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IT-Sicherheit in Kritischen Infrastrukturen: Labore und Krankenhäuser seien gut geschützt myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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IT-Sicherheit in Kritischen Infrastrukturen: Labore und Krankenhäuser seien gut geschützt

IT-Sicherheit in Kritischen Infrastrukturen: Labore und Krankenhäuser seien gut geschützt (Bundes­amt für Sicherheit in der Informationstechnik).

Labore und Krankenhäuser in Deutschland sind gut vor Cyber-Angriffen und Ausfällen ihrer kritischen Dienstleistungen geschützt. Das ist das Ergebnis zweier durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in...

Labore und Krankenhäuser in Deutschland sind gut vor Cyber-Angriffen und Ausfällen ihrer kritischen Dienstleistungen geschützt. Das ist das Ergebnis zweier durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in
Auftrag gegebenen Studien. Dabei zeigt sich, dass technische Schutzmaßnahmen
von den Betreibern der Einrichtungen in der Regel gut umgesetzt wurden,
insbesondere in Krankenhäusern aber noch Nachholbedarf bei organisatorischen
IT-Sicherheitsmaßnahmen besteht. So hat das BSI im Rahmen der Studie etwa
festgestellt, dass sich ein systematisches IT Risikomanagement in vielen
Häusern noch nicht auf dem notwendigen Niveau befindet. Untersucht wurden in
beiden Bereichen sowohl gesetzlich regulierte Betreiber Kritischer
Infrastrukturen, als auch Einrichtungen, die die jeweiligen Schwellenwerte der
BSI-Kritis-Verordnung nicht erreichen.

Dazu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm: "Wie wichtig funktionierende und
sicher digitalisierte medizinische Einrichtungen sind, hat nicht zuletzt die
Corona-Krise gezeigt. Die Versorgung von Patientinnen und Patienten und die
Erbringung von Laborleistungen muss ebenso zuverlässig gewährleistet sein wie
der Schutz sensibler Patientendaten. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen
eröffnet große Chancen für eine bessere Versorgung und mehr Effizienz in der
Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen medizinischen Einrichtungen.
Angesichts einer Bedrohungslage jedoch, die auch vor Krankenhäusern und anderen
medizinischen Einrichtungen nicht Halt macht, rückt Informationssicherheit auch
für die Betreiber immer stärker in den Fokus, deren Einrichtungen nicht unter
die Regelungen des IT-Sicherheitsgesetzes fallen. Zurecht, denn die
Gesellschaft ist auf funktionierende Kliniken und Labore angewiesen. Daher ist
es notwendig, dass die Betreiber verstärkt die Systeme und Prozesse bestmöglich
absichern, die für ihre kritischen Dienstleistungen notwendig sind."

Die Studien für den KRITIS-Sektor Gesundheit wurden mit dem Ziel erarbeitet,
die relevanten Prozesse der kritischen Dienstleistungen zu identifizieren und
den Status Quo der Informationssicherheit in Krankenhäusern bzw. Laboren in
Deutschland zu untersuchen. Darüber hinaus enthalten die Studien
Handlungsempfehlungen zur Erhöhung des Schutzniveaus und einen Ausblick auf die
Zukunft der Digitalisierung innerhalb der beiden Branchen. Bei den
Krankenhäusern zeigt sich, dass die relevanten IT-Systeme und Komponenten zur
Erbringung der kritischen Dienstleistungen in der Regel redundant ausgelegt
sind. Klassische technische Abwehrmaßnahmen schützen vor Angriffen und vor
Schadsoftware. Bei der Umsetzung von organisatorischen IT-Sicherheitsmaßnahmen
ist jedoch noch Verbesserungspotenzial erkennbar.

Medizinische Labore verfügen aufgrund des fortgeschrittenen IT-Reifegrades und
der hohen Verfügbarkeitsanforderungen über weitgehende Schutzmaßnahmen gegen
Ausfälle. Im Bereich der Labore hat sich zudem gezeigt, dass ein
branchenspezifischer Sicherheitsstandard (B3S) zur deutlichen Steigerung der
Informationssicherheit beiträgt. Medizinische Labore, die sich am B3S
orientieren, sind bereits gut auf die fortschreitende digitale Transformation
vorbereitet. Die Zusammenfassungen der Studienergebnisse und
Handlungsempfehlungen sind auf der Webseite des BSI verfügbar.

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erschienen am Dienstag, 30.06.2020
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