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Rheinland-Pfalz startet Beteiligungsprozess zum digitalen Gesundheitswesen 2030

Rheinland-Pfalz startet Beteiligungsprozess zum digitalen Gesundheitswesen 2030 (Pressemitteilung).

Die Digitalisierung ist mit vielen Anforderungen verbunden. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie bietet sie aber auch ein hohes Maß an Chancen und Potenzial gerade für den Bereich des Gesundheitswesens....

Die Digitalisierung ist mit vielen Anforderungen verbunden. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie bietet sie aber auch ein hohes Maß an Chancen und Potenzial gerade für den Bereich des Gesundheitswesens. Rheinland-Pfalz gestaltet aktiv den Weg in ein digitales Gesundheitswesen
2030. Dabei gilt es, sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen und in einer gemeinsamen Anstrengung den weiteren Transformationsprozess des Gesundheitswesens voranzubringen“, sagte Gesundheitsministerin Sabine
Bätzing-Lichtenthäler anlässlich des digitalen Eröffnungskongresses zum Projekt ‚Digitales Gesundheitswesen Rheinland-Pfalz 2030‘.

Die digitale Veranstaltung war in mehrere thematische Blöcke unterteilt. Zu
Beginn informierten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus der Medizin
im ambulanten und stationären Bereich, der Pflege, der Psychotherapie, der
Heilberufe, der Körperschaften sowie der Krankenkassen über den derzeitigen
Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dabei zeigte sich, dass sich die
Referentinnen und Referenten der Unumgänglichkeit, aber auch des Potenzials des
Digitalisierungsprozesses bewusst sind. Erste bereits ergriffene innovative
Maßnahmen wurden ebenfalls vorgestellt. Wenngleich der Digitalisierungsprozess
schon gestartet ist, besteht Einigkeit darin, dass dies zukünftig in einem
wesentlich größeren Maß gefördert und gestärkt werden muss.

Fokus der Blöcke zwei und drei lag auf den Themen Patientensicherheit und
Datenschutz. Eine wichtige Erkenntnis war hierbei, dass die Bereitschaft und
Akzeptanz der Patientinnen und Patienten für eine stärkere Digitalisierung
unter Berücksichtigung der patienten- sowie datenschutzrechtlichen Belange
besteht und man die Chancen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung
klar erkennt. Wichtig beim digitalen Wandel des Gesundheitswesens ist, dass
dieser immer nur im Einklang mit Patientenrechten und unter Einhaltung des
Datenschutzes erfolgen kann. Welchen Anforderungen man sich insoweit zu stellen
hat, wurde vom Landesbeauftragten für Datenschutz Professor Dr. Dieter
Kugelmann anhand von Best Practice Beispielen erläutert.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Ausblick auf die weitere
Digitalisierung des Gesundheitswesens. Angesichts einer sich zuspitzenden Lage
in der gesundheitlichen Versorgung ist der Einsatz digitaler Elemente demnach
unverzichtbar, wobei es hier auf ein gemeinsames Miteinander ankommt.

Der Digitalkongress stellt die Auftaktveranstaltung eines sich daran
anschließenden breit angelegten Beteiligungsprozesses dar, der schließlich in
der Formulierung eines kontinuierlich fortzuschreibenden ‚Masterplans digitales
Gesundheitswesen Rheinland-Pfalz 2030‘ münden soll. „Ziel des
Beteiligungsprozesses ist es, die digitalisierungs­relevanten Themenfelder der
gegenwärtigen sowie zukünftigen medizinischen und pflegerischen Versorgung zu
identifizieren. Daran beteiligen wollen wir neben den Experten in der
gesundheitlichen Versorgung auch die Patientinnen und Patienten sowie die
Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen. Mit gemeinsam konzipierten Projekten
und Maßnahmen wollen wir dem Transformationsprozess begegnen“, so die
Ministerin zum Abschluss.

Zur Erstellung des Masterplans ab Frühjahr sollen im weiteren Prozess
Dialog-Veranstaltungen und Werkstattgespräche zu den Handlungsfeldern
stattfinden. Die Umsetzung der Projekte und Maßnahmen aus dem Masterplan soll
dann voraussichtlich in den Jahren 2022 und 2023 erfolgen. Hierfür sollen
Mittel von insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Die wesentlichen Inhalte des Digitalkongresses werden im Anschluss an die
Veranstaltung im Internet auf der Seite
https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/gesundheit-und-pflege/ veröffentlicht.

Quelle: Pressemitteilung, 21.01.2021

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erschienen am Donnerstag, 21.01.2021