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Kantonsspital Luzern betreibt neue HaemoBank

Als erstes Spital in der Schweiz darf das Kantonsspital Luzern das automatisierte HaemoBank-System zur modernen, dezentralen Blutbereitstellung betreiben (Medienaussendung).



Wenn im Spitalalltag ein Blutprodukt dringend benötigt wird, muss das richtige Produkt schnell und sicher bereitstehen. Genau hier setzt die neue HaemoBank an: Als erstes und bislang einziges Spital in der Schweiz darf das Luzerner Kantonsspital (LUKS) dieses automatisierte System offiziell betreiben – ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, dezentralen Blutbereitstellung.

Haemobank mit Blutprodukten
In der HaemoBank werden Blutreserven dezentral gelagert, welche jederzeit von autorisiertem Personal abgeholt werden können. Nach der erfolgreichen Pilotphase mit dem Zentrum für Intensivmedizin (ZIM) am LUKS Luzern und der Prüfung durch Swissmedic, hat das LUKS die Betriebsbewilligung erhalten. Der Rollout auf weitere Standorte innerhalb des LUKS startet in Kürze.

Mehr Sicherheit, mehr Effizienz und kürzere Wege
Mit der Einführung von HaemoBank wird der gesamte Prozess rund um die Bereitstellung von Blutprodukten grundlegend modernisiert und vereinfacht.


Bisher musste eine Pflegefachperson jedes benötigte Blutprodukt persönlich im Labor abholen. Dies bedeutete, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter im Labor die laufende Arbeit unterbrechen musste. Zudem wurde das Blut erneut kontrolliert und manuell übergeben. Dieser Prozess war zeitintensiv, führte zu Unterbrechungen im Laborbetrieb und verursachte teilweise lange Wege in klinischen Hochbetriebsphasen.

Neu erfolgt dieser Prozess dezentral, digital gesteuert und sehr sicher: Autorisiertes Pflegepersonal kann Blutprodukte direkt an der HaemoBank selbstständig und jederzeit beziehen. Die HaemoBanken stehen ausserhalb des Labors an Orten, wo häufig Blut benötigt wird, um transfundierenden Bereichen besonders kurze Wege zu ermöglichen. Das steigert die Effizienz und kann im Notfall wertvolle Minuten sparen.


Die Zuteilung des passenden Blutprodukts erfolgt digital an einer zentralen Stelle in der Labormedizin. Wenn eine Pflegefachperson Blut für eine Patientin oder einen Patienten bezieht, öffnet das System ausschliesslich jenes Fach, das exakt dem zuvor digital freigegebenen Blutprodukt für diese Person entspricht.

Die neue Technologie markiert einen bedeutenden Schritt hin zu noch mehr Sicherheit, Effizienz und Transparenz im gesamten Transfusionsprozess. Die Funktionsweise ist ähnlich einem ‹Selecta›-Automaten, jedoch mit maximalen medizinischen Sicherheitsstandards.
Dr. med. Binja Feusi Häne, Chefärztin Labormedizin am LUKS Luzern


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Dr. med. Binja Feusi Häne, Chefärztin Labormedizin am LUKS Luzern
Ein innovatives Vorzeigeprojekt
Für die Labormedizin des LUKS ist die Einführung der HaemoBank ein echtes Leuchtturmprojekt. Es zeigt die Innovationskraft am LUKS – insbesondere in Bereichen, in denen Patientensicherheit und Prozessqualität höchste Priorität haben.


Die Pilotphase hat zudem eindrücklich gezeigt, wie wirkungsvoll die interdisziplinäre Zusammenarbeit am LUKS funktioniert. Kliniken, Labor, IT und Medizintechnik arbeiteten Hand in Hand. Besonders hervorzuheben ist das Hämatologie-Labor, das mit seinem hohen Engagement und seiner fachlichen Expertise massgeblich zum erfolgreichen Aufbau beigetragen hat.


Nach der ersten Anlage im Zentrum für Intensivmedizin (ZIM) wird die Technologie schrittweise weiter ausgerollt, u. a. im Neubau Kinderspital und Frauenklink in Luzern, aber auch an den LUKS Standorten in Sursee und Wolhusen. Die Inbetriebnahme ist jeweils noch in diesem Jahr vorgesehen.

Das System optimiert nicht nur die Zugänglichkeit und das Bestandsmanagement von Blutprodukten, sondern stärkt auch die interprofessionelle Zusammenarbeit und entlastet Fachpersonen in Labor und Pflege.

Quelle: Medienaussendung, 27.03.2026

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