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Corona-Pandemie verschlechtert wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser

DKG zur Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstituts: Corona-Pandemie verschlechtert wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser (Pressemitteilung).

Die gesetzlich vorgesehenen Ausgleichszahlungen für die Krankenhäuser reichen nicht aus, um die Erlösausfälle und Zusatzkosten durch die COVID-19-Pandemie zu kompensieren. Dadurch hat sich die wirtschaftliche Situation der Häuser im Vergleich...

Die gesetzlich vorgesehenen Ausgleichszahlungen für die Krankenhäuser reichen nicht aus, um die Erlösausfälle und Zusatzkosten durch die COVID-19-Pandemie zu kompensieren. Dadurch hat sich die wirtschaftliche Situation der Häuser im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen
Krankenhausbefragung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) für die
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). „Rund drei Viertel der Kliniken
geben an, dass die Ausgleichszahlungen nicht ausreichend sind, um die
Ausfälle zu kompensieren. Gerade bei den größeren Häusern ab 600
Betten ist das Problem eklatant. Hier sind es 87 Prozent der Kliniken.

Behauptungen auf Kostenträgerseite, die Kliniken würden generell
Überzahlungen erhalten, erweisen sich damit als falsch. Vielmehr wird im
Hinblick auf die Weiterentwicklung des Schutzschirms differenzierter
Nachbesserungsbedarf bei der Ausfallpauschale gesehen“, so der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
Auch ist die Pauschale von 50 Euro für persönliche Schutzausrüstungen für
90 Prozent der Krankenhäuser nicht kostendeckend. „Zum einen sind die
Einkaufspreise stark gestiegen und zum anderen ist gerade bei infektiösen
Patienten der Verbrauch von Schutzausrüstung sehr groß, so dass die
Häuser mit 50 Euro in vielen Fällen nicht zurecht kommen können“, so
Baum.

Zur Verbesserung der Liquidität der Krankenhäuser sind die Zahlungsfristen
für die Abrechnung von Krankenhausleistungen bis zum Jahresende auf
fünf Tage nach Rechnungseingang verkürzt worden. „Aktuell geben nur
etwas mehr als 50 Prozent der Kliniken an, dass die Krankenkassen diese
Zahlungsfrist einhalten. In 17 Prozent der Häuser ist dies nicht der Fall.
Stattdessen haben die Kassen selbst in der Situation der Ungewissheit und
auf dem Höhepunkt der Epidemie weiterhin in hoher Zahl MDK-Prüfungen
veranlasst (110 Fälle pro Haus).

Ca. 70 Prozent der Kliniken geben an, Personal auf Intensivstationen
verlagert zu haben, 59 Prozent haben Pflegekräften verlagert. Das macht
deutlich, dass es richtig war, die Pflegeuntergrenzen auszusetzen. Sie
sollten angesichts der damit verbundenen Bürokratie und
Flexibilitätsbeeinträchtigungen gar nicht wieder scharf gestellt werden.
Vielmehr haben die Kliniken gezeigt, dass sie auch ohne
Untergrenzenvorgaben die hausindividuell medizinisch erforderliche
Personalbesetzung sicherstellen.

Zur Methodik:
Die Kurzbefragung wurde vom 7. bis zum 15. Mai 2020 durchgeführt.
Grundgesamtheit der Befragung bildeten alle deutschen
Allgemeinkrankenhäuser ab 50 Betten. Allgemeinkrankenhäuser unter 50
Betten wurden nicht in die Erhebung einbezogen, da es sich vielfach um
Kliniken mit einem besonderen Leistungsspektrum und einer besonderen
Struktur handelt (z. B. zahlreiche Privatkliniken ohne Versorgungsauftrag,
kleine Fach- und Belegkliniken). Laut Statistischem Bundesamt (2017)
umfasst die Grundgesamtheit der Krankenhäuser in Deutschland 1.299
Allgemeinkrankenhäuser ab 50 Betten. Die Befragung war als Vollerhebung
angelegt. Beteiligt haben sich insgesamt 622 Allgemeinkrankenhäuser ab
50 Betten.

Quelle: Pressemitteilung, 29.05.2020

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erschienen am Freitag, 29.05.2020
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