Beiträge von Stephan

    Hallo rokka,

    die Organkomplikation ist mir zwar nicht klar geworden, aber bei pos. BK benötigen Sie zwei SIRS-Kriterien: Tachykardie ja, Leukozytose /-penie nein, Tachypnoe? Fieber?

    Wenn die beiden letztgenannten auch nicht vorliegen, kann die Diagnose Sepsis m.E. auch nicht gestellt werden.


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo,


    § 275 c Abs. 2 SGB V:


    (2) Im Jahr 2020 darf eine Krankenkasse bis zu 5 Prozent der bei ihr je Quartal eingegangenen Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung eines Krankenhauses nach Absatz 1 durch den Medizinischen Dienst prüfen lassen (quartalsbezogene Prüfquote); im Jahr 2021 gilt eine quartalsbezogene Prüfquote von bis zu 12,5 Prozent. Maßgeblich für die Zuordnung zu einem Quartal ist das Datum des Eingangs der Schlussrechnung bei der Krankenkasse. Ab dem Jahr 2022 gilt für eine Krankenkasse bei der Prüfung von Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung durch den Medizinischen Dienst eine quartalsbezogene Prüfquote je Krankenhaus in Abhängigkeit von dem Anteil unbeanstandeter Abrechnungen je Krankenhaus nach Absatz 4 Satz 3 Nummer 2. Die quartalsbezogene Prüfquote nach Satz 3 wird vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen für jedes Quartal auf der Grundlage der Prüfergebnisse des vorvergangenen Quartals ermittelt und beträgt:


    1. bis zu 5 Prozent für ein Krankenhaus, wenn der Anteil unbeanstandeter Abrechnungen an allen durch den Medizinischen Dienst geprüften Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung bei 60 Prozent oder mehr liegt,
    2. bis zu 10 Prozent für ein Krankenhaus, wenn der Anteil unbeanstandeter Abrechnungen an allen durch den Medizinischen Dienst geprüften Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung zwischen 40 Prozent und unterhalb von 60 Prozent liegt,
    3. bis zu 15 Prozent für ein Krankenhaus, wenn der Anteil unbeanstandeter Abrechnungen an allen durch den Medizinischen Dienst geprüften Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung unterhalb von 40 Prozent liegt.


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo PsychiatrieKodierer,

    im § 115a SGB V ist in Bezug auf die vorstationäre Behandlung nur von vollstationärer, nicht von tagesklinischer (=teilstationärer?) Behandlung die Rede.

    Wenn ein Patient zu stationären Behandlung eingewiesen wird und Sie im Rahmen der vorstationären Diagnostik eine vollstationäre Behandlung als nicht indiziert sehen und den Patienten dann teilstationär behandeln, kann die vorstationäre Pauschale zusätzlich abgerechnet werden.

    Erfolgt die Einweisung direkt zur teilstationären (tagesklinischen) Behandlung, ist die m.E. nicht möglich.

    Gruß

    S. Stephan

    Hallo,

    ich sehe das wie Herr Blaschke.

    Bei der COPD handelt es sich zwar um eine chronische Erkrankung, das forcierte exspiratorische 1-Sekunden-Volumen kann sich aber durchaus ändern.

    Gruß,

    S. Stephan

    Hallo RoKu,


    diese Konstellation hatte wir auch schon und ich denke: ja, das geht.

    Wenn die Fristen nicht überschritten sind, kann der Kostenträger 5% der Fälle mit Schlussrechnung aus dem 4. Quartal 2020 durch den MD prüfen lassen.


    Gruß und frohe Pfingstfeiertage,

    S. Stephan

    Hallo,


    in der Ergänzungsvereinbarung zur Übergangsvereinbarung haben sich die DKG und der GKV-SV auf entsprechende Anpassungen der PfüfvV geeinigt, diese ist zum 01.04.2020 in Kraft getreten.

    Hier heißt es:

    2. Stornierung von Prüfungen durch die Krankenkasse

    Durch das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz vom 27.03.2020 wird die quartalsbezogene Prüfquote im Jahr 2020 gemäß § 275c Abs. 2 Satz 1 SGB V von 12,5 Prozent auf 5 Prozent reduziert. Da ausweislich der Gesetzesbegründung zum COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz die reduzierte Prüfquote bereits für das erste Quartal 2020 gilt, sieht die Ergänzungsvereinbarung die Realisierung der nachträglichen Reduzierung der Prüfquote für das erste Quartal 2020 durch die Krankenkassen bis spätestens zum 31.05.2020 gegenüber den Krankenhäusern vor (Artikel 4 der Ergänzungsvereinbarung). Die Auswahl der zu stornierenden Fälle obliegt dabei weder dem Krankenhaus noch dem MDK, sondern allein der Krankenkasse als „Herrin des Prüfverfahrens“.

    Die Vereinbarungspartner stimmen darin überein zu empfehlen, dass unter Berücksichtigung der bereits entstandenen Aufwände vorrangig diejenigen Prüfverfahren von den Krankenkassen storniert werden sollten, in denen nicht schon eine Vor-Ort-Prüfung stattgefunden hat oder im Rahmen einer Prüfung nach Aktenlage bereits Unterlagen durch das Krankenhaus an den MDK übermittelt wurden.

    3. Keine Aufwandspauschale bei Stornierung von Prüfverfahren

    Zwischen den Vereinbarungspartnern besteht Einigkeit, dass bei der nachträglichen Reduzierung der Prüfquote aufgrund des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes § 275c Abs. 1 Satz 2 SGB V auf stornierte Prüfverfahren keine Anwendung findet. Für diese Prüfverfahren fallen somit keine Aufwandspauschalen an. Die stornierte Prüfung ist zu behandeln, als ob sie nicht eingeleitet wurde.



    Bei denen von Ihnen mitgeteilten Daten, Rechnung 2020 erstellt, Prüfanzeige im März und jetzt im Mai wird der Prüfauftrag zurückgezogen, handelt es sich vermutlich um die Umsetzung dieser Vereinbarung. Ich würde mal mit der Kasse reden.


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo,


    wird die Mindestverweildauer von 24 Stunden nicht erreicht, sind die Leistungen mit der DRG der Mutter abgegolten, dies gilt auch bei Beatmungen. Ziel war hier, wenn ich mich recht erinnere, einen finanziellen Anreiz für eine möglichst frühe Verlegung zu schaffen.


    Gruß

    S. Stephan

    Hallo Cyre,

    einfach mal "googlen", dann finden Sie mehrere kurze Zusammenfassungen.


    Die Studie hat zwar gezeigt, dass sich bei Pat. mit kryptogenem Schlaganfall / TIA mit Hilfe des Ereignisrekorders häufiger intermittierende Episoden von Vorhofflimmern erkennen lassen als ohne den Rekorder, ob die Patienten aber in Bezug auf harte Endpunkte, Überleben, Re-Apoplex etc. davon profitieren, wurde hier nicht untersucht.

    Es gibt eine neue S1-AWMF-Leitline für Diagnostik und Therapie der Synkopen in der Neurologie, hier wird der Einsatz von ILR an mehreren Stellen empfohlen, der Evidenzgrad ist aber gering.


    Gruß

    S. Stephan