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Spectaris Fachgruppe sieht Reform des DRG-Systems in der aktuellen Situation kritisch

Industrieverband Spectaris richtet neue Fachgruppe "Investitionsgüter im stationären Sektor" ein (Mediennachricht).



Austauschplattform für die Hersteller von OP- und Krankenhausausstattung. Fachgruppe sieht Reform des DRG-Systems in der aktuellen Situation kritisch. Um die künftigen Entwicklungen und Umwälzungen in der stationären Versorgung und die daraus folgenden Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der
stationären Gesundheitseinrichtungen konstruktiv zu begleiten, hat die Medizintechnik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS eine neue Fachgruppe mit
dem Titel „Investitionsgüter im stationären Sektor“ eingerichtet. Der
Vorsitzende der Medizintechnik bei SPECTARIS, Dr. Martin Leonhard, erläutert:
„Der Krankenhausbereich ist chronisch unterfinanziert und kann nicht überall in
gleicher Qualität die Patientenversorgung gewährleisten. Speziell nach den
ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie haben sich grundlegende Schwachstellen
offenbart, die ein Handeln der Politik, insbesondere eine
Krankenhausfinanzierungsreform, erforderlich machen. Bisher fehlte eine
Plattform, auf der sich die Mitglieder gezielt zu solchen Themen wie auch zu
neuen Finanzierungsmodellen für Investitionsgüter, neuen Vertriebsmodellen oder
auch zum Umgang mit Infektionsschutzgesetzen austauschen können. Diese Lücke
wird nun geschlossen.“ In der für Dezember geplanten konstituierenden Sitzung
sollen unter anderem auch die Ergebnisse der neuesten Krankenhausstudie der
Unternehmensberatung Roland Berger diskutiert werden. Auch ein enger Austausch
mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und dem Verband der
Krankenhausdirektoren (VKD) ist geplant.

Die Fachgruppe greift auch aktuelle politische Themen auf. Angesichts der
extrem herausfordernden Situation, in denen sich die Krankenhäuser aufgrund der
steigendenden Energie- und Lebensmittelkosten, der Personalprobleme, der
erhöhten Kosten für die Behandlung von Coronapatienten etc. befinden, halten es
die Mitglieder der Fachgruppe für falsch, jetzt eine Reform des DRG-Systems
(Diagnosis Related Groups, Diagnosebezogene Fallgruppen) anzustoßen, wie von
der Bundesregierung geplant. So wichtig und richtig eine Reform ist, um
schrittweise wieder zu einer Daseinsvorsorge mit weniger Umsatzdruck zu kommen,
so falsch ist der jetzige Zeitpunkt. „Man erinnere sich nur an die Zeit der
Einführung des Fallpauschalensystems in den Jahren 2003 bis 2005, dem daraus
resultierenden Bürokratieaufwand und der langen anhaltenden Unsicherheit, die
für die Krankenhäuser entstanden ist, um sich auf dieses neue System
umzustellen. Die Häuser haben aktuell genug zu tun, um dafür zu sorgen, dass
ihre Einrichtungen wirtschaftlich schadlos durch die Energiekrise und einer
drohenden nächsten Corona-Welle kommen“, so Leonhard abschließend.

Die Fachgruppe wird auf Seiten SPECTARIS von Anna Fuchs, Projektmanagerin und
Referentin Medizintechnik, betreut und steht allen SPECTARIS-Mitgliedern
offen.

Quelle: Mediennachricht, 28.10.2022

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