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Studie Digitalisierung Gesundheitsmarkt Deloitte GKV

Studie zur Digitalisierung des Gesundheitsmarktes - GKV strebt Steuerungshoheit und Datenzusammenführung an (Deloitte, PDF, 1,3 MB).

Der Alltag der Menschen wird immer stärker von der Digitalisierung durchdrungen. Das wirkt sich ebenfalls auf Bereiche aus, die eher von traditionellen Strukturen und Mechanismen geprägt sind – wie etwa...

Der Alltag der Menschen wird immer stärker von der Digitalisierung durchdrungen. Das wirkt sich ebenfalls auf Bereiche aus, die eher von traditionellen Strukturen und Mechanismen geprägt sind – wie etwa das Gesundheitswesen. Der digitale Wandel bietet hier
unbestritten eine große Chance, bringt aber auch herausfordernde Veränderungen für alle Beteiligten. Dabei wirkt sich dieser nicht nur auf Ärzte und Patienten aus, sondern auch auf die Krankenkassen und ihre Verbände.

Die Deloitte-Studie im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes untersucht die
Implikationen einer umfassenden Transformation dieses hochkomplexen Segments
und beleuchtet potenzielle Folgen für das System der gesetzlichen
Krankenversicherung.

Zentrale Ergebnisse der Studie sind:

Digitaler Wandel im Gesundheitssystem: Disruption geht vom Verbraucher aus
Neue Player sorgen für größere Dynamik setzen die bisherigen Akteure unter
Druck
Studie "Digitalisierung des Gesundheitsmarktes" Download
Verbraucher und der Patient als Treiber des digitalen Wandels
Wer in nahezu allen Belangen des Lebens zum Smartphone greift, tut das auch,
wenn es um seine Gesundheit geht. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen
Fitness und medizinischer Indikation zusehens. Somit sind es vor allem der
Verbraucher und der Patient, die den digitalen Wandel vorantreiben.

Inzwischen gibt es knapp elf Millionen digitale Endgeräte in Deutschland allein
im Medizin- und Gesundheitsbereich. Was heute noch als Wearable am Arm sitzt,
kann schon bald als implantierter Sensor für Insights sorgen. Sie lassen eine
Verbesserung der Versorgungsqualität und Effizienz erwarten ebenso wie Vorteile
etwa in Hinblick auf Prävention, Diagnostik und Therapie samt Monitoring.

Neue Anbieter sorgen für größere Dynamik
Um die Nachfrage zu bedienen und neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen,
erscheinen neue Anbieter auf dem Markt – zunächst dem zweiten Gesundheitsmarkt,
aber mittelfristig auch auf dem ersten. Dabei handelt es sich um große
Technologieunternehmen, aber auch um Start-ups, von denen jeder seinen eigenen
Marktzugang sucht und nutzt – oft im zweiten Gesundheitsmarkt, wo regulative
Hürden auf neue Marktteilnehmer weniger abschreckend wirken.

Das Schwergewicht der neuen Angebote liegt im ersten Schritt auf Big
Data-Analysen sowie Plattformen und anderen Komponenten eines digitalen
Ökosystems. Auch etablierte Hersteller vom Medizintechnik und Arzneimitteln
ziehen zunehmend die digitale Karte – vorerst jedoch eher als „Add-on“ zu ihrem
traditionellen Portfolio.

Gesetzliche Kassen als Gestalter
Gesetzliche Krankenkassen spielen auch in der digitalen Welt eine wichtige
Rolle als Gestalter im Gesundheitswesen, vor allem im Hinblick auf die
Steuerungshoheit
und den Patientenschutz. Die Zusammenführung von Daten wird
dabei zum zentralen Werttreiber und bringt einen entscheidend höheren Nutzen
für alle Stakeholder
.

Quelle: Deloitte, 04.03.2019

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erschienen am Dienstag, 05.03.2019
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