Pharma-Daten 2021

Pharma-Daten 2021 / Arzneimittelausgaben sind nachhaltig (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, PDF, 1,5 MB).

Investitionen in Arzneimittel sind Investitionen in unser aller Gesundheit. Diese Ausgaben sind nicht nur notwendig, sondern auch nachhaltig: Das GKV-System wird finanziell nicht überlastet. Das zeigen die Analysen der neuen...

Investitionen in Arzneimittel sind Investitionen in unser aller Gesundheit. Diese Ausgaben sind nicht nur notwendig, sondern auch nachhaltig: Das GKV-System wird finanziell nicht überlastet. Das zeigen die Analysen der neuen Ausgabe der Pharma-Daten 2021 des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI). Der Anteil der
pharmazeutischen Industrie an den GKV-Gesamtausgaben liegt seit vielen Jahren bei rund elf Prozent. Zugleich forscht und produziert die Pharmaindustrie in Deutschland aktuell unter immer
schwierigeren Bedingungen und steigenden finanziellen Belastungen. Dabei tragen
die pharmazeutischen Unternehmen einen erheblichen Teil zur Stabilisierung der
GKV-Finanzierung bei.

Zum Beispiel erzielen die Krankenkassen beträchtliche Einsparungen durch
Rabattverträge. Allein durch dieses Instrument werden mittlerweile jährlich
rund fünf Milliarden Euro eingespart. Weiterhin sparen die Krankenkassen seit
der Einführung des AMNOG durch die Verhandlung von Erstattungsbeträgen. Die
jährlichen Einsparungen durch dieses Instrument sind von 144 Millionen Euro in
2013 auf voraussichtlich rund 4,4 Milliarden Euro am Ende dieses Jahres
gestiegen. Außerdem leisten die Unternehmen seit fast zwei Jahrzehnten einen
erheblichen Beitrag durch Zwangsabschläge (jährlich rund 1,4 Mrd. Euro) und die
seit über 30 Jahren etablierten Festbeträge (jährliches Einsparvolumenrund 8
Mrd. Euro). Nicht vergessen werden dürfen die zusätzlichen Belastungen für die
Industrie, durch das stetig wachsende Regulierungsdickicht an dezentralen
Steuerungsinstrumenten wie Quoten, Ampeln etcetera. Außerdem steigen die
finanziellen Belastungen durch Abschläge, Festbeträge, Rabatte und Moratorien
weiter.

Und dennoch: Kein anderer Industriezweig investierte einen höheren Umsatzanteil
für F&E, als die Pharma-Branche (rund 13 Prozent). Trotz dieser hohen
Innovationskraft wird es pharmazeutischen Unternehmen zunehmend schwergemacht,
Patienten bestmöglich mit innovativen Arzneimitteln zu versorgen. Das
Zusammenspiel von verschiedenen regulatorischen Eingriffen senkt immer mehr die
Möglichkeiten, die wachsende Zahl an Aufgaben und Ausgaben refinanzieren zu
können. Und das in einer anhaltenden Pandemie, die uns täglich deutlich zeigt,
wie wichtig Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln in allen
Bereichen ist. Arzneimittel von heute finanzieren Arzneimittel von morgen, das
ist das Prinzip medizinischen Fortschritts. Der sollte im Interesse aller,
nicht durch staatliche Hürden aufgehalten werden. Damit möglichst viele Fakten
in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion wahrgenommen werden,
leistet der BPI auch mit der nunmehr 51. Auflage der Pharma-Daten einen
sachlichen und ausgewogenen Beitrag zu Themen wie GKV-Ausgaben,
Arzneimittelpreise, Forschung, Produktion und die Bedeutung der Pharmaindustrie
in Deutschland.

Die Pharma-Daten können über die BPI-Webseite heruntergeladen oder als
Printversion vorbestellt werden. Zusätzlich ist die Publikation im BPI-Kiosk
abrufbar. In Kürze veröffentlicht der BPI auch eine englische Version.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) vertritt das breite
Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler
Ebene. Rund 270 Unternehmen haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Quelle: Bundesverband der pharmazeutischen Industrie, 20.12.2021

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erschienen am Dienstag, 28.12.2021