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Starker Einbruch der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft im Jahr 2020

Starker Einbruch der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft im Jahr 2020 (Statistikamt Baden-Württemberg).

Während die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs im Corona-Jahr 2020 zwar ebenfalls mit -5,9 % deutlich unter dem Vorjahresniveau lag, war für die Gesundheitswirtschaft - mit einem Minus von...

Während die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs im Corona-Jahr 2020 zwar ebenfalls mit -5,9 % deutlich unter dem Vorjahresniveau lag, war für die Gesundheitswirtschaft - mit einem Minus von 9,8 % - ein noch wesentlich
stärkerer Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies teilt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nach vorläufigen Berechnungen der
Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL)
mit. Nominal belief sich die Bruttowertschöpfung 2020 in der hiesigen
Gesundheitswirtschaft auf rund 42,0 Mrd. Euro. Dies entsprach einem Anteil an
der Gesamtwirtschaft von 9,3 %.

Im Jahr 2020 waren in Baden-Württemberg rund 788 600 Erwerbstätige der
Gesundheitswirtschaft zuzuordnen. Somit hatte in dieser Querschnittsbranche
jeder achte Erwerbstätige im Südwesten seinen Arbeitsplatz (12,5 %). In der
Gesundheitswirtschaft stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2020 um rund 14 700
Personen bzw. 1,9 % an. Zum Vergleich: Die Erwerbstätigkeit in
Baden-Württemberg insgesamt sank 2020 gegenüber dem Vorjahr um −1,2 %. Somit
zählte die Gesundheitswirtschaft zu den wenigen Wirtschaftsbereichen im Jahr
2020, die eine positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit aufwiesen.

Auf eine erwerbstätige Person entfiel 2020 in der Gesundheitswirtschaft eine
Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) von 53 242 Euro, ein im
Ländervergleich überdurchschnittlicher Wert (Durchschnitt der Länder: 52 061
Euro).

Tabelle 1
Bruttowertschöpfung und Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft in
Baden-Württemberg und Bundesländer 2008 bis 2020*)
Jahr Gesundheitswirtschaft Anteil der Gesundheitswirtschaft an der
Gesamtwirtschaft
Baden-Württemberg Summe der Bundesländer darunter WZ Q1)
Baden-Württemberg Summe der Bundesländer
Bruttowertschöpfung
Mrd. EUR2) %
*) Sowie in der Summe der Bundesländer.

1) Gesundheitsrelevanter Teil des WZ Q (Gesundheits- und Sozialwesen) der
Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

2) Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen.

Datenquellen: AG GGRdL, Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, Berechnungsstand:
Juni 2021; AK VGRdL, Berechnungsstand: August 2020/ Februar 2021; AK ETR,
Berechnungsstand: August/ Februar 2021. Angaben ab 2016 vorläufig. Aufgrund
eines Quellenwechsels ab dem Berichtsjahr 2014 ist ein Vergleich mit den
Ergebnissen der Vorjahre nur eingeschränkt möglich.
[...]

Quelle: Statistikamt Baden-Württemberg, 17.06.2021

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erschienen am Freitag, 18.06.2021