Beiträge von D. D. Selter

    Hier mal eine Zusammenfassung:

    Hallo,


    hier dann die gegenteilige Auffassung des SG Fulda:

    Aktuell und entspricht genau dem, was ich oben schon anmerkte.

    Sozialgericht Fulda, S 4 KR 200/16 vom 12.02.2019

    Hallo,


    ich erinnere mal dran, dass es Urteile gibt, die das relativieren, z. B. Aufnahme zur TEP, dann Colon-CA festgestellt, keine TEP, aber Colon-CA-Behandlung. HD = Colon-CA. Warum im vorliegenden Fall dann die HD die Prellung bleiben soll, erschließt sich mir nicht, auch nicht im Sinne der DKR. Es geht um HAUPTSÄCHLICHE Veranlassung des AUFENTHALTES, nicht um 1. Aufnahmediagnose. Der Aufenthalt wurde hauptsächlich durch das Aneurysma veranlasst, nicht die Prellung. Die HD wird bekanntermaßen am Ende des stationären Aufenthaltes, nach Analyse aller Befunde/Informationen festgelegt, nicht am Anfang.


    Zudem ist bei BG-Fällen zu unterscheiden, ob der Fall zu Lasten dieser eingeleitet wurde, sich aber die HD dann ändert. Hierzu gibt es Absprachen zw. den Kassen und Unfallversicherungen, wie der Ausgleich zu erfolgen hat. Diesbezüglich muss die Klinik nichts tun, dass läuft von alleine im Hintergrund:

    Ausgleich = (DRG-Betrag Rechnung) - (DRG Betrag der simulierten DRG ohne unfallbedingte Diagnosen/Prozeduren).

    Hallo,


    was auch immer ein einzelner oder mehrere MDK-Mitarbeiter da meinen...


    Nicht umsonst unterscheidet die ICD die vorliegenden Diagnosen mit 2 eigenen Kodes, womit das Eine kaum im Anderen inkludiert ist. Die ND-Kodierung wird über die DKR geregelt. Haben sie einen Aufwand bezüglich beider Diagnosen, kodieren sie diese nach DKR D003. Eine Wunddehiszenz kann ohne Infekt, ein Infekt ohne Dehiszenz auftreten. Dass eine Wunddehiszenz ein Symptom einer Infektion sein soll ist Quatsch, und wenn es eine Folge ist, ist dies ohne Belang für die Kodierung im Sinne einer Exklusion.

    Hallo,


    in diesem Fall hier eigentlich ganz einfach:


    HD: Pseudarthrose

    OPS: 5-787 und 5-786

    Der Kode steht ja nicht alleine, der ME-Kode ist ja da.


    Schwierig sind Situationen, wo gar nix anderes dabei ist. Anhand des Beispiels einer Pseudarthrose am Os Pubis sei dies

    dargestellt.

    Bei einer geschlossenen Schraubenosteosynthese ohne weitere Maßnahmen kann 5-790.0d nicht angegeben werden, da das Exkl. Pseudarthrosenbehandlung unter 5-79 aufgeführt ist und u. a. auf 5.786 verweist. 5-786.0 kann aber dann nicht (alleine) angegeben werden, da es sich definitionsgemäß um einen Zusatzkode handelt. Da aber keine andere Maßnahme durchgeführt wurde, kann kein zusätzlicher führender Kode zugeordnet werden. Somit kann dies nicht sinnvoll kodiert werden, bzw. nur mit unspezifischen Kodes.


    Deswegen habe ich im Vorschlagsverfahren OPS 2020 anhand dieses Beispiels die Öffnung des Kodes 5-786 zur Primärkodierung beantragt (Kennzeichen Zusatzkode raus), alternativ die Öffnung von 5-79 auch bei Pseudarthrosen (das hat aber so seine Tücken). Wir werden also sehen, ob sich das für 2020 dann klärt.