Verdi ruft an NRW-Uniklinika zum Streik auf
Branchenstreiktag Gesundheitswesen: Beschäftigte der NRW-Unikliniken gemeinsam im Streik (Pressemeldung).
Beschäftigte der sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster) beteiligen sich im Rahmen der Länder-Tarifrunde am Dienstag, 27. Januar, am bundesweiten Branchenstreiktag im Gesundheitswesen. (*Die NRW-Universitätskliniken sind auch für den 28. Januar zu weiteren Streikmaßnahmen aufgerufen.) Die Streikenden kommen vor Ort zu dezentralen Kundgebungen und Aktionen zusammen. Die Streikenden aus Düsseldorf schließen sich dabei den Kolleginnen und Kollegen in Essen an.
„Am Verhandlungstisch fehlt bislang jede erkennbare Anerkennung für die Arbeit der Beschäftigten“, sagt Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di in NRW. „Dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar kein belastbares Angebot vorgelegt hat, ist inakzeptabel. Für die Ausweitung der Warnstreiks tragen die Arbeitgeber die volle Verantwortung.“
„Die Länder dürfen den Anschluss an die Tarifentwicklung in anderen Bereichen nicht verlieren“, so Bethke weiter. „Wer Spitzenmedizin erwartet, muss auch Spitzenarbeitsbedingungen bieten. Es ist nicht vermittelbar, dass Beschäftigte an Universitätskliniken schlechter bezahlt werden sollen als in kommunalen Krankenhäusern.“
Die Beschäftigten der betroffenen Häuser werden ihren Protest mit Warnstreiks und öffentlichen Aktionen zum Ausdruck bringen. Der Klinikbetrieb wird an diesem Tag deutlich eingeschränkt sein, die Versorgung von Notfällen ist jederzeit gewährleistet.
Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.
Medienschaffende sind herzlich eingeladen, die Aktionen vor Ort medial zu begleiten.
Quelle: Pressemeldung, 22.01.2026
