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Gesundheitsversorgung ist wesentlicher Standortfaktor für die Oberpfalz

Gesundheitsversorgung ist wesentlicher Standortfaktor für die Oberpfalz (VBW-Bayern).

Im Vorfeld eines Online-Kongresses der Bezirksgruppe Oberpfalz der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zum Thema Gesundheitsversorgung als wirtschaftspolitischer Standortfaktor betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Bedeutung einer...

Im Vorfeld eines Online-Kongresses der Bezirksgruppe Oberpfalz der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zum Thema Gesundheitsversorgung als wirtschaftspolitischer Standortfaktor betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Bedeutung einer
qualitativ hochwertigen und am Bedarf orientierten regionalen Gesundheitsversorgung: „Unsere vbw Studie „Standort Bayern – Unternehmensperspektiven 2020“ belegt die zentrale Bedeutung der
Gesundheitsversorgung gerade für die Standortattraktivität der Oberpfalz: „Wir
haben im Rahmen unserer Studie Unternehmen aus der Oberpfalz zum Thema
Gesundheit befragt und das Ergebnis ist deutlich: Über 91 Prozent sehen einen
großen Handlungsdruck bei der Sicherstellung einer flächendeckenden
Gesundheitsversorgung.“

Brossardt weiter: „Regionen, die über eine ungenügende allgemein- und
fachärztliche Versorgung verfügen, sind auch für die Ansiedlung von Unternehmen
unattraktiv. Gerade für ein Flächenland wie Bayern ist es wichtig, dass die
Versorgung verlässlich und qualitativ hochwertig ist. Für die Betriebe ist es
schwer, Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten, wenn eine wohnortnahe
Versorgung mit Ärzten und Krankenhäusern fehlt. Bayernweit haben über 80
Prozent der Unternehmen in Befragungen zur Standortqualität zuletzt
Handlungsbedarf bei der Sicherstellung einer flächendeckenden
Gesundheitsversorgung gemeldet.“

Untrennbar mit einer qualitativ hochwertigen Versorgung ist die Frage der
Finanzierung verbunden. In diesem Kontext erteilte Brossardt den Plänen für
eine Bürgerversicherung eine klare Absage: „Insbesondere im ländlichen Raum
tragen die Mehrerlöse, die niedergelassene Ärzte durch Privatversicherte
erzielen, dazu bei, die Qualität der Versorgung zu verbessern. Würden diese mit
der Einführung einer Bürgerversicherung wegfallen, käme es zu einer deutlichen
Verschlechterung bei der Versorgung.“

Die Gesundheitswirtschaft ist für Bayern nicht nur Kosten-, sondern auch
wichtiger Wirtschaftsfaktor. Über 15 Prozent der Erwerbstätigen sind in der
Gesundheitswirtschaft tätig, die Bruttowertschöpfung betrug 2019 bayernweit
rund 60 Milliarden Euro. „Das zeigt, die Gesundheitsbranche ist wichtig für
unser Wirtschaftswachstum und sorgt für Arbeitsplätze“, so Brossardt.

Quelle: VBW-Bayern, 07.07.2021

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erschienen am Donnerstag, 08.07.2021