Anzeige Anzeige: ID Berlin GmbH ×

Neuer Report zur digitalen Gesundheitsversorgung myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

« Erhebliche Inkonsistenzen zwischen tatsächlich durchgeführten ärztlichen Untersuchungen und elektronischer Dokumentation | Neuer Report zur digitalen Gesundheitsversorgung | Die Prüfquotenermittlung im MDK-Reformgesetz »

 

Neuer Report zur digitalen Gesundheitsversorgung

Neuer Report zur digitalen Gesundheitsversorgung: Was Deutschland von Japan über die Digitalisierung des Gesundheitswesens lernen kann (Hasso Plattner Institut, PDF, 717 kB ).

Der demografische Wandel ist für viele Länder und ihre jeweiligen Gesundheitssysteme eine zentrale Herausforderung, auch für Deutschland und Japan. Als eine der am schnellsten alternden Gesellschaften hat Japan daher einen...

Der demografische Wandel ist für viele Länder und ihre jeweiligen Gesundheitssysteme eine zentrale Herausforderung, auch für Deutschland und Japan. Als eine der am schnellsten alternden Gesellschaften hat Japan daher einen neuen strategischen Ansatz gewählt. Die Regierung hat einen
regulatorischen Rahmen für ein Gesundheitssystem der nächsten Generation
geschaffen, in dem medizinische Daten und Technologien besser nutzbar sein
werden. Was kann Deutschland von dieser strategischen Neuausrichtung Japans
lernen?

Ein neuer Report des Hasso Plattner Instituts (HPI) vergleicht die Entwicklung
der digitalen Gesundheitsversorgung in Japan und Deutschland und beschreibt,
wie Digitalisierung zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem beitragen und
gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen kann. Der Report mit dem
Titel "Big Health Data, Big Health Opportunities" wurde vom Experten für
digitale Gesundheit und Leiter des Digital Health Center am HPI, Prof. Dr.
Erwin Böttinger, verfasst. Sie finden den vollständigen Report unter
https://hpi.de//en/boettinger/publications.html

In den letzten 60 Jahren hat sich der Anteil der 65-Jährigen an der
Weltbevölkerung von fünf Prozent auf über neun Prozent fast verdoppelt. Ein
Fünftel der japanischen Bevölkerung ist 70 Jahre oder älter. Damit steht das
Land an der Spitze des demografischen Wandels, mit dem auch viele andere
Industrienationen konfrontiert sind, darunter Deutschland. Die japanische
Regierung nimmt diese beispiellose Herausforderung als transformative Chance
wahr und arbeitet an der Schaffung eines neuen patientenorientierten
Gesundheitssystems für die kommenden Generationen. Dieser Report stellt
entsprechende Schlüsselinitiativen vor, darunter in der Datenverarbeitung und
bei technologischen Innovationen zur Förderung einer gesunden und langlebigen
Gesellschaft. Außerdem werden Investitionsmöglichkeiten für ausländische
Unternehmen in Japan in dieser neuen digitalen Wirtschaft einer alternden
Gesellschaft aufgezeigt.

Prof. Dr. Erwin Böttinger sagt dazu: "Die Digitalisierung ist der Schlüssel zu
einer nachhaltigen Entwicklung des Gesundheitswesens. Für die erfolgreiche
Umsetzung ist es notwendig, einen umfassenden strategischen Ansatz und eine
zentrale Koordination zu entwickeln. Japans Ansatz ist eine Blaupause für
andere, ebenfalls alternde Gesellschaften. Ich bin überzeugt, dass sowohl das
japanische als auch das deutsche Gesundheitssystem von einschlägigen
Kooperationen erheblich profitieren werden."

Über das HPI Digital Health Center

Das Digital Health Center (DHC) am HPI vereint Fachleute aus den Bereichen
Gesundheitswissenschaften, Humanwissenschaften, Informationswissenschaften,
Digital Engineering und Zivilgesellschaft mit dem gemeinsamen Ziel, Gesundheit
und Wohlbefinden zu verbessern. Das Zentrum verfügt über eine offene,
integrative Netzwerkstruktur aus Forschern, Projekten und
Forschungseinrichtungen, um Patienten zu stärken und die Gesundheitsversorgung
mit innovativen digitalen Gesundheitslösungen neu zu gestalten. Im März 2019
wurde das Hasso Plattner Institute for Digital Health at Mount Sinai (HPIMS)
gegründet, als Ergebnis einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Mount Sinai
Health System (MSHS) in New York City und dem Hasso Plattner Institut (HPI).
Mit dem HPIMS verfolgen die beiden Institutionen das gemeinsame Ziel, digitale
Gesundheitslösungen zu entwickeln, die Patienten und Gesundheitsdienstleister
stärken und die Gesundheitsversorgung verbessern. Mit erstklassigem Fachwissen
und sich ergänzenden Ressourcen in den Bereichen Gesundheitswesen,
Datenwissenschaften sowie biomedizinische und digitale Technik bringt das HPIMS
Experten mit kombinierter Exzellenz in den Bereichen Gesundheitsversorgung,
Gesundheitswissenschaften, biomedizinische und digitale Technik, maschinelles
Lernen und künstliche Intelligenz zusammen, um digitale Produkte mit
Echtzeit-Prädiktions- und Präventionsmöglichkeiten zu entwickeln.

Homepage: www.hpi.de/dhc und https://icahn.mssm.edu/research/hpims

Twitter: @HPI_health

Über Prof. Dr. med. Erwin Böttinger

Erwin Böttinger ist Leiter des Digital Health Center am Hasso-Plattner-Institut
(HPI) in Potsdam und Direktor des neu gegründeten Hasso Plattner Institute for
Digital Health at Mount Sinai Health System in New York City, USA. Er ist
Professor für Digital Health - Personalisierte Medizin an der gemeinsamen
Digital Engineering Fakultät des Hasso Plattner Instituts und der Universität
Potsdam sowie Professor of Medicine and Systems Pharmacology and Therapeutics
an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai, New York City, USA. Von 2015
bis Juli 2017 hat er als CEO des Berlin Institute of Health (BIH) dessen
zukunftsweisende Strategie zu 'Personalisierte Medizin - Neuartige Therapien'
maßgeblich bestimmt. Von 2007 bis 2015 war er als Gründungsdirektor des Charles
Bronfman Institute for Personalized Medicine an der Icahn School of Medicine am
Mount Sinai in New York City, USA, und der Begründer der Biobank BioMe[TM].
Erwin Böttinger ist ein Pionier bei der bahnbrechenden Umsetzung von
personalisierter Medizin und digitaler Gesundheit in die klinische Praxis.

Twitter: @ErwinBottinger

Website: www.hpi.de/boettinger

Über das Hasso Plattner Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres
Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem
Bachelorstudiengang "IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame
Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein
deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes
ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 550
Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen "IT-Systems
Engineering", "Digital Health", "Data Engineering" und "Cybersecurity" können
darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den
CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of
Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild
der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.
Derzeit sind am HPI 15 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren,
Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre
Forschung - in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für
Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen
großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln
und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Quelle: Hasso Plattner Institut, 30.09.2019

- - - -



erschienen am Dienstag, 01.10.2019
Anzeige Anzeige: ID GmbH ×