A Comparative Time-Based Profit Analysis of Retinal and Cataract Surgery in Ambulatory Surgery Centers





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A Comparative Time-Based Profit Analysis of Retinal and Cataract Surgery in Ambulatory Surgery Centers

A Comparative Time-Based Profit Analysis of Retinal and Cataract Surgery in Ambulatory Surgery Centers (Sage Journals).



Eine Studie zur zeitadjustierten Wirtschaftlichkeit von Netzhaut- und Kataraktoperationen untersucht, wie die Ökonomie ambulanter Operationszentren den Zugang zu dringlicher Versorgung beeinflusst.



Studie: Netzhaut-Operationen im ambulanten Zentrum wirtschaftlich weniger profitabel als Kataraktoperationen

Lexington, 26.07.2026

Ein zeitbasiertes Prozesskostenrechnungsmodell wurde auf 18.421 Netzhaut- und 880.448 Kataraktoperationen im Zeitraum 2021 bis 2024 angewendet.

Netzhaut-Eingriffe benötigten im Schnitt 76,1 Minuten gegenüber 20,8 Minuten bei Kataraktoperationen, ein Verhältnis von 3,65 zu 1.

Zeitnormalisierte Kennzahlen begünstigten die Kataraktchirurgie deutlich: Erstattung, Kosten und Gewinn pro Minute lagen bei 52,63, 29,28 und 23,35 US-Dollar, gegenüber 24,61, 16,22 und 8,40 US-Dollar bei Netzhaut-Eingriffen.

Der Gewinn pro Minute bei Netzhaut-Operationen betrug damit nur 36 Prozent des Kataraktgewinns.

Der ermittelte finanzielle Effizienzkoeffizient lag bei 0,098, was bedeutet, dass Netzhautchirurgie nach Anpassung an die Operationsdauer weniger als 10 Prozent effizient war.

Um eine wirtschaftliche Gleichwertigkeit zu erreichen, müsste entweder die Operationszeit auf 7,5 Minuten verkürzt oder die Erstattung um 61,05 US-Dollar pro Minute (rund 71 Prozent) erhöht werden.

Kein einziger CPT-Kode für Netzhauteingriffe erreichte einen Effizienzkoeffizienten von mindestens 1.

Eine Modellrechnung zeigte, dass die Ergänzung eines Katarakt-OP-Blocks um zwei Netzhaut-Fälle eine Gewinnmarge in einen Verlust umwandelte, wobei reine Netzhaut-Operationsblöcke Verluste von bis zu 5.908 US-Dollar erzeugten.

Die Autor:innen schließen, dass trotz höherer Gesamterstattung und niedrigerer Kosten pro Minute bei Netzhautoperationen die Kataraktchirurgie pro Minute deutlich profitabler ist.

Sie fordern eine Reform der zeitbasierten Vergütung, die die tatsächliche Komplexität der Netzhautchirurgie besser abbildet.

Ich verstehe das so: Komplexere, zeitintensivere Eingriffe werden im bestehenden US-Vergütungssystem systematisch schlechter honoriert als kürzere, standardisierte Routineeingriffe, obwohl gerade die komplexeren Fälle oft die dringlichere medizinische Notwendigkeit aufweisen.

Interessanter Side-Fact: Wenn bereits die Beimischung von nur zwei Netzhaut-Fällen einen ansonsten profitablen Katarakt-Operationsblock in die Verlustzone drückt, entsteht ein ökonomischer Anreiz für ambulante Zentren, komplexere und dringlichere Netzhautfälle systematisch zu meiden oder zu minimieren, was die im Studientitel erwähnte Zugangsproblematik bei dringlicher Versorgung erklären kann.

Übertragen auf die deutsche Diskussion um Hybrid-DRGs und die Ambulantisierung, liefert diese Studie ein warnendes Beispiel dafür, wie eine rein zeitbasierte oder pauschalierte Vergütungslogik im ambulanten Bereich zu einer schleichenden Risikoselektion führen kann.

So könnten ambulant erbringbare, jedoch wirtschaftlich unattraktive, aber medizinisch komplexe Fälle aus dem ambulanten Sektor zunehmend verdrängt und in die ohnehin unter Druck stehende stationäre Versorgung zurückverlagert werden.

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