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Spitzenverband für digitale Gesundheitsversorgung gegründet

Spitzenverband für digitale Gesundheitsversorgung gegründet (Gründer-Manifest).

Start-up-Gründer von E-Health-Apps machen mobil: Sie heben den Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung aus der Taufe. In einem Manifest formulieren sie Lösungen, um den digitalen Wandel schnell in die Versorgung zu bringen....

48 Start-ups stellen konkrete Gestaltungsräume zur Beschleunigung der digitalen Transformation im Gesundheitssektor vor – mit Lösungen „made in Europe“. Anschließend diskutieren sie mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Potenziale für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der
Digitalisierung in der Gesundheitsbranche in Deutschland sind riesig. In den
letzten Jahren haben deutsche Digital Health-Gründerinnen und Gründer mit ihren
Ideen, Know-how und jahrelangem engagiertem Einsatz Lösungen geschaffen, deren
Qualität schon jetzt in vielen Bereichen weltweit führend ist. Das zeigt: Wir
wollen und wir können aus Deutschland und Europa heraus Innovationen entwickeln
und damit auch Standards setzen.Unter dem Titel „Digitale Innovation macht
gesund!“ rufen daher die Gründerinnen und Gründer der führenden deutschen
Healthcare-Start-ups zur Stärkung des digitalen Wandels in der
Gesundheitsbranche auf. Ihr Ziel: eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung für
alle – nicht in einer fernen Zukunft, sondern heute. Mit digitalen Lösungen
wollen sie die Qualität in der Gesundheitsversorgung im Sinne der Patientinnen
und Patienten verbessern und Fachkräfte entlasten. Das Manifest lädt
Vertreterinnen und Vertreter aller Bereiche des Gesundheitswesens zur
Kollaboration ein.

„Ich freue mich über das Engagement der Healthcare-Start-ups“, sagte
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach der Vorstellung des Manifests. „Damit
das deutsche Gesundheitswesen patientenfreundlicher wird, brauchen wir
innovative digitale Lösungen. Und wir müssen dafür sorgen, dass sie schnell
beim Patienten ankommen. Darum ist Digitalisierung für mich kein Nebenaspekt,
sondern zentraler Bestandteil in jedem unserer Gesetze.“

In der Praxis kommt der digitale Wandel im deutschen Gesundheitswesen trotz
Fortschritten wie dem „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung
und Innovation“ (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG) weiter nur in kleinen
Schritten voran. Mit dem Manifest „Digitale Innovation macht gesund!“ zeigen
deutsche Gründerinnen und Gründer auf, dass sich insbesondere die angestaubten
Strukturen des Gesundheitssystems ändern müssen – von Silodenken und
Insellösungen hin zu gemeinschaftlichem Handeln. Von befristeten Pilotprojekten
hin zu langfristiger Planbarkeit und rascher Umsetzung. Deshalb wollen die
Unterzeichnerinnen und Unterzeichner auf Initiative des Healthcare-Start-ups
Lindera der Branche Impulse für eine konstruktive, mutige Zusammenarbeit aller
Beteiligten geben.

Innovation in der Gesundheitsversorgung: digital, vernetzt, intelligent – und
gemeinsam
Die Beharrungskräfte des deutschen Gesundheitssystems haben lange dazu
beigetragen, dass digitale Lösungen keinen breiten Eingang in den ersten
Gesundheitsmarkt finden. Dabei werden digitale Gesundheitsangebote aus
Deutschland bereits von Millionen von Menschen in Deutschland und der ganzen
Welt genutzt. Patientinnen und Patienten wie Beschäftigte im Gesundheitswesen
brauchen und verlangen nach digitalen Lösungen. Damit technologische
Innovationen Einzug in die Regelversorgung von Patientinnen und Patienten
erhalten, muss sich jedoch das bestehende System für Innovationen öffnen.
Besserung ist nur über eine breite Zusammenarbeit und Offenheit verschiedener
Akteure in der Gesundheitsversorgung möglich, die sich der Zukunft nicht
verschließen und Innovation angemessen vergütet sehen wollen. Zur Förderung der
Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen und des e-Health Standorts
Deutschland fordert die Initiative als konstruktiver Treiber eine Partnerschaft
zwischen Verwaltung, Kassen, Politik und Lösungsanbietern. Mithilfe des
Manifests sollen:

Vorschläge für strukturelle Anpassungen für ein modernes Gesundheitssystem
entwickelt werden.
sich die Krankenkassen für Innovationen öffnen und als aktive und langfristige
Partner einbezogen werden.
politische wie verwaltungstechnische Entscheiderinnen und Entscheider davon
überzeugt werden, dass ein Mentalitätswandel überfällig ist.
die Praxis befristeter Pilotprojekte beendet, Zulassungsprozesse von
e-Health-Anwendungen gestrafft sowie innovative Pflegeprodukte „made in Europe“
verstärkt gefördert und eingesetzt werden.
Politik, Kassen und Leistungserbringer einen transparenten Plan entwerfen, um
die lösungsorientierte Digitalisierung im Gesundheitssektor gemeinsam
voranzutreiben.
Soliden Boden für die Lösung drängender Herausforderungen
Unbesetzte Stellen, Ärztemangel auf dem Land, eine alternde Bevölkerung, lange
Wartzeiten bei Terminen, immer vollere Notaufnahmen, die immer stärkere
Überlastung von Fachkräften bei immer weniger Zeit für den Menschen: Die
Probleme, vor denen unser Gesundheitssystem steht, sind immens – und drängend.
Politische Entscheiderinnen und Entscheider sowie Krankenkassen und
Leistungserbringer müssen darauf schnelle, zufriedenstellende Antworten finden
und sie in die Tat umsetzen. Damit die Versorgung deutscher Patientinnen und
Patienten nicht länger auf dem vorletzten Platz steht, Gründerinnen und Gründer
in die USA abwandern und Großkonzerne aus dem Ausland das deutsche
Gesundheitswesen überrollen. Gemeinsam kann die einmalige Chance genutzt
werden, Deutschland vom „Zu-Spät-Kommer“ zu einem Vorreiter und Weltmarktführer
im Bereich Digital Health und Künstliche Intelligenz zu machen.

„Paragraphen-Dschungel und bürokratische Gestrüpp ersticken digitale
Innovationen allzu oft bereits im Keim. Dabei haben wir hier die Talente, die
mit modernen und kreativen Ideen an die drängenden Herausforderungen
herangehen“, sagt Lindera Gründerin und Geschäftsführerin Diana Heinrichs. „Für
uns gilt deshalb: Nicht weiter zögern, sondern jetzt endlich die Grundlagen
schaffen, für die sichere, nachhaltige und langfristige Digitalisierung des
Gesundheitswesens – eine wirklich zeitgemäße Gesundheitsversorgung zum Wohl der
Menschen in diesem Land.“

Breite Unterstützung des Manifests aus der Digital Health Start-up Szene
Die Unterzeichner des Manifests „Digitale Innovation macht gesund. Nicht 2021,
sondern jetzt!“ sind:

Daniel Nathrath, Ada Health GmbH
Janis Reinelt, AICURA Medical GmbH
Dr. Carol Wildhagen, Ariana Digital Health Solutions GmbH
Jens Grudno, Assistr Digital Health Systems GmbH
Bazil Azmil, BreakthroughX Health GmbH
Jesaja Brinkmann, Cara Care – HiDoc Technologies GmbH
Hans Raffauf, Clue by BioWink GmbH
Markus Teuber, DiaMonTech GmbH
Dr. Paul Brandenburg, DIPAT Die Patientenverfügung GmbH
Marc Molitor, Doctena GmbH
Julian Maar, DOCTORBOX GmbH
Dr. Petra Becker, Dr. Becker eHealth GmbH
Dr. Alexander Schachinger, EPatient Analytics GmbH
Gandolf Finke, Fosanis GmbH
Dr. David Ebert, GET.ON Institut GmbH
Vanessa von Frankenberg, Go Beyond Why
Benjamin Pochhammer, Goreha GmbH (Caspar-Health)
Philip Pogoretschnik, Humanoo – eTherapists GmbH
Maximilian Grönemeyer, Kenkou GmbH
Saman Hashemian, Kianava
Stephanie Kaiser, Heartbeat Labs GmbH
Dr. Johannes Jacubeit, LifeTime GmbH
Diana Heinrichs, Lindera GmbH
Julian Specht, Living Brain GmbH
Inga Bergen, Magnosco GmbH
Dr. Philipp Nägelein, MEDIKURA Digital Health GmbH
Guido Axmann, Medicinisto AG
Emil Kendziorra, Medlanes GmbH
Friedrich Lämmel, mHealth Pioneers GmbH
Laura Henrich, midge medical GmbH
Gabriel Enczmann, mySugr GmbH
Dennis Breuer, nevisq GmbH
Dr. Florian Koerber, Newsenselab GmbH
Markus C. Müller, Nui Care GmbH
Daniel Philipp, permendo GmbH
Lars Kilchert, pflege.de
Dr. Benedikt Zacher, pflege.de; sunacare.de; vindex.health
Philipp Zajac, ReHub GmbH
Shari Langemak, relearnlabs GmbH
Katrin Pucknat, ResMed Germany
Ilja Michaelis, Routine Health GmbH
Farina Schurzfeld, selfapy GmbH
Manuel Ronnefeldt, 7Mind GmbH
Daniel Schlör, SunaCare GmbH
Gloria Seibert, Temedica GmbH
Katrin Reuter, Trackle GmbH
Daniel Kollmann, Vivelia GmbH
Christian Rebernik, Vivy GmbH

Quelle: Gründer-Manifest, 21.10.2019

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erschienen am Dienstag, 29.10.2019