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Neue Handreichung zu Gesundheits-Apps gibt ärztlichen Mitarbeitern Antworten

Neue Handreichung zu Gesundheits-Apps gibt ärztlichen Mitarbeitern Antworten (KBV).

Medizinische Apps gibt es in Hülle und Fülle. Sie können zum Beispiel den Blutdruck aufzeichnen, an Medikamente erinnern oder Informationen liefern. Seit Oktober 2020 können sich Patientinnen und Patienten geprüfte...

Medizinische Apps gibt es in Hülle und Fülle. Sie können zum Beispiel den Blutdruck aufzeichnen, an Medikamente erinnern oder Informationen liefern. Seit Oktober 2020 können sich Patientinnen und Patienten geprüfte Apps sogar verschreiben lassen. Doch die digitalen Angebote werfen viele Fragen auf. Die neue Handreichung Gesundheits-Apps im klinischen
Alltag von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung liefert Ärztinnen und Ärzten jetzt wichtige Antworten für die tägliche Praxis.
Berlin, 16. Dezember 2020 – Die Handreichung gibt einen Überblick über Nutzen
und Risiken der digitalen Möglichkeiten und erklärt, was es mit dem
"Digitalisierungsgesetz" und den "DiGAs" auf sich hat. Sie macht deutlich,
woran man gute von schlechten Gesundheits-Apps unterscheiden kann. Wer sich
ausführlicher mit einem Thema beschäftigen möchte, findet Hinweise auf weitere
Informationsangebote und verlässliche Anlaufstellen.

Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
begrüßen die Ausarbeitung des ÄZQ. "Angesichts zehntausender digitaler
Gesundheitsanwendungen in den Appstores können Ärzte ihre Patienten natürlich
nicht zu jedem einzelnen Angebot beraten. Mit Hilfe der Handreichung können sie
aber über Möglichkeiten und Grenzen von Apps aufklären und sagen, worauf es bei
der Auswahl der richtigen Anwendung ankommt", so Bundesärztekammer-Präsident
Dr. Klaus Reinhardt.

"Die Handreichung des ÄZQ ist eine wichtige Unterstützung für die Kolleginnen
und Kollegen in den Praxen", sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas
Gassen." Ob DiGAs von den Patienten letztlich angenommen werden, muss sich erst
noch zeigen."

Praxisnahe Fallbeispiele klären auf
Außerdem erfahren Ärztinnen und Ärzte anhand von zahlreichen Fallbeispielen
unter anderem, was sie beachten sollten, wenn eine Patientin oder ein Patient
ihre Meinung zu einer App hören möchte oder ihnen unabgesprochen digitale Daten
übermittelt. Gesundheits-Apps können jedoch nicht nur Patientinnen und
Patienten unterstützen, sondern auch Ärztinnen und Ärzten den Berufsalltag
erleichtern. Sie können beispielsweise Leitlinienwissen anbieten oder die
Kommunikation im Kollegenkreis erleichtern. Auch hier hilft die Handreichung,
Fallstricke zu erkennen und zeigt Lösungen auf.

Patienteninformation für mehr Sicherheit
Die Handreichung beinhaltet auch ein Informationsblatt für Patientinnen und
Patienten. Dieses soll das Bewusstsein für Risiken schärfen und gibt Tipps, wie
Nutzende Gefahren verringern und Datenmissbrauch vermeiden können, wenn sie
eine Gesundheits-App anwenden möchten. Ärztinnen, Ärzte und andere medizinische
Fachleute können das zweiseitige Informationsblatt herunterladen, ausdrucken
und an Interessierte weitergeben.

Hintergrund zur Handreichung
Die Handreichung wird von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung herausgegeben. Mit der Durchführung, Organisation und
methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin
(ÄZQ) beauftragt. Ein Expertenkreis hat das ÄZQ bei der Erstellung unterstützt.
Dort waren Fachleute aus ärztlicher Selbstverwaltung, Medizin, Informatik,
Digitalisierung, Selbsthilfe und Medizinjournalismus vertreten.

Im Internet
Die neue Handreichung steht als druckbares PDF und digital kostenlos bereit
unter:
• Handreichung "Gesundheits-Apps im klinischen Alltag"
• Patienteninformationen zur Handreichung
• Übersichtsseite zur Handreichung

WEITERE INFOS
Handreichung zu Gesundheits-Apps im klinischen Alltag

Quelle: Pressemitteilung, 16.12.2020

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erschienen am Montag, 21.12.2020
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