Beiträge von Gefäßchirurg

    Guten Tag!

    Auszug aus dem OP-Bericht (2017):

    "Exploration der Situation. Hierbei zeigt sich ein zystischer Tumor im li. Leberlappen relativ weit in der Peripherie.

    Dieser Tumor ist mit einer Bisegmentektomie sicherlich zu entfernen. Setzen einer weichen Aortenklemme, über der die Leber reseziert wird. Die Resektionsfläche wird mit einer fortlaufenden 4 x 0 PDS-Naht versorgt."


    Klinik kodiert 5-502.4 , MDK kodiert 5-501.00


    Anhand des OP-Berichtes neige ich dazu, dem MDK recht zu geben. Alternativ noch 5-501.20 .


    Wie sind die Meinungen im Forum?

    Guten Tag!


    Patientin wird in KH A wegen einer vaginalen Blutung unter Antikoagulation mit Marcumar gynäkologisch aufgenommen. Blutung sistiert unter Vit-K-Gabe. Dann im Verlauf Fieber und Somnolenz. Intubation und Verlegung auf die ITS. Verdachtsdiagnose Meningitis. Bei Kapazitätsengpass Verlegung auf die ITS in KH B. Meningitis wurde ausgeschlossen. Ursache der Somnolenz wurde nicht gefunden.

    KH B hatte als HD die vaginale Blutung gewählt, da dies den Aufenthalt in KH A veranlasst hat. MDK nimmt Somnolenz als HD, da dieser Zustand zur Verlegung und Aufnahme in KH B führte. Letztendlich konnte die Genese der Somnolenz nicht genau geklärt werden.


    Ich würde hier mehr den MDK im Recht sehen. Andere Meinungen?

    Guten Tag!

    Meines Erachtens kann dann keine thorako-abdominelle Prothese kodiert werden. In dem Fall wurde doch wahrscheinlich der verschlossene Tr. Coeliacus ausgenutzt, um eine längere Landungszone zu haben.

    Guten Tag!


    Aber o.g. Zahnarzt bewertet auch die Indikation zur Behandlung auf einer Stroke-Unit. Das hat ja eher keinen sozialmedizinischen Charakter.

    Ich kann ja durchaus damit leben, wenn Gutachten durch fachfremde Ärzte erfolgen. Ich bearbeite als Gefäßchirurg ja auch internistische Fälle. Ich habe aber auch Humanmedizin studiert und durch die jahrelange Tätigkeit in der Klinik auch immer wieder Einblicke in die anderen Fächer. Beides hat ein Zahnarzt nicht!

    Guten Tag!


    In letzter Zeit sehe ich gehäuft MDK-Gutachten, bei denen der Gutachter ein Zahnarzt ist. Es handelt sich um u.a. um Fälle aus der Visceralchirurgie und Neurologie. Bei keinem dieser Fälle besteht ein Zusammenhang mit Erkrankungen aus den zahnärztlichen Bereich.

    Ist das rechtlich gesehen in Ordnung?

    Hallo Dr. Wagner!


    Genau deswegen finde ich die Kombination einer Sepsis mit einem chirurgisch behandelbaren Fokus so schwierig.

    Bei einer Pneumonie mit Sepsis mag es noch einfach sein. Aber z.B. die perforierte Sigmadivertikulitis mit Sepsis? Da wird's schon schwieriger.

    Guten Tag!


    Der Patient hat aufgrund eines verschleppten Glutealabszesses eine schwere nekrotisierende Fasciitis gluteal und am Ober- und Unterschenkel entwickelt. Bereits bei Aufnahme liegt ein schweres septisches Krankheitsbild vor. Sepsiskriterien sind erfüllt. Patient wird auf die ITS aufgenommen, intubiert und nach kurzer Zeit operiert. Es wird eine ausgedehnte Resektion von Haut, Fascie und Muskulatur durchgeführt. Postoperativ dramatische Verschlechterung. Bei einer second-lock-OP rasantes Fortschreiten der nekrotisierenden Fasciitis mit ausgedehnter Nachresektion. Patient verstirbt wenige Stunden später.

    HD Sepsis oder nekrotisierende Faasciitis?