzter Strukturen erreichbar.

Leistungskonzentration verbessert Qualität der Versorgung
„Die stationäre Versorgung an die aktuellen Herausforderungen und regionale
Strukturen anzupassen dient unserem stetigen Ziel der Qualitätssteigerung“,
sagte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Auch der prognostizierte
Fachkräftemangel mache es zunehmend notwendig, die Versorgung zu bündeln. Nur
so sei künftig flächendeckend eine qualitativ hochwertige Versorgung zu
gewährleisten. Ein Gutachten des IGES Instituts, das der vdek kürzlich in
Auftrag gegeben hatte, zeigt, dass Leistungskonzentration einen wesentlichen
Beitrag zu einer hochwertigen Qualität der Krankenhausversorgung und mehr
Patientensicherheit leisten kann. Behandlungen sind nach Studien dort
qualitativ besser, wo sie öfter durchgeführt werden. Nach Ansicht des vdek
müssten Mindestmengenregelungen stärker als bislang in die
Krankenhausstrukturplanungen der Länder eingebunden werden. Die von der Politik
geplante Ausweitung der Mindestmengenregelungen ist richtig, betonte Elsner.
Derzeit gebe es solche Vorgaben lediglich für sieben Bereiche. Die Regelungen
müssten aber von den Krankenhäusern auch vollständig umgesetzt werden. Das sei
in vielen Krankenhäusern bislang noch immer nicht der Fall.

Bundesländer müssen Finanzierungsverantwortung nachkommen
Elsner forderte, dass die Bundesländer durch ihre Krankenhausplanung aktiv am
erforderlichen Strukturwandel mitwirken, statt wie bisher oft einfach ihre
Planung fortzuschreiben. Auch müssten die Länder ihrer Verantwortung für eine
angemessene Investitionskostenfinanzierung nachkommen. Um dies zu erreichen,
seien etwa gesetzliche Investitionsquoten eine geeignete Maßnahme. Die
Krankenkassen müssten in jedem Fall mit einem verbindlichen Mitspracherecht
beteiligt werden.

Forderungen der Ersatzkassen zu einer Reform der Krankenhausstrukturen enthält
ein Zehn-Punkte-Papier von TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK zur
Bundestagswahl. Es kann » hier abgerufen werden. Das IGES-Gutachten
„Qualitätsverbesserung durch Leistungskonzentration in der stationären
Versorgung“ steht ebenfalls » online zum Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung, 14.06.2021

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erschienen am Dienstag, 15.06.2021