Beiträge von Admin

    Hallo C-3PO,


    dass der MD die Kodierung nicht akzeptieren möchte, bedeutet ja nicht unbedingt, dass sie falsch ist. Klinisch wird eine Omentumplastik als solche bezeichnet, wenn das Omentum rechts-, bzw. linksgestielt abpräpariert wird, um durch seine dann entstandene "Reichweite" als Platzhalter in größeren Defektsituationen (Wundhöhle) zu fungieren. Das kann in Richtung Becken oder Thorax gehen (Netzplombe Bsp. s. u. #1). Bekannter ist der Einsatz in der Hernienchirurgie. Weiterhin sind positive Effekte auf die Wundheilung in der Literatur einschlägig. Dies alles wird üblicherweise in der Klinik als Omentumplastik bezeichnet.


    Damit sind wir beim Matching: Omentumplastik ist unter 5-546.3 "gelistet". Um es genau zu überprüfen, braucht man den vollständigen OP-Bericht. Irritierend finde ich an Ihrer Schilderung nur, dass bei einer (linksseitigen) Descendorektostomie (sic) offenbar ein rechtsgestieltes Omentum verwendet wurde ("über den rechten Mittelbauch"). Aber ich bin ja kein Chirurg. Was war denn die Argumentation des Gutachters für die Kode-Streichung?


    Schönes WE

    B. Sommerhäuser

    Hallo C-3PO,


    meinten Sie dies?


    "Die Durchführung einer Reoperation ist, sofern nicht als eigener Kode angegeben, zusätzlich zu kodieren (5-983)

    5-983 Reoperation

    Hinw.: Dieser Zusatzkode ist anzuwenden bei der Wiedereröffnung des Operationsgebietes zur Behandlung einer Komplikation, zur Durchführung einer Rezidivoperation oder zur Durchführung einer anderen Operation in diesem Operationsgebiet. Sofern im organspezifischen Kapitel ein entsprechender spezifischer Kode vorhanden ist, ist dieser zu verwenden"


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Thiemann,

    wie Sie ja selbst schrieben, haben Sie im klinischen Gesamt-Ergebnis eine mehrzeitige Pneumektomie durchgeführt. Das ist klinisch gesehen zweifellos korrekt. Zu keinem Zeitpunkt haben Sie jedoch kodiertechnisch eine (einzeitige) Pneumektomie durchgeführt. Dabei wäre womöglich auch ein prothetischer Volumenexpander zum Einsatz gekommen. Insofern kann ein kalkulatorischer Unterschied zwischen dem ein- oder zweizeitigen Vorgehen bestehen, was womöglich beabsichtigt ist. Ich bleibe daher bei meiner persönlichen, indes natürlich unmaßgeblichen Meinung, dass die "20 Tage später durchgeführte Rest-Lobektomie des verbliebenen oberen Drittels des Lungenoberlappens mit Erweiterung Gefäßresektion intraperikardial" als genau solche zu kodieren ist und nicht als Pneumektomie. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Ansichten.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Thiemann,


    [...]

    Meine Frage: Ist die Entfernung einer Lungenseite mit den operativen Teilschritten (Lobektomien, Segmentresektion) zu kodieren, wenn diese an unterschiedlichen OP-Tagen stattgefunden haben? [...]

    sie müssen m.E. bei der Kodierung das Datum und die Seitenlokalisation für jede eigenständige Prozedur angeben. So kann der Grouper zwischen mehrzeitigen, mehrseitigen / mehrzeitigen, einseitigen / einzeitigen, mehrseitigen und einzeitigen, einseitigen Eingriffen unterscheiden. Dabei ist das Ergebnis von der Kodierung her gesehen zunächst einmal egal. Dass es überraschend ausfallen mag, haben wir ja schon häufiger erlebt.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Sehr geehrte Wonni,


    ich würde mir noch einmal die genauen Umstände der Aufnahme ansehen. Gegebenenfalls läuft es danach ja weiter auf konkurriende Hauptdiagnosen hinaus, so dass Sie Hinweise auf den Ressourcenverbrauch für jede der beiden als HD in Frage kommenden Diagnosen benötigen (OP-Bericht, Anästhesieprotokoll, etc.). Und am Ende entscheidet der behandelnde Arzt :-)


    Viel Erfolg

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Eddine,

    irgendwie war mir so, als gab es das schon einmal vor langen Jahren. Wahrscheinlich machen Sie nichts falsch, sondern es geht um die Verweildauer < 24 Stunden, aber ich muss da gerade argumentativ passen.


    VG B. Sommerhäuser