Beiträge von Admin

    Hallo Herr Eddine,

    irgendwie war mir so, als gab es das schon einmal vor langen Jahren. Wahrscheinlich machen Sie nichts falsch, sondern es geht um die Verweildauer < 24 Stunden, aber ich muss da gerade argumentativ passen.


    VG B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Hypki,


    "Vom MDK wurde die Nebendiagnose gestrichen mit dem Hinweis, dass ja ein Harnwegsinfekt vorgelegen habe und damit die Lokalisation ja bezeichnet sei."


    Das bedeutet nach MDK-Sprech also, dass Staphylokokkus epidermidis im Blut sozusagen dasgleiche ist, wie Staphylokokkus epidermidis im Urin? Das ist doch Unsinn. Ich sehe das wie M2.


    Beste Grüße von hier!

    B. Sommerhäuser

    Hallo,


    K43.0 ist m.E. korrekt, sofern klar ist, dass die Hernien-Einklemmung den Darmverschluss verursacht hat. Liegt jedoch zusätzlich zur eingeklemmten Hernie ein Bridenileus an einer weiteren Stelle im Darm vor, würde ich ich K56.5 auch zusätzlich kodieren. Aber das geht aus Ihrer Beschreibung (OP-Bericht?) nicht hervor.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo MM,

    guter Einwand. Anatomisch kommt man möglicherweise weiter. Die beteiligten Bänder und Muskeldeckungen definieren m.E. das (funktionelle) Hüftgelenk. Insofern "interpretiere" ich alle Eingriffe in diesem Bereich als dem Gelenk zugehörig, stimme also Ihrer Option 2. zu. Aber wie immer: Medizin ist keine eindeutige Wissenschaft. Wenn man böswillig den Trochanter ausgrenzen möchte, ist das zulässig, aber funktionell unsinnig. Das mögen die Haarspalter - oder mal endlich der neue Schlichtungsausschuss Bund - klären. Problem regeln - Ruhe ist.

    Leute wie Sie könnten da hilfreich sein.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Gefäßchirurg,


    die DHS dynamische Hüftschraube ist in meinen Augen ein "Rotationsstabiler Schraubenanker mit Gleithülsenplatte". Die (zusätzliche) Abstützplatte wird meist zur (lateralen) Trochanterstabilisierung und/oder Verhinderung einer zu starken Dynamisierung oder Teleskopierung der DHS verwendet. Das kann bei instabilen pertrochantären Frakturen (Inversfrakturen, Trochanterfragmentierung o.ä.) indiziert sein. Ich würde den Kode 5-794.2f zusätzlich angeben, vorausgesetzt es ist auch eine Mehrfragmentfraktur (hier > 2 Fragmente), was aber anzunehmen ist. Also Antwort: Ja. (Bin aber kein Chirurg).


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo,

    was bedeutet also "beim Einsetzen"? Zunächst wohl "intraoperativ".
    - Direkt mit dem Hammerschlag auf die Prothese frakturiert der Knochen? Dann hätte Herrn Breitmeiers Darstellung etwas für sich.
    - Oder der Knochen frakturiert bei der Operation zum Einsetzen der Prothese, dann sind sämtliche Frakturen, die ab "Schnitt" auftreten, gemeint (Fraktur bei, im Sinne von während der Prothesenimplantation). Das träfe für die Ansicht von medman2 zu.


    Nun gibt es in der ICD ja mehrere Stellen, an denen der Wortlaut (an dem sich die Sozialgerichte zu orientieren vorgeben) nicht so recht passt:

    Warum schreibt man z.B. in der Überschrift "nach Einsetzen...", um im Hinweis dann zu erläutern, dass "beim Einsetzen..." gemeint sei?

    Weiteres Beispiel: Warum nennt man das ARDS Atemnotsyndrom des Erwachsenen, um drunterzuschreiben: Inkl. Kinder und Jugendliche?

    Historisch gewachsen, vermutlich... Aber unscharf.


    Indes zurück zum Thema:

    M. E. trifft in obiger Diskussion beides zu und damit spricht in meinen Augen vom Wortlaut nichts dagegen, auch die i.R. der Endoprotheseneinbringung aufgetretene Fraktur mit M96.6 zu kodieren, die auftrat, bevor das Implantat überhaupt den Knochen erreichte. Wenn das DIMDI es nicht anderweitig klarstellt, ist das m.E. zulässig.

    Wenn es ums Geld geht, werden die Worte eben sehr genau auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt. Das ist verständlich (ließe sich aber vermeiden).


    https://www.awmf.org/uploads/t…che-Frakturen_2019-03.pdf


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Horndasch,

    für mich war / ist immer der Unterschied, dass es sich bei der 5-484.6** um die handgenähte (nicht gestaplerte) Anastomosenanlage handelt. Insofern stimme ich zu, dass die Staplervariante (STARR) in die .5 führt (inkludiert). Die Höhenangabe unterhalb der inferioren Plica trifft m.E. für beide zu, sonst wäre es ja keine tiefe Resektion (distales Drittel, es gibt aber ja auch high-, low- und ultra-low-Varianten). Ich nehme an, dass die Unterscheidung wegen der meist delikateren Situation, die eine (aufwändigere) Handnähung nötig macht, getroffen wurde (weil der Stapler eben nicht zum Einsatz kommen kann). Bin aber kein Chirurg.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Attila,

    ich vermute einmal beherzt: Die Coronarvenen wurden einfach vergessen. Und weil sich keiner gerührt hat, ist es auch so geblieben. Was Herr Dr. Nagel schreibt, hat auch etwas für sich. Also konkrete Anfrage an das DIMDI stellen oder nach fast 10 Jahren die Fachgesellschaft bitten, einen Lösungsvorschlag zu erkunden.


    Gruß

    B. Sommerhäuser

    Hallo NuxVomica,

    ich habe Ihr Problem nicht ganz verstanden. Sie möchten nicht entlassene Fälle groupen? Das können Sie doch mit jedem in Ihrem KIS hinterlegten lizensierten Grouper machen (möglicherweise müssen Sie einen Simulationsmodus nutzen).
    Oder wollen Sie nicht entlassene Fälle (also solche, die noch keine DRG-Hauptdiagnose zugewiesen bekommen haben) batchgroupen? Das macht m.E. keinen Sinn. Ich glaube auch nicht, dass es etwas mit dem Hersteller zu tun hat. Vllt. schildern Sie genauer, was Sie vorhaben...


    Schönes WE und Gesundheit

    B. Sommerhäuser