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Forderungen des Marburger Bundes überfordern kommunale Krankenhäuser

Forderungen des Marburger Bundes überfordern kommunale Krankenhäuser (VKA).

Forderungen der Gewerkschaft Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern würde Kostenvolumen von mehr als 400 Millionen Euro verursachen/Krankenhäuser brauchen flexible und bezahlbare Ruf- und Bereitschaftsdienste. Berlin....

Forderungen der Gewerkschaft Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern würde Kostenvolumen von mehr als 400 Millionen Euro verursachen/Krankenhäuser brauchen flexible und bezahlbare Ruf- und Bereitschaftsdienste. Berlin. Die Gewerkschaft Marburger Bund hat heute ihre
Forderungen anlässlich der anstehenden Tarifrunde für die Ärztinnen und Ärzte an den 324 kommunalen Krankenhäusern bekannt gegeben.

Dazu Wolfgang Heyl, Verhandlungsführer der VKA und Vorsitzender des
Gruppenausschusses der VKA für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen: „Was der
Marburger Bund fordert, ist deutlich überzogen und für unsere kommunalen
Krankenhäuser nicht finanzierbar. Wegen ausgesetzter Behandlungen und
Operationen aufgrund der Corona-Pandemie stehen die kommunalen Kliniken trotz
der Ersatzleistungen finanziell so schlecht da wie lange nicht. Dass die
Pandemie zu Mehrbelastungen bei vielen Ärztinnen und Ärzten geführt hat, ist
uns bewusst. Die Forderungen müssen jedoch Maß und Mitte haben – über dieses
Ziel ist der Marburger Bund deutlich hinausgeschossen.“

Der Marburger Bund fordert für die rund 60.000 Ärztinnen und Ärzte an den
kommunalen Kliniken Entgelterhöhungen von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von
einem Jahr. Zudem sollen die Einsatzzeiten während der Rufbereitschaft deutlich
reduziert sowie die bestehenden tariflichen Vorgaben für die
Bereitschaftsdienste verschärft werden. Die Entgeltforderung allein würde
Mehrkosten von rund 320 Millionen Euro für die kommunalen Krankenhäuser
bedeuten. Auch die höhere Bereithaltepauschale, die der Marburger Bund
anstrebt, schlägt in Abhängigkeit von der Verteilung der Dienste auf die
Wochentage mit bis zu 100 Millionen Euro zu Buche.

„Die kommunalen Kliniken benötigen zwingend flexible Regelungen, damit sie
ihren öffentlichen Auftrag zur Gesundheitsversorgung erfüllen können. Eine
Versorgung der Bürger mit stationären Krankenhausleistungen rund um die Uhr an
sieben Tagen in der Woche verlangt bezahlbare Ruf- und Bereitschaftsdienste mit
flexiblen Arbeitszeitregelungen“, so Wolfgang Heyl weiter. „Der Marburger Bund
überfordert die kommunalen Kliniken mit seinen weitreichenden Forderungen, die
auch die Arbeitsorganisation betreffen. Bei Erfüllung dieser Forderungen drohen
den kommunalen Krankenhäusern ganz erhebliche Mehrausgaben. Die Summe aus
Entgeltforderung und Bereithaltepauschale entspricht einer Entgelterhöhung für
die Ärztinnen und Ärzte von rund 7,3 Prozent pro Jahr. Zudem sind die
weitreichenden Forderungen zur weiteren Begrenzung der Bereitschaftsdienste und
der Rufbereitschaft schlicht nicht umsetzbar. “

Die erste Verhandlungsrunde mit dem Marburger Bund ist für den 14. Oktober 2021
angesetzt.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist der Spitzenverband
der kommunalen Arbeitgeberverbände in Deutschland. Sie regelt die
Arbeitsbedingungen für die kommunalen Beschäftigten und schließt Tarifverträge
mit den zuständigen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Die VKA vertritt
fast 10.000 kommunale Arbeitgeber in Deutschland mit mehr als 2,3 Millionen
Beschäftigten.

Quelle: VKA, 22.09.2021

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erschienen am Donnerstag, 23.09.2021