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AOK Rheinland-Pfalz / Saarland: Positiver Jahresabschluss 2020

AOK Rheinland-Pfalz / Saarland: Positiver Jahresabschluss 2020 (Pressemitteilung).

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland schließt mit einem Plus von 54,7 Millionen Euro das vergangene Geschäftsjahr 2020 ab. Die entsprechende Bilanz zog der Verwaltungsrat der AOK in seiner heutigen Sitzung. Das Haushaltsvolumen...

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland schließt mit einem Plus von 54,7 Millionen Euro das vergangene Geschäftsjahr 2020 ab. Die entsprechende Bilanz zog der Verwaltungsrat der AOK in seiner heutigen Sitzung. Das Haushaltsvolumen der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland betrug im Jahr
2020 rund 4,7 Milliarden Euro. Grundsätzlich ist das positive Rechnungsergebnis auf vier Säulen aufgebaut: Die solide Mitgliederentwicklung, die im Vergleich zur
übrigen gesetzlichen Krankenversicherung moderatere Ausgabenentwicklung (auch
unter den Corona-bedingten Effekten), dem wirtschaftlichen Handeln und dem
stetigen Ausbau innovativer Versorgungs- und Serviceprogramme. Für eine
zukunftssichere Aufstellung setzt die AOK dabei insbesondere auf zeitgemäße und
gefragte digitale Bausteine als Zusatzangebote für die Versicherten, wie die
„AOK Mein Leben-App“ und die Online-Sprechzimmer für die kontaktlose, sichere
Arztberatung oder auch zahlreiche, individuelle Onlineangebote für
Firmenkunden.

„Die moderate Ausgabenentwicklung und ein gutes Wirtschaften ermöglichten uns,
als eine der wenigen gesetzlichen Krankenkassen, auf eine Beitragssatzanhebung
zu Beginn des Jahres 2021 zu verzichten. Corona-bedingten Mehraufwendungen zur
Stützung der Gesundheitspartner in der Krise stehen unter anderem verminderte
Ausgaben wegen ausgebliebenen stationären Aufenthalten gegenüber. Von dieser
finanziellen Entlastung profitieren unsere Versicherten und Arbeitgeber“,
erläutert Dr. Bernd Vogler, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK
Rheinland-Pfalz/Saarland, die Finanzergebnisse.

Zudem sind die Leistungsausgaben im Jahr 2020 je Versicherten insgesamt um 2,4
Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegen damit jedoch abermals
deutlich unter der Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt,
die eine Steigerung von 3,6 Prozent aufweist. Dabei bleibt der stationäre
Bereich „Krankenhaus“ mit rund 1,67 Milliarden Euro eindeutig der größte
Einzelausgabenblock. Mit Abstand folgen die Arzneimittelausgaben in Höhe von
rund 725 Millionen Euro sowie die Ausgaben für die ambulante ärztliche
Versorgung in Höhe von rund 693 Millionen Euro.

Dietmar Muscheid, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK
Rheinland-Pfalz/Saarland, erklärt: „Unsere AOK ist bislang gut durch die
Pandemie gekommen. Dennoch bedeutet die Gesamtsituation für uns nach wie vor
auf Sicht zu fahren, umsichtig zu wirtschaften und stets den Blick in die
Zukunft zu richten. Zumal die Bundesregierung für kontinuierlich steigende
Mehrkosten und damit für ein zusätzliches Defizit des Gesundheitsfonds von rund
20 Milliarden Euro im Jahr 2021 sorgt. Darin stecken nur zu einem kleineren
Teil pandemiebedingte Mehrausgaben. Was uns jedoch insgesamt größere Sorgen
macht, sind die erheblichen Ausgabensteigerungen, die durch die
Bundesgesetzgebung bereits vor der Pandemie verursacht wurden. Hinzu kommt
insbesondere, dass unsere AOK durch die Vermögensabgabe nach dem Gesetz zur
Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege im Jahr 2021 auf einen Schlag
unsere Rücklagen, verliert.“ Die Mittel stünden somit weder für den Ausbau der
hochwertigen Gesundheitsversorgung noch als Reserve für gesundheitliche
Notlagen zur Verfügung.

Der AOK-Verwaltungsrat fordert die Bundespolitik somit nachdrücklich auf, die
Finanzstabilität der gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig zu sichern und
zugleich eine verlässliche Finanzpolitik für Versicherte und Arbeitgeber zu
bieten. Es brauche, eine Lösung, die über 2022 hinauswirke. Dazu gehöre - neben
einer kritischen Betrachtung der Ausgabenseite - auf der Einnahmenseite ein
verlässlicher Bundesbeitrag für alle versicherungsfremden Leistungen in der GKV
sowie die Anhebung der Pauschalen für ALGII-Leistungsberechtigte.

Quelle: Pressemitteilung, 25.06.2021

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erschienen am Dienstag, 29.06.2021