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Az. B 1 KR 13/18 R: Ist die Atemunterstützung per HFNC bei der Ermittlung der Beatmungsdauer zu berücksichtigen? myDRG Stellenmarkt Gesundheitswesen

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Az. B 1 KR 13/18 R: Ist die Atemunterstützung per HFNC bei der Ermittlung der Beatmungsdauer zu berücksichtigen?

Az. B 1 KR 13/18 R: Ist die Atemunterstützung per HFNC bei der Ermittlung der Beatmungsdauer zu berücksichtigen? (Terminvorschau).

Klinikum der Universität M ./. DAK-Gesundheit Das klagende Universitätsklinikum behandelte den bei der beklagten KK versicherten, am 27.12.2009 mit einem Geburtsgewicht von 1335 g geborenen Versicherten vollstationär vom 27.12.2009 bis...

Klinikum der Universität M ./. DAK-Gesundheit Das klagende Universitätsklinikum behandelte den bei der beklagten KK versicherten, am 27.12.2009 mit einem Geburtsgewicht von 1335 g geborenen Versicherten vollstationär vom 27.12.2009 bis 1.3.2010 als Frühgeburt ua auf der Neugeborenen-Intensivstation.
Der Versicherte wurde von Geburt an beatmet, zunächst kurzzeitig mittels eines Tubus im Rachen und anschließend rund 72 Stunden per Atemmaske. Er erhielt weitere 33 Stunden Atemluft mit Hilfe einer High-Flow-Nasenkanüle (HFNC) über eine an ein Beatmungsgerät angekoppelte
Brille. Die Klägerin kodierte ua 105 Beatmungsstunden und berechnete die
Fallpauschale P03C. Auf den Gesamtbetrag von 39 951,85 Euro zahlte die Beklagte
30 801,44 Euro: Der Versicherte sei weniger als 95 Stunden beatmet worden,
sodass die niedriger vergütete Fallpauschale P64Z einschlägig sei. Die
Atemunterstützung per HFNC sei bei der Ermittlung der Beatmungsdauer nicht zu
berücksichtigen. Das SG hat die Beklagte verurteilt, der Klägerin 9150,41 Euro
nebst Zinsen zu zahlen. Das LSG hat die Berufung der Beklagten zurückgewiesen:
Die Zeit der HFNC-Therapie erfülle die Voraussetzungen einer maschinellen
Beatmung im Sinne der Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) für 2009 und zähle
daher zur Beatmungszeit. Zumindest sei die Behandlung mit HFNC als Entwöhnung
von der Beatmung anzusehen und sei aus diesem Grund zur Beatmungsdauer
hinzuzurechnen.

Die Beklagte rügt mit ihrer Revision die Verletzung von § 109 Abs 4 S 3 SGB V
iVm § 17b KHG, § 1 Abs 1, § 7 Abs 1 S 1 Nr 1, § 9 Abs 1 Nr 1 und 3 KHEntgG und
den Regelungen der DKR zur Berechnung der Beatmungsdauer.

Vorinstanzen:
Sozialgericht München - S 2 KR 1501/13, 01.10.2015
Bayerisches Landessozialgericht - L 5 KR 504/15, 13.03.2018

Quelle: Terminvorschau, 24.07.2019

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erschienen am Donnerstag, 25.07.2019
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