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Auf Fusionskurs: Land Berlin, Charité und DHZB unterzeichnen Vereinbarung zur Errichtung des "Deutschen Herzzentrums der Charité"

Auf Fusionskurs: Land Berlin, Charité und DHZB unterzeichnen Vereinbarung zur Errichtung des "Deutschen Herzzentrums der Charité" (Pressemitteilung).

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) planen, ihre Herz-Kreislaufeinrichtungen zusammenzuführen, um das gemeinsame Zentrum Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC) zu etablieren. Dazu haben das Land...

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) planen, ihre Herz-Kreislaufeinrichtungen zusammenzuführen, um das gemeinsame Zentrum Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC) zu etablieren.
Dazu haben das Land Berlin, die Charité und das DHZB jetzt eine
Rahmenvereinbarung über die Grundlagen und die Bedingungen dieses
Zusammenschlusses unterzeichnet.

Vorgesehen ist, dass das DHZB als Stiftung des bürgerlichen Rechts seinen
Krankenhausbetrieb auf die Charité und dort in das neu zu gründende DHZC
überträgt. Aus den bisherigen Strukturen der Charité werden die
herzmedizinischen Einrichtungen eingebracht. Die Stiftung DHZB bleibt
erhalten.

Das DHZC entsteht als sogenanntes „Gemeinsames Zentrum“ als
Organisationseinheit innerhalb der Charité mit weitgehender strategischer und
operativer Eigenständigkeit. So erhält das DHZC als satzungsgemäße Organe
innerhalb der Charité
- einen DHZC-Bereichsvorstand, bestehend aus der oder dem Ärztlichen
Direktor*in, dessen oder deren Stellvertreter*in, dem oder der Kaufmännischen
Direktor*in und dem oder der Pflegedirektor*in und
- einen DHZC-Verwaltungsrat. Zu diesem Kontrollgremium gehören die oder der
Vorstandsvorsitzende der Charité (Vorsitz), die oder der Präsident*in des
DHZB-Stiftungsrats sowie vier Mitglieder, von denen jeweils zwei vom
DHZB-Stiftungsrat und vom Aufsichtsrat der Charité entsandt werden.

Diesen Organen sollen Zuständigkeiten des Aufsichtsrats, des Vorstands und der
Klinikumsleitung der Charité in Bezug auf das „Gemeinsame Zentrum“ übertragen
werden. Die Stiftung DHZB erhält einen Sitz im Aufsichtsrat der Charité.

Die gesetzliche Grundlage für die Errichtung des DHZC hat das Berliner
Abgeordnetenhaus mit dem „Zweiten Gesetz zur Änderung des Berliner
Universitätsmedizingesetzes“ bereits geschaffen. Der Senat von Berlin, der
Aufsichtsrat der Charité sowie der DHZB-Stiftungsrat hatten der
Rahmenvereinbarung zugestimmt. Auch das Bundeskartellamt hat den
Zusammenschluss genehmigt.

Im nächsten Schritt sind nun die Details der Ausgestaltung des
Zusammenschlusses, einschließlich der genauen Zuständigkeiten der neuen Organe,
in einer „Besonderen Beteiligungsvereinbarung“ zwischen Charité und DHZB
festzulegen. Sie bedarf der Zustimmung der Senatskanzlei – Wissenschaft und
Forschung sowie der Senatsverwaltung für Finanzen.

Für das DHZC wird ein zukunftsweisender Neubau mit einem Mittelvolumen in Höhe
von 386,9 Millionen Euro am Campus Virchow-Klinikum der Charité in
Berlin-Wedding entstehen. Das Gebäude mit rund 28.000 Quadratmetern Nutzfläche
soll bis 2028 fertig gestellt werden. Es bietet modernste OP-Säle, Labore und
Hybrid-Eingriffsräume zur Behandlung sämtlicher Herz-Kreislauferkrankungen,
zudem werden dort die zentralisierte Notaufnahme und ein Hubschrauberlandeplatz
verortet sein. Das Land stellt dafür in seiner Investitionsplanung 286,9
Millionen Euro bereit, der Bund beteiligt sich mit 100 Millionen Euro.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und
Forschung Michael Müller: „Heute beginnt ein neues Kapitel für die Berliner
Herzmedizin. Auf diesen Tag haben wir gemeinsam lange hingearbeitet und Schritt
für Schritt die notwendigen Grundlagen dafür geschaffen, dass auf dem
Virchow-Campus in Berlin-Wedding das modernste Herzzentrum Europas entstehen
kann. Wir vereinen dafür das Beste, was unsere Stadt in der Herzmedizin zu
bieten hat. So wird aus der Vision nun Realität, und das heißt vor allem
herzmedizinische Forschung und Versorgung auf internationalem Spitzenniveau für
die Patientinnen und Patienten in unserer Stadt und in ganz Deutschland.“

Prof. Dr. Hans Maier, Präsident des DHZB-Stiftungsrats: „Mit der Errichtung des
‚Deutschen Herzzentrums der Charité‘ werden wir den Zweck der Stiftung DHZB –
die Förderung des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und Forschung im Bereich
der kardiovaskulären Medizin – langfristig und nachhaltig erfüllen: durch
erstklassige medizinische Versorgung der Bevölkerung, Forschung und Entwicklung
auf Spitzenniveau und durch die zukunftssichere Aus- und Weiterbildung aller
Berufsbilder in der kardiovaskulären Medizin.“

Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, ergänzt: „Mit der
Unterzeichnung der Errichtungsvereinbarung haben wir einen weiteren
wesentlichen Meilenstein zur gemeinsamen Herzmedizin und dem dazugehörigen
Neubauprojekt erreicht. Gemeinsam wollen wir für die Patientinnen und Patienten
eine der modernsten Kardiologien Europas aufbauen und mit dem DHZC national
sowie international neue Maßstäbe in Versorgung, Forschung und Lehre
setzen.“

Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZB und Vorsitzender des
Geschäftsführenden Vorstands: „Die Vereinigung und der weitere Ausbau unserer
gemeinsamen Kapazitäten im ‚Deutschen Herzzentrum der Charité‘ sichert die
Zukunft einer modernen Herzmedizin, mit fachübergreifend zusammengesetzten und
hochspezialisierten Teams, die dank hoher Fallzahlen und entsprechender Routine
für höchste Behandlungsqualität und -sicherheit stehen.“

Astrid Lurati, Vorstand Finanzen und Infrastruktur der Charité, äußert sich zum
dazugehörigen Bauprojekt: „Der Neubau des DHZC stellt den ersten großen
Zukunftsbaustein der baulichen Entwicklung am Campus Virchow-Klinikum dar. Er
wird sowohl funktionell hochmodern als auch infrastrukturell auf die
Herzmedizin der Zukunft in nachhaltiger Bauweise errichtet. ‚Healing
architecture‘ prägt den entstehenden Neubau, in dem das DHZC als digitale
Modellklinik der Herzmedizin Anfang 2028 seinen Betrieb aufnehmen soll. Die
Charité und das DHZB danken dem Land Berlin und dem Bund für das großzügige
finanzielle Engagement für die Herzmedizin Berlins.“

Quelle: Pressemitteilung, 14.06.2021

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erschienen am Montag, 14.06.2021