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Finanzieller Druck auf Bayerns Kliniken nimmt zu

Finanzieller Druck auf Bayerns Kliniken nimmt zu - Deutlicher Anstieg defizitärer Krankenhäuser im Freistaat (Pressemitteilung).

Den bayerischen Krankenhäusern geht es finanziell schlecht. 2017 musste mit 43 % bereits fast jede zweite Klinik in Bayern bei ihrem betriebswirtschaftlichen Ergebnis ein Defizit verzeichnen und in den letzten...

Den bayerischen Krankenhäusern geht es finanziell schlecht. 2017 musste mit 43 % bereits fast jede zweite Klinik in Bayern bei ihrem betriebswirtschaftlichen Ergebnis ein Defizit verzeichnen und in den letzten beiden Jahren verschlechterte sich die Situation weiter. 54 % der bayerischen Krankenhäuser haben 2018 ein Defizit zu vermelden. Bei
den Jahresabschlüssen 2019 zeichnet sich ein ähnlich hoher Wert ab“, vermeldet
die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) heute bei der Veröffentlichung des
Bayerischen Krankenhaustrends 2019.

„Die Stimmung bei Bayerns Krankenhausverantwortlichen ist nachhaltig schlecht“
resümiert BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein. Für 2020 rechnet die BKG
sogar mit einer weiteren Verschlechterung. „Aufgrund der Prognosen der
Krankenhäuser gehen wir für 2020 von einem Anstieg von fast 10 Prozentpunkten
aus. Wir müssen damit rechnen, dass in diesem Jahr mehr als 60 % der
Krankenhäuser in Bayern Defizite verzeichnen werden.“

Im „Klima-Index“ beklagen 84 % der Geschäftsführer und Vorstände der
bayerischen Krankenhäuser eine schlechte finanzielle Gesamtsituation ihrer
Einrichtungen. Angesichts der enormen Zunahme an Vorgaben aus dem
Bundesgesundheitsministerium sei dies nicht verwunderlich, so Hasenbein. Einer
Vielzahl von Anforderungen, verbunden mit einer Bürokratieflut und finanziellen
Sanktionen stünden unzureichende Erlöse gegenüber.

Beispiele für die restriktiven Vorgaben der Bundesebene gibt es viele: So
werden bspw. die gestiegenen Personalkosten durch den Tarifvertrag nach wie vor
nicht ausreichend gegenfinanziert. Auch die drohenden Strafzahlungen an die
Krankenkassen hängen wie ein Damoklesschwert über den Kliniken. Sie werden u.
a. fällig, wenn Patienten länger als medizinisch notwendig in den
Krankenhäusern verbleiben, da eine Nachversorgung in Kurzzeitpflege,
stationärer Altenpflege oder ambulant nicht gewährleistet ist. Des Weiteren
sind Abschläge fällig, wenn die Vorgaben der
Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung nicht erfüllt oder nicht wie
vorgeschrieben dokumentiert und gemeldet werden.

Im Jahr 2010 konnten noch über 70 % der Kliniken ein positives Betriebsergebnis
vermelden. In den Jahren 2012 bis 2017 traf dies immerhin noch auf eine knappe
Mehrheit der bayerischen Krankenhäuser zu. Seit 2018 hat sich die Situation
beständig verschlechtert.

Auch bei der Betrachtung der absoluten Defizitzahlen zeigt sich ein enormer
Anstieg. So manches Krankenhaus sieht sich mindestens mit einem sprunghaften
Anstieg des Defizits konfrontiert.

Von diesem Trend ist keine Trägergruppe ausgenommen. Ebenso sind auch keine
regionalen Schwerpunkte in Bayern zu erkennen.

BKT2019

Mit dem Bayerischen Krankenhaustrend erfasst die BKG seit 2009 jährlich die
betriebswirtschaftliche Situation der Krankenhäuser im Freistaat und berechnet
zudem in einem „Klima-Index“ die aktuelle Stimmung unter Bayerns
Krankenhausverantwortlichen.

Quelle: Pressemitteilung, 21.02.2020

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erschienen am Freitag, 21.02.2020
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