Kliniken Südostbayern AG: Sparkurs und Personalabbau





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Kliniken Südostbayern AG: Sparkurs und Personalabbau

Kliniken Südostbayern AG: 11 Millionen Euro und 70 Stellen sollen eingespart werden (Chiemgau24).



Die Kliniken Südostbayern (KSOB) müssen trotz zuletzt positiver Entwicklung ein neues Sparpaket umsetzen. Grund ist das Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz der Bundesregierung, das dem Klinikverbund jährlich zusätzliche Belastungen bringt.



Kliniken Südostbayern kündigen neues Sparpaket an: Elf Millionen Euro und 70 Stellen sollen wegfallen

Traunstein, 14.08.2026, 05:50 Uhr

Der Klinikverbund der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land will künftig elf Millionen Euro jährlich einsparen, wie Pressesprecherin Gisela Bechmann bestätigte.

Das Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz dürfte das jährliche Ergebnis der KSOB um etwa zehn bis elf Millionen Euro belasten.

Alle Unternehmensbereiche sollen einen Beitrag leisten, sowohl patientennahe Dienste als auch patientenferne Bereiche wie die Verwaltung.

Rund 70 Vollzeitstellen sollen abgebaut werden, möglichst sozialverträglich über das Auslaufen befristeter Verträge, natürliche Fluktuation oder freiwillige Programme.

Betriebsbedingte Kündigungen will der Klinikverbund nach Möglichkeit vermeiden.

Insgesamt beschäftigen die Kliniken Südostbayern rund 4.000 Menschen.

Das Sparpaket ist bereits beschlossen. Aufsichtsrat und Anteilseigner, also die Landratsämter Traunstein und Bad Reichenhall, haben zugestimmt.

Ein Klinikverbund, der sein Defizit binnen eines Jahres halbiert und die Patientenzahlen auf Vorkrisenniveau gebracht hat, muss trotzdem ein neues Sparprogramm auflegen, weil eine gesetzliche Maßnahme auf Bundesebene die finanzielle Rechnung erneut verändert.

Diese Konstellation dürfte für viele kommunale Klinikverbünde in Deutschland typisch sein, die sich in den vergangenen Jahren durch eigene Konsolidierungsanstrengungen stabilisiert haben, nun aber durch das Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz wieder unter Druck geraten.

Der geplante Stellenabbau von 70 Vollzeitstellen bei rund 4.000 Beschäftigten entspricht etwa 1,75 Prozent der Belegschaft. Das ist im Vergleich zu anderen aktuell bekannt gewordenen Sparprogrammen, eine moderate Größenordnung.

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