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Bundesverband Geriatrie verabschiedet bundesweites Geriatriekonzept

Bundesverband Geriatrie verabschiedet bundesweites Geriatriekonzept (Pressemitteilung).

Auf der 29. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) haben die Mitglieder aus den geriatriespezifischen Fachabteilungen, Fachkliniken beziehungsweise Rehabilitationskliniken erstmalig ein einheitliches Konzept zukünftiger Versorgungsstrukturen geriatrischer Patienten in Deutschland...

Auf der 29. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) haben die Mitglieder aus den geriatriespezifischen Fachabteilungen, Fachkliniken beziehungsweise
Rehabilitationskliniken erstmalig ein einheitliches Konzept zukünftiger Versorgungsstrukturen geriatrischer Patienten in Deutschland verabschiedet. Ziel des bundesweiten
Geriatriekonzeptes ist es, eine am Bedarf des Patienten orientierte Versorgungsstruktur zu erreichen, die das gesamte Spektrum der fachspezifischen Versorgung betagter und
hochbetagter Patienten sicherstellt.

In dem am 29. November verabschiedeten Konzept werden die demografischen
Herausforderungen und insbesondere die zentrale Bedeutung bei der Umsetzung des
Grundsatzes „Rehabilitation vor und bei Pflege“ aufgenommen. Im Mittelpunkt
steht die Gestaltung der stationären Versorgung der geriatrischen Patienten. So
müssen flächendeckend sowohl die geriatriespezifischen akutmedizinischen wie
auch rehabilitativen Versorgungsbedarfe der betagten beziehungsweise
hochbetagten Patienten strukturell aufgegriffen und fachspezifisch erfüllt
werden.

Es wird in dem Konzept unter anderem gefordert, dass die Geriatrie als
Fachabteilung in jedem Landeskrankenhausplan ausgewiesen wird beziehungsweise
die Regelungen der §39 und §40 SGB V umgesetzt werden. Zudem sollen die
Rahmenbedingungen so weiterentwickelt werden, dass eine unbürokratische
Leistungserbringung im abgestuften Geriatriekonzept ohne Versorgungsbrüche
möglich wird. So soll die sektorenübergreifende Versorgung der geriatrischen
Patienten gestärkt werden.

Klagewelle der Krankenkassen: BV Geriatrie hofft auf zeitnahe Lösung

Des Weiteren wurde auf der Mitgliederversammlung das hochbrisante Thema
„Klagewelle der Krankenkassen gegen Krankenhäuser“ diskutiert. Die Mitglieder
erörterten Risiken und Chancen für die Geriatrie. Im Nachgang der
Verabschiedung des Pflegepersonalstärkungsgesetzes (PpSG), durch welches unter
anderem eine Verkürzung der Verjährungsfristen für Rückzahlungsansprüche der
Krankenkassen normiert wurde, werden insbesondere im Bereich der Geriatrie
sowie der Schlaganfallbehandlung Krankenhäuser mit Klagen beziehungsweise
Klageankündigungen seitens der Krankenkassen überrollt.

Es handelt sich dabei hochgerechnet um Beträge im dreistelligen
Millionenbereich. Der BV Geriatrie setzt sich auch weiterhin für eine zeitnahe
politische Lösung ein. Daher begrüßt der Verband die Ankündigung des
Bundesministeriums für Gesundheit, auf Bundesebene am Mittwoch, den 5.
Dezember, einen Runden Tisch zur massenhaften Klagewelle gegen Krankenhäuser
einzusetzen.

BV Geriatrie wächst weiter

Die Anzahl der Neuaufnahmen zeigte auch in diesem Jahr, dass das Interesse an
einer Mitgliedschaft im BV Geriatrie trotz einer intensiven Überprüfung der
Qualität unter anderem durch eine Visitation vor Ort ungebrochen ist. So wurden
im Rahmen der Mitgliederversammlung insgesamt 15 neue Einrichtungen
beziehungsweise Fördermitglieder in den Verband aufgenommen. Die umfangreichen
und aufwendigen Überprüfungen vor einer Aufnahme in den Verband sollen das
Qualitätsniveau der potenziellen Mitglieder sicherstellen.

Quelle: Pressemitteilung, 03.12.2018

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erschienen am Mittwoch, 05.12.2018
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