Beiträge von Stephan

    Hallo GeRo,


    bei einer sog. Aufwärtsverlegung, also in ein Krankenhaus mit höherer Versorgungsstufe, übernimmt die Krankenkasse die Transportkosten. Voraussetzung ist, dass die Verlegung medizinisch indiziert ist, das ist nach Ihrer Schilderung der Fall, und dass die Verlegung in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus erfolgt.


    Gruß

    S. Stephan

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    kurz vor Ostern habe ich noch eine Kodierfrage.


    Eine Patientin wird nach Bypass-OP zur weiteren stationären Behandlung in unser Haus verlegt. Postoperativ hatte sich als Komplikation ein Pleuraempyem entwickelt, welches operativ versorgt und anschließend antibiotisch behandelt wurde.


    Die empfohlene Antibiose wurde während des stationären Aufenthaltes bei uns fortgeführt, im CT-Befund 2 Tage nach Aufnahme, heißt es: Noch diskrete gekapselte Pleuraflüssigkeit linksthorakal bei anamnestisch Z.n. Pleuraempyem.

    Kann hier der Pyothorax ohne Fistel, J86.9, als Nebendiagnose verschlüsselt werden, Weiterbehandlung einer Nebendiagnose aus dem Voraufenthalt, die aktuell aber nicht mehr vorliegt? Was wäre ein Alternativ-Kode?


    Vielen Dank für eine Rückmeldung und frohe Ostern.


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo zusammen,


    bzgl, des zeitlichen Anwendungsbereichs der Aufschlagszahlungen gibt es ja verschiedene Auffassungen.

    Vereinfacht dargestellt:

    DKG: kommt nur für Fallkonstellationen in Betracht, bei denen der Eingang der zu prüfenden Rechnung ab dem 01.01.2022 bei der Krankenkasse erfolgt.

    BMG: Anknüpfungspunkt für die Pflicht der Zahlung ist eine ab dem 01.01.2022 eingegangene leistungsrechtliche Entscheidung der Krankenkasse.

    z.B. Herr Mohr: Wurde die MD-Prüfung vor dem 01.01.2022 eingeleitet, kommt die Strafzahlung nicht zur Anwendung.


    Wie verhält es sich jetzt bei einem Wechsel der Prüfquote zum 2. Quartal?

    Wir hatten im 1. Quartal eine max. Prüfquote von 10% mit (möglichen) Aufschlagszahlungen, im 2. Quartal max. 5%, ohne Aufschlagszahlungen.


    Ist der Anknüpfungspunkt jetzt die Rechnungsstellung im 2. Quartal (DKG), die im 2. Quartal eingehende leistungsrechtliche Entscheidung (BMG) oder die Aufnahme des Patienten / der Patientin im 2. Quartal?


    Gibt es hier mittlerweile einheitliche Empfehlungen oder ein abgestimmtes Vorgehen der Kostenträger?


    Danke für Rückmeldungen,


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo Anne,


    im ersten Satz heißt es doch: "mit zum Zeitpunkt der Aufnahme bekanntem Malignom".


    Wenn die Patienten mit pathologischer Fraktur aufgenommen werden und erst in diesem Aufenthalt die Malignom-Diagnose gestellt wird, greift das Urteil des Schlichtungssausschusses nicht. HD ist dann die Diagnose mit dem meisten Ressourcenaufwand.


    Ihre 2. Konstellation: Patient war zur Tumortherapie in einer anderen Abteilung und erleidet dort eine Fraktur: hier kann nach allg. Haupt- und Nebendiagnosendefinition die Fraktur doch nicht die HD sein. Auch hier greift der Beschluss des Ausschusses nicht, oder verstehe ich hier etwas nicht?

    Gruß

    S. Stephan

    Hallo Papiertiger_2,

    wenn Sie im 2. Quartal 2022 eine MD-Prüfquote von 5 % haben, also im 4. Quartal 2021 eine MD-Erfolgsquote >60% hatten, dann berechnet sich die Anzahl der Prüfanzeigen, die jede einzelne Kasse im gesamten 2. Quartal 2022 einleiten kann aus der Anzahl der Schlussrechnungen Quartal 4 2021 mal 5%, oder habe ich hier etwas nicht richtig verstanden?


    Die Krankenkassen haben 4 Monate nach Rechnungstellung Zeit, eine MD-Prüfung einzuleiten. Auf den Zeitpunkt der Entlassung kommt es da nicht an.

    Ihre Bemerkung mit dem Missbrauch, dem hier Tür und Tor geöffnet wurde, kann ich so nicht nachvollziehen. Vielleicht können Sie das noch einmal erläutern?


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo Rapunzel,

    natürlich ist auch hier immer der Einzelfall zu betrachten, ich habe z.B. in Telefonaten mit dem Kostenträger des Öfteren eine Einigung bzw. Klärung herbeiführen können.


    Meistens hält sich jedoch meine Solidarität mit Patienten, die genau wissen, dass ihre Krankenkasse wegen nicht gezahlter Beiträge ausschließlich Notfallbehandlungen bezahlt und die dennoch Krankenhausleistungen aufgrund anderer Beschwerden in Anspruch nehmen, ohne diese Problematik vorher mitzuteilen, in Grenzen.


    Gruß

    S. Stephan

    Guten Morgen,

    bei uns übermitteln die Krankenkassen häufig die Information per DTA, aber: die Aufnahmeanzeige wird nicht immer sehr zeitnah übermittelt (drei Arbeitstage nach Aufnahme), dann muss diese von den Kostenträgern bearbeitet und uns zurückgeschickt werden, auf Seite des Krankenhauses muss dann schnell reagiert werden: bei einer mittleren Verweildauer von weniger als 5 Tagen ist die Leistung dann oft schon erbracht.

    Gruß

    S. Stephan

    Hallo zusammen,

    bei uns kommt diese Situation gelegentlich vor, z.B. bei geplanter OP am Aufnahmetag, bei überregionalem Einzugsgebiet hat der Patient eine weite Anreise und kann nicht morgens früh rechtzeitig nüchtern vor Ort sein, oder selten bei AOP-Eingriffen und alleinstehenden Patienten.

    Die juristischen Bedenken sind mir nicht bekannt, die Höhe der Übernachtungspauschale kann mit den Patienten vereinbart werden, quasi als Selbstzahlerleistung.


    Gruß,

    S. Stephan