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App soll OP-Vorbereitung erleichtern: Absetzen von Blut-Gerinnungshemmer vor Operation klären myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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App soll OP-Vorbereitung erleichtern: Absetzen von Blut-Gerinnungshemmer vor Operation klären

App soll OP-Vorbereitung erleichtern: Ob und wann ein bestimmter Blut-Gerinnungshemmer vor einer Operation abgesetzt werden muss, könnten Ärzte und Patienten künftig per App klären (Uniklinik Freiburg).

Ob und wann ein bestimmter Blut-Gerinnungshemmer vor einer Operation abgesetzt werden muss, könnten Ärzte und Patienten künftig per App klären / 300.000 Euro Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und...

Ob und wann ein bestimmter Blut-Gerinnungshemmer vor einer Operation abgesetzt werden muss, könnten Ärzte und Patienten künftig per App klären / 300.000 Euro Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung Operationsvorbereitung per App: Das soll
dank eines Projekts der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Freiburg möglich werden. Denn eine wichtige Frage der OP-Vorbereitung ist, ob und wann Medikamente abgesetzt werden müssen, die die Blutgerinnung beeinflussen. Diese Entscheidung ist aufgrund neuer
Wirkstoffe, sich kontinuierlich ändernder wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie unterschiedlicher Blutungsrisikogruppen der Eingriffe sehr komplex geworden.

Gemeinsam mit Forschern der Klinik für Kardiologie der Medizinischen
Universität Warschau (WUM) und Industriepartnern aus den Bereichen
Computer-Design und IT entwickeln die Freiburger Ärzte und Forscher nun eine
neue App, die Mediziner bei der Therapieentscheidung unterstützen und Patienten
aufklären soll. Die Entwicklung wird vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) im Rahmen der „Deutsch-Polnischen Kooperation zum
Technologietransfer in der Digitalen Wirtschaft“ (DPT) mit 300.000 Euro
gefördert.

Rund 65 Millionen Menschen in Europa nehmen Medikamente, die die Blutgerinnung
vermindern, etwa um das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko zu senken. Anders
als früher müssen moderne Gerinnungshemmer oft erst kurz vor dem Eingriff
abgesetzt werden, manche sogar gar nicht.

App-Nutzer sollen zwischen Patienten- und Ärztemodus wählen können

„Aktuell wird die gerinnungshemmende Therapie oft zu früh vor dem Eingriff
beendet und die Medikamente mit zum Teil falschen Präparaten ersetzt. Das kann
zum Schaden der Patienten sein“, sagt Prof. Dr. Arkadiusz Miernik,
Geschäftsführender Oberarzt und Leiter der Sektion Urotechnologie der Klinik
für Urologie am Universitätsklinikum Freiburg.

Das Team um Miernik plant nun eine App mit einem Patienten- und einem
Ärztemodus. „Den Patienten möchten wir allgemeine Informationen rund um das
Thema medikamentöse Gerinnungshemmung und Operation zur Verfügung stellen,
eventuell auch als Video. Die Ärzte sollen konkrete, evidenzbasierte
Informationen zu den geläufigen Standards und eine Behandlungsempfehlung
erhalten“, erklärt Miernik.

Nutzerbedürfnisse von Anfang an berücksichtigt

Um die Wünsche und Bedürfnisse der späteren Nutzer von Anfang an zu
berücksichtigten, fand kürzlich ein Workshop in Freiburg statt, an dem neben
den Projektpartnern auch Klinik- und niedergelassene Ärzte, Pflegekräfte und
Patienten teilnahmen. „Die Rückmeldung der Beteiligten war sehr positiv.
Insgesamt zeigte sich, dass derartige Info-Apps heute besser angenommen werden
als normale Websites“, sagt Projektkoordinatorin Friederike Praus,
Wissenschaftlerin und Medizinerin in der Sektion für Urotechnologie der Klinik
für Urologie des Universitätsklinikums Freiburg.

Von den rund 100 Anträgen, die im DPT-Förderprogramm des BMBF eingereicht
wurden, wurden neun Projekte zur Förderung ausgewählt. Dabei erhielt das
Projekt CHASER (antiCoagulation Help App for SurgERy) die besten Bewertungen
aller Projekte „Besonders positiv wurde bewertet, dass unser Projektteam von
Anfang an Medizin-Fachleuten, Programmierern und Experten für digitale
Nutzer-Computer-Interaktion zusammenbringt. Das ist eine hervorragende
Grundlage für ein erfolgreiches Projekt“, so Dr. Philippe-Fabian Müller,
verantwortlicher Projektleiter der Sektion für Urotechnologie der Klinik für
Urologie am Universitätsklinikum Freiburg.

Quelle: Uniklinik Freiburg, 14.06.2019

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erschienen am Samstag, 15.06.2019
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