Beiträge von Admin

    Lieber Markus,


    vielen Dank für das Bereitstellen der Kurzumfrage. Was darin zu lesen ist, ensetzt mich ehrlicherweise, trotz der kleinen Stichprobe. Ich frage mich nun, ob die sog. "digitalen MDK-Tools" überhaupt eine nennenswerte Unterstützung bezogen auf deren Anschaffungskosten bereitstellen? Offenbar fehlt den Nutzern oft der Nutzen. Was soll das dann? Die Automatisierung als erwarteter Segen der Digitalisierung scheint vielen Befragten zu fehlen... Das kann es ja wohl nicht sein. Danke für diese aufschlussreiche Information.


    Beste Grüße

    Burkhard

    Hallo Herr Breitmeier,

    wieso Verwässerung? Aus der geschilderten Kasuistik geht u.a. hervor:

    ...

    kann Pneumonie kodiert werden, wenn im Röntgen-Thorax nur: "Infiltrate nicht auszuschließen" steht, die sonstigen Kriterien (Leukozyten erhöht, Fieber, Erregerbestimmung und Antibiotikagabe) erfüllt ist.

    Der MDK beruft sich darauf, dass die Infiltrate eindeutig nachgewiesen sein müssen.

    Außerdem sollen Verdachtsdiagnosen mit Behandlung nur bei Hauptdiagnosen kodierbar sein. [...]

    So langsam nähert man sich dem Punkt, dass die Krankenkassen, die von ihren Versicherten Gelder für deren Behandlung einziehen, festlegen, was die schon stattgehabte Behandlung denn nun maximal kosten dürfe... Vielleicht sollte man die Behandlung eines kranken Menschen bei ebay oder (für Privatversicherte) bei Christie's als Auktion anbieten. Könnte bei einem Euro anfangen. Der Patient darf aber (auch gegen seine Krankenversicherung) mitbieten...


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo AnMa,


    es ist wohl nirgendwo genau erläutert, ab wann genau eine Spondylodese vorliegt (Leitlinien, Lehrbücher, etc.). Das ist typisch für die Insuffizienz der Kodierrichtlinien und die Arbeit der Selbstverwaltung, strittige (und oft erlösrelevante) Punkte möglichst NICHT zu klären... Ein immerwährender Quell des Missmutes. Meine persönliche Meinung anhand Ihrer Informationen: Der MDK hat richtig argumentiert. Die reine Anlagerung von Spongiosa an die nicht entknorpelten Gelenkflächen in der dorsalen Säule hat offenbar nur eine Stabilisierung aber keine dorsale knöcherne Durchbauung - auch, wenn diese irgendwann einmal stattfinden mag, zum Ziel. Und die Schrauben-Stab-Instrumentierung dorsal ist meiner Meinung nach eine Osteosynthese, auch wenn sie eine Versteifung zeitigt.


    Viele Grüße und ein schönes Wochende

    B. Sommerhäuser

    in diesem Fall wohl eher "Boulevardpresse", wenn in der hinein-gesteigerten Hitze des auch zu vermittelnden Empört-Seins ob des gar unglaublichen Betruges schon mal Stunden zu Tagen werden...


    Aber der Leser in Deutschland wird es als Wahrheit verkennen... Is ja auch egal ;-)


    "Des mer nur nich beatmet werden tuan. Kommt beschtimmt von Beat, d.h. Schlag, also schlagen tun se die arme Leut im Spital, die Saubuam. 249 Tag lang werde die nur geschloagn. Selbst wenn die son Schlauch im Hals ham. Und das sollen wir bezahlen? Usw. und so fort..."