Beiträge von Admin

    Hallo erneut,

    ich habe noch einmal versucht, mich zu belesen - leider mit mäßigem Erfolg. Findus Die Frage, die sich stellt: Was ist ein Knochenersatz und was ist eine Prothese ganz genau? Und da dürften sich gesunder Menschenverstand, klinischer Sprachgebrauch und Facharztwissen sowie Kodierung einmal mehr gehörig beißen... Es herrscht wohl zudem die Ansicht vor, dass Knochenersatz und Knochenersatzmaterial(ien) synonym verwendbar seien. Man könnte ja meinen: Frakturierter Knochen raus, Implantat rein = Knochenersatz. Jetzt ist es aber wohl so, dass alloplastischem (Knochenersatz-)Materialien bestimmte Carrier-Eigenschaften innewohnen (Osteogenese, Osteoinduktion und -konduktion sowie weitere). Implantat bedeute nach meiner Recherche eine im Körper liegende Prothese. Daher würde ich - entgegen Ihrer Darstellung - die Prothese für die Kodierung wählen. Grundsätzlich träfe das nämlich hier zu, aber ich bin kein Facharzt. Deren Meinung sei hiermit erbeten.


    Gruß B. Sommmerhäuser

    Hallo,

    ich hatte das so verstanden, dass bei Vorliegen zweier Endoprothesen (z.B. Knie und Hüfte) die jeweiligen Prothesen-Spitzen ja mehr oder weniger nahe beisammen liegen. Dazwischen kommt es - besonders wohl bei geringerem Abstand - mitunter zu interprothetischen Frakturen, die dann stabisilsiert werden müssen, z.B. mittels o.g. Rescue Sleeve. Andere Meinungen?


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo und guten Abend,

    Ich habe nicht behauptet, dass der Status epilepticus ausschließlich (!) Symptom einer Epilepsie ist, sondern "bei bestehender Epilepsie [!] ist aber auch der Status epilepticus Ausdruck der Epilepsie".

    oder auch nicht. Man kann ja Läuse und Flöhe haben. Allerdings ist es wahrscheinlich. Da es sich um eine strukturelle Form handelt (s. ursprünglicher Beitrag), könnte man auch auf die Idee kommen, die zugrunde liegende Hirnstrukturveränderung als HD zu wählen. Daher mein rein informatorisch gemeinter Hinweis, dass die Epilepsie letztlich auch nur ein "Symptom" ist. Medizinisch gesehen bezog ich mich - in Ermangelung einer hier fachärztlich neurologischen Einlassung - auf die (zugegeben derzeit in Überarbeitung befindliche) Leitlinie für den Status epilepticus im Erwachsenenalter der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (https://www.dgn.org/leitlinien…ticus-im-erwachsenenalter). Danach wird der Status epilepticus (SE) klinisch u.a. nach seinem Ansprechen auf die antikonvulsive Therapie in epileptischen oder nicht epileptischen SE klassifiziert. Aber sei's drum.


    Viele der Diskutierenden haben genau dieses Thema schon vor Jahren mehrfach hier diskutiert. Geändert hat sich - glaube ich - nichts. Und das ist traurig, weil offenbar keine beteiligte Institution willens ist, bei derartigen Konstellationen klare Regelungen zu formulieren.


    Gruß B. Sommerhäuser

    Guten Abend,

    zunächst hätte ich meinen Beitrag wohl etwas diplomatischer formulieren sollen. Dafür, dass es mir nicht gelungen ist, möchte ich um Nachsehen ersuchen. Zurück zur Sache:

    Man kann einen epileptischen Anfall, ggf. auch mehrere haben, ohne an einer Epilepsie zu leiden.

    Wenn sie dies schon anführen, bedeutet es doch, dass G41 eben KEIN (ausschließliches) Symptom einer Epilepsie ist, sondern eine eigenständig kodierbare Erkrankung.

    Vice versa ist aber bei einer bestehenden Epilepsie der epileptische Anfall Ausdruck der Epilepsie, mithin ihr Symptom.

    S. oben. Es ist also nicht nur das Symptom einer Epilepsie (warum es dann epileptischer Anfall heißt, sei dahin gestellt). Epilepsie beschreibt ja in der ursprünglichen Wort-Bedeutung auch nur ein Symptom (lt. Wikipedia: Angriff, Überfall). Möglicherweise kann man einen Vergleich ziehen zur Angina pectoris, die auch nur ein Symptom darstellt und dennoch oft als HD zu kodieren ist. Aber das ist Spekulation.

    So ist beispielsweise auch die J96.00 auf der Grundlage einer Pneumonie nicht als Hauptdiagnose zu kodieren, obwohl es sich nicht um einen R-Kode handelt.

    Da bin ich anderer Ansicht: M.M.n. kann J96.- selbstverständlich auch Hauptdiagnose bei gleichzeitigem Vorliegen einer Pneumonie sein. Nicht jede Pneumonie geht mit einer respiratorischen Insuffizienz einher...


    Beste Grüße B. Sommerhäuser

    Guten Abend,


    entweder habe ich die Frage falsch verstanden oder Sie haben noch ein Ass im Ärmel, das Sie noch ausspielen werden. M.E. ist die HD ganz klar der Status epilepticus (G41). Keine Ahnung, was bei der Schilderung daran hinterfragenswert wäre...


    Eigene Gedanken für sich zu behalten, wenn man eine Frage genau dazu stellt, mag ich persönlich nicht. Was soll das? Daher: Nennen Sie bitte Ihre Gedanken, die zurückzuhalten Sie sich auferlegt haben.


    Beste Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Breitmeier,


    guter Vorschlag. Warten wir ab, welche Informationen Herr Nagel noch geben kann. Dann kommt man vielleicht auch zu einem einvernehmlichen Ergebnis.


    Beste Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Breitmeier,

    noch kurz vor dem Schlafen-Gehen: Warum wollen Sie unbedingt eine spezielle Kodierrichtlinie bemühen, wenn es offenbar keine passende gibt? Speziell ist eben speziell und ein Geburtshindernis lag nun einmal nicht vor (zumindest nach der Fallbeschreibung, mehr Infos haben wir ja nicht). Ihr weiteres Argument zieht m.E. nicht: Es gelten für die Kodierung die Kodierrichtlinien, nicht mehr und nicht weniger. Verpflichtungen ergeben sich nur daraus. Ihre persönlichen Automatismen passen hier daher nicht. Entbindungspflege ist in meinen Augen ein anderer Themenkreis (Nur um sich nicht hinter Paragrafen zu ducken, ein Auszug: "Wird die Versicherte zur stationären Entbindung in einem Krankenhaus oder in einer anderen stationären Einrichtung aufgenommen, hat sie für sich und das Neugeborene Anspruch auf Unterkunft, Pflege und Verpflegung. Für diese Zeit besteht kein Anspruch auf Krankenhausbehandlung."). Die Versicherte wurde eben nicht zur Entbindung aufgenommen, sondern weil Sie sich schlecht fühlte (s. B-Symptomatik). Ihr Argument ist daher nicht überzeugend. Es fand nach vier Tagen indes eine Entbindung statt. Das ist ein Unterschied. Das einzige Argument, bei dem ich evtl. Ihrer Ansicht folgen würde, ist, ob es sich um eine vorzeitige Entbindung (Frühgeburt) handelt oder nicht. Aber das lässt sich ja nicht ersehen.


    Beste Grüße und ein schönes Wochenende

    B. Sommerhäuser

    Hallo zusammen,

    ich bin anderer Ansicht als Herr Breitmeier. Die von ihm angeführten Kodierempfehlungen passen m.E. nicht auf diesen Fall.


    Kodierempfehlung 147 passt m.E. nicht, da es sich um voneinander unabhängige Probleme handelt. Das Karzinom ist hier kein Geburtshindernis.

    Kodierempfehlung 270 passt m.E. auch nicht, da das Karzinom nicht vorbekannt war und keine primäre Sectio vor Wehenbeginn durchgeführt wurde, Ebenso handelte es sich vermutlich nicht um eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft (hier 37. SSW plus vier Tage). Daher möglicherweise also termingerechte Entbindung nach Einleitung. Das lässt sich aus den Angaben nicht genau erkennen.


    Wie Herr Nagel schrieb, wurde die Hochschwangere wegen der B-Symptomatik aufgenommen und nicht zur Entbindung (musste ja auch eingeleitet werden). Dass eine Schwangere vorstellig wird, weil sie sich nicht gut fühlt (Gewichtsverlust ist sehr untypisch), ist eben nicht immer lakonisch auf Schwangerschafts-Symptomatiken rückführbar. Hier würde ich den C-Kode wählen. HD m.E. daher C18.4. Wollte man konkurrierende Hauptdiagnosen anführen, wäre es m.E. ebenfalls C18.4.


    Beste Grüße

    B. Sommerhäuser