Beiträge von D. D. Selter
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Hallo,
es gab in der Vergangenheit schon Anpassungen im OPS für die Möglichkeit der Kodierung von Resektion/Exzision/... ohne krankhaftem Zustand von Gewebe. Dies aus dem Grund, weil die Definition der Kodes "erkranktes" Gewebe beinhaltet. Nur wenn "erkranktes" in Klammer stehen würde, wäre es auch bei "nicht-erkranktem" Gewebe anzugeben.
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Hallo,
es gibt keine Einschränkung bezgl. Zugängen 1 oder mehr oder Umlagern. Bei Versorgung in den gleichen Segmenten ist es -.4-.
Alles andere ist einfach falsch.
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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) plant, das bisher jährliche Vorschlagsverfahren für die ICD-10-GM (Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, German Modification) auf einen dreijährigen Zyklus umzustellen. Hintergrund ist die sinkende Anzahl an eingehenden Vorschlägen und die damit verbundene gesunkene Anzahl an Änderungen der ICD-10-GM pro Jahr.
Siehe
ICD-10-GM: Umstellung des Vorschlagsverfahrens auf dreijährigen Turnus
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Entscheidung S20240003 Kodierung einer Bakteriämie: Wie wird eine vorliegende Infektion (z.B. Erysipel) mit Bakteriämie verschlüsselt?:
Bei Vorliegen einer Bakteriämie in Zusammenhang mit einer spezifischen Infektion (z. B. einem Harnwegsinfekt) wird nur die zugrunde liegende Infektion verschlüsselt. Eine isolierte Bakteriämie ohne Infektfokus ist mit einem Kode aus A49.- Bakterielle Infektion nicht näher bezeichneter Lokalisation zu kodieren.
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OPS 2025 veröffentlicht
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Jede einzelne Leistung, für die ein spezifischer OPS-Kode existiert, ist separat zu kodieren, ggf. auch mehrfach derselbe Kode.
Hallo,
Rolf, ich weiß, dass Du es weißt (hast es ja oben auch in einem anderen Post inhaltlich dargestellt), aber hier zur Verhinderung eines Missverständnisses, die Erwähnung, dass nicht jede einzelne Leistung mit OPS-Zuordnung separat/mehrfach zu kodieren ist. Die Hinweise unter 5-79 stellen es so dar:
Eine Schraubenosteosynthese ist eine Osteosynthese, die nur mit einer oder mehreren Schrauben, ggf. mit zusätzlicher Unterlegscheibe, erfolgt
3 Schrauben in den Schenkelhals= nur 1 x OPS Schraubenosteosynthese
Eine Osteosynthese mittels (intramedullärem) Draht oder Zuggurtung/Cerclage ist eine Osteosynthese, die nur mit einem/einer oder mehreren (intramedullären) Drähten oder Zuggurtungen/Cerclagen, ggf. mit zusätzlicher Aufhängeschraube, erfolgt
3 Drähte in den Radius = nur 1 x OPS Drahtosteosynthese
Eine Plattenosteosynthese ist eine Osteosynthese, die mit einer Platte und den Schrauben, die zur Fixierung der Platte benötigt werden, erfolgt
2 Platten prox. Tibia mit Schrauben: 2 x OPS für Platte
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ganz einfach gesagt müsste auch der R-Kode die Nebendiagnosen-Definition (im vorliegenden Beispiel geht es ja wenn überhaupt um eine Nebendiagnose) erfüllen und einen eigenständigen Ressourcenverbrauch darstellen. I
Hallo,
nur noch zur Ergänzung. Es bedarf keines "eigenständigen" Ressourcenaufwandes, dass gibt die DKR D003 vor:
Bei Patienten, bei denen einer dieser erbrachten Faktoren auf mehrere Diagnosen (entweder Hauptdiagnose und Nebendiagnose(n) oder mehrere Nebendiagnosen) ausgerichtet ist, können alle betroffenen Diagnosen kodiert werden. Somit ist es unerheblich, ob die therapeutische(n)/diagnostische(n) Maßnahme(n) bzw. der erhöhte Betreuungs-, Pflege- und/oder Überwachungsaufwand auch in Bezug auf die Hauptdiagnose geboten waren.
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Hallo,
zu 1. Sind beide Codes zu verwenden obwohl nur ein Fixateur angelegt wurde?
Nein, keine doppelte/einzelne Kodierung Luxation/Fraktur.
Zu 2. Wäre in diesem Fall zunächst nur die 5-79a.6k zu verwenden, da die Anlage des Fixateurs ja zunächst nur zur Stabilisierung des Gelenkes dienst und die eigentliche Frakturversorgung (Entfernung Fix. extern, Repo. mit Platte/Schraube) nach Abschwellung erfolgt?
Nein. Ich gehe mal von dem Fall aus, dass die Repo mittels Fix.ex. nicht spurlos an der Fraktur vorbeigegangen ist. Ansonsten wäre die Frage nach Angabe beider Kodes ja von vorne herein nicht zu stellen gewesen. Es ist dann nur 5-790 anzugeben. Dies ist im OPS unter 5-79a geklärt: Exkl.: Reposition einer Luxationsfraktur (5-790 ff.)
Dass zur weiteren/abschließenden Versorgung dann noch ein Materialwechsel erfolgt, ist ja in den meisten Fällen so und dann auch entsprechend zu kodieren.