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COVID-19 war im Jahr 2020 ursächlich für 3,4 Prozent der Sterbefälle in Thüringen

COVID-19 war im Jahr 2020 ursächlich für 3,4 Prozent der Sterbefälle in Thüringen (Statistikamt Thüringen).

Im Jahr 2020 verstarben insgesamt 30 226 Thüringer Bürgerinnen und Bürger, davon 15 334 Männer und 14 892 Frauen. Das waren 1 030 Personen bzw. 3,5 Prozent mehr als ein...

Im Jahr 2020 verstarben insgesamt 30 226 Thüringer Bürgerinnen und Bürger, davon 15 334 Männer und 14 892 Frauen. Das waren 1 030 Personen bzw. 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach ersten vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik erlag der
Großteil der Verstorbenen (11 475 Menschen bzw. 38,0 Prozent) einer Krankheit des Kreislaufsystems. Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2020 war mit 7 041 Fällen bzw. einem Anteil von 23,3 Prozent eine Neubildung
von Körpergewebe. Darunter erlagen 97,1 Prozent bzw. 6 836 Thüringerinnen und Thüringer einer
bösartigen Neubildung.

An COVID-19 starben im Jahr 2020 den ersten vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik
zufolge insgesamt 1 037 Thüringerinnen und Thüringer. Hierbei wurde COVID-19 nach Angaben auf
dem Totenschein als sogenanntes Grundleiden kodiert. Davon waren 99,7 Prozent (1 034 Menschen)
labordiagnostisch nachgewiesene (ICD U07.1) und 0,3 Prozent (3 Menschen) klinisch-epidemiologisch
(ICD U07.2) bestätigte Fälle. In weiteren 370 Fällen wurde COVID-19 als Begleiterkrankung
angegeben, welche nicht ursächlich für den Tod gewesen ist. Im März 2020 wurden erstmals
Sterbefälle Thüringer Bürgerinnen und Bürger aufgrund von COVID-19 gemeldet. Der Großteil
(978 Fälle bzw. 69,5 Prozent) der COVID-19-Sterbefällen bei denen das Virus als Grundleiden
oder Begleiterkrankung signiert wurde, ist im Berichtsmonat Dezember 2020 zu verzeichnen.

Bei 947 Fällen bzw. 3,1 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen
äußerer Ursachen (nicht natürlicher Tod) zum Tod. Im Jahr 2019 betrug der Anteil 4,5 Prozent
(1 321 Fälle). Durch Suizid beendeten 328 Menschen ihr Leben. Das waren 14,7 Prozent mehr als im
Vorjahr.
Bitte beachten: Verbreitung der Pressemitteilung mit Quellenangabe erwünscht.
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Das Thüringer Landesamt für Statistik veröffentlicht hiermit erstmalig vorläufige Angaben
zur Todesursachenstatistik, die zum Zeitpunkt der Auswertung 99,6 Prozent der Fälle umfasst.
Die Todesursachenstatistik verarbeitet die Angaben zu den Todesursachen und den Umständen des Todes
nach den Angaben auf dem Totenschein. Auf der Basis des Regelwerks der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) wird anhand dieser Eintragungen, die als Kausalkette von dem unmittelbar zum Tode
führenden Leiden bis zum Grundleiden zurückführen, die Todesursache ermittelt.

Zum endgültigen Ergebnis sind Veränderungen an den Daten zu erwarten. Hintergrund ist,
dass zeitlich verzögerte Nachmeldungen, Korrekturen oder Austauschdaten anderer Länder zum Stichtag
der Auswertung noch nicht vorlagen. Die endgültigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik liegen
voraussichtlich Ende des 3. Quartals vor.

COVID-19-Sterbefälle werden auf zwei Meldewegen erfasst: zum einen über die amtliche
Todesursachenstatistik, zum anderen über die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz
(IfSG). Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Landesgesundheitsbehörden veröffentlichen
COVID-19-Sterbefallzahlen nach dem IfSG. Zwischen den beiden Statistiken kann es
verfahrenstechnisch bedingt zu Diskrepanzen bezüglich der COVID-19-Sterbefälle kommen.
Ein Vergleich dieser beiden Statistiken ist daher nur eingeschränkt möglich.

Quelle: Statistikamt Thüringen, 08.07.2021

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erschienen am Donnerstag, 08.07.2021