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RHÖN-KLINIKUM AG übernimmt Marburger Ionentherapiezentrum

RHÖN-KLINIKUM AG übernimmt Marburger Ionentherapiezentrum (Pressemitteilung).

Die RHÖN-KLINIKUM AG, einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland, hat die Weichen für einen erfolgreichen Neustart des Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrums (MIT) gestellt. Das Unternehmen hat sich mit dem Mehrheitsgesellschafter, dem Universitätsklinikum...

Die RHÖN-KLINIKUM AG, einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland, hat die Weichen für einen erfolgreichen Neustart des Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrums (MIT) gestellt. Das Unternehmen hat sich mit dem Mehrheitsgesellschafter, dem
Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), das bisher 75,1 Prozent an der MIT GmbH hält, auf die Übernahme dieser Gesellschafteranteile und die künftige Bestellung der Geschäftsführung durch die RHÖN-KLINIKUM AG geeinigt. Über die Höhe des Kaufpreises und über die
Vertragsdetails haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Laut Vereinbarung
soll der Erwerb zum 01.01.2019 erfolgen. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt
der üblichen aufschiebenden Bedingungen.

Die RHÖN-KLINIKUM AG wird den Geschäftsbetrieb der MIT GmbH in den kommenden
Geschäftsjahren sicherstellen. Damit soll der Geschäftsführung der MIT GmbH die
Möglichkeit gegeben werden, den Insolvenzantrag noch vor dem 30.11.2018
zurücknehmen zu können.

Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, sagt: „Mit der
erzielten Einigung, die einen erfolgreichen Neustart des MIT unter der
medizinischen wie wirtschaftlichen Führung der RHÖN-KLINIKUM AG ermöglichen
wird, können wir die weitere Versorgung der Patienten mit einer innovativen
Behandlungstherapie sicherstellen.“ Dr. Gunther Weiß, Vorstand der
RHÖN-KLINIKUM AG für das UKGM und Vorsitzender der Geschäftsführung der UKGM
GmbH erklärt: „Die Vereinbarung ist ein sehr positives Signal für den
Gesundheitsstandort Marburg, das UKGM und die Region Mittelhessen. Wir streben
nicht nur die Sicherstellung der Patientenversorgung an, sondern auch eine
Vertiefung der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen.“

Die medizinische Versorgung der Patienten an der Partikeltherapieanlage in
Marburg erfolgt bisher durch das Universitätsklinikum Heidelberg, das auch
Vertragspartner der Krankenkassen ist. Bis zur Umschreibung der Verträge auf
das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) wird die klinische und
strahlenschutzrechtliche Verantwortung auch weiterhin durch das UKHD
wahrgenommen. Es wird angestrebt, die klinische und technische
Betriebsgenehmigung so schnell wie möglich auf das UKGM zu übertragen, und mit
den Krankenkassen neue Versorgungsverträge für das UKGM zu vereinbaren.

Der jetzt erzielten Einigung waren unter anderem Gespräche mit dem Hessischen
Ministerium für Wissenschaft und Kunst, mit der RHÖN-KLINIKUM AG und dem
Mehrheitsgesellschafter, dem Universitätsklinikum Heidelberg, vorausgegangen.
Die Geschäftsführung des Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrums (MIT) hatte am
12.09.2018 beim Amtsgericht Heidelberg einen Insolvenzantrag für das MIT
gestellt.

Die Marburger Ionenstrahl-Therapie Betriebs-Gesellschaft mbH wurde 2014 als
Tochterunternehmen des Universitätsklinikums Heidelberg (75,1 Prozent) und der
RHÖN-KLINIKUM AG (24,9 Prozent) gegründet. Das Ionenstrahl-Therapiezentrum
bietet eine hochwirksame Behandlungsmöglichkeit zur punktgenauen Behandlung von
Tumorerkrankungen mit Protonen und Schwerionen unter Schonung von Risikoorganen
wie Herz, Lunge, Leber oder auch Nieren. Seit der Betriebsaufnahme konnten am
Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum rund 684 Patienten bestrahlt werden. 2017
wurden insgesamt 284 Patienten am MIT behandelt, im laufenden Jahr wurde bis
dato bei 232 Patienten die Behandlung begonnen. Die Anlage wurde 2007 und 2008
von der Siemens AG errichtet.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 bestätigt die RHÖN-KLINIKUM AG die
bisherige Prognose. Erwartet wird ein Umsatz in Höhe von 1,24 Mrd. Euro in
einer Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben bzw. nach unten. Zu
berücksichtigen sind belastende regulatorische Eingriffe des Gesetzgebers, wie
etwa eine geringere Vergütung für sachkostenintensive Leistungen, insbesondere
im Bereich der Herzmedizin, oder der Fixkostendegressionsabschlag für
Mehrleistungen. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) rechnen wir in 2018 mit einem gegenüber 2017 deutlich höheren Wert
zwischen 117,5 Mio. Euro und 127,5 Mio. Euro – neben anderen Effekten positiv
beeinflusst durch die Einigung über die Trennungsrechnung am UKGM.


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Die RHÖN‐KLINIKUM AG zählt zu den größten Gesundheitsdienstleistern in
Deutschland. Der Klinikkonzern bietet exzellente Medizin mit direkter Anbindung
zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. An den fünf Standorten
Zentralklinik Bad Berka, Campus Bad Neustadt, Klinikum Frankfurt (Oder),
Universitätsklinikum Gießen und Universitätsklinikum Marburg (UKGM) werden
jährlich mehr als 830.000 Patienten behandelt. Rund 16.700 Mitarbeiter sind
hier beschäftigt. Mit dem RHÖN-Campus-Konzept setzt das Unternehmen derzeit ein
neuartiges und zukunftsweisendes Projekt um, das die sektorenübergreifende
medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten auf ein neues Exzellenzniveau
hebt und sich an den wachsenden Bedürfnissen der Patienten orientiert.
www.rhoen-klinikum-ag.com

Quelle: Pressemitteilung, 16.11.2018

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erschienen am Freitag, 16.11.2018
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