Beiträge von D. D. Selter

    In den Fällen B 1 KR 13/18 R und B 1 KR 11/19 wird geklärt, inwieweit die Beatmung von Säuglingen mit HFNC bei der Zählung von Beatmungsstunden nach den DKR 2009 bzw. 2017 zu berücksichtigen ist. Während das LSG Bayern pro KH entschieden hat, unterlag ein KH aus RLP vor dem dortigen LSG.

    Hallo,


    hier ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie ein seit länger bestehender Streitpunkt einfach nicht zur Klärung gebracht wird. Weder also in den DKR, noch über den Schlichtungsausschuss. Jede Partei kann also sagen, es gibt schon ein (bzw. mehrere) Urteil(e) dazu, daher kann auch jeder seine Vorstellung dazu behalten. Man darf dann also den nächsten Prozess führen...


    Im Zuge des MDK-Reformgesetzes bin ich sehr gespannt, wie schnell dann die Klärung bei den bekannten Baustellen erfolgen wird.

    Doch, es trifft zu. Es gibt keine arthroskopische Arthrodese, also auch keine Unterscheidung. In der DKR steht:

    Die Art des Eingriffes (laparoskopisch, arthroskopisch oder endoskopisch) ist im OPS in der Regel bei den Prozeduren durch eine Differenzierung auf der 5. oder 6. Stelle ausgewiesen."


    Hier ist es nicht die Regel. Der Eingriff kann nicht über die Kodes für athroskopische Operationen kodiert werden. Dies hatten wir in der Vergangenheit auch bei den arthroskopischen Spongiosatransplantationen, bis wir einen Kode dafür eingeführt haben.


    Diesbezüglich dann mal das DIMDI fragen. Vielleicht bekommen Sie ja die gleiche Aussage von da.

    Hallo,


    schauen sie mal in die DKR:

    P006a Laparoskopische/arthroskopische/endoskopische Prozeduren

    Die Art des Eingriffes (laparoskopisch, arthroskopisch oder endoskopisch) ist im OPS in der Regel bei den Prozeduren durch eine Differenzierung auf der 5. oder 6. Stelle ausgewiesen.

    (...) Sollte diese Unterscheidung fehlen, was auch durch Weiterentwicklung von Operationstechniken möglich ist, so ist die Prozedur zu verschlüsseln und für die Art des Eingriffes (Zugangs) ist der entsprechende Zusatzkode anzugeben.

    Guten Morgen,


    neue Empfehlungen.


    Hier dann mal Nr. 600 mit dem auch angehängten aktuellen Urteil vergleichen. Da passt was nicht...


    https://www.mdk.de/fileadmin/M…_SEG4_KodEmpf_001-603.pdf

    600: Diabetes, Hypoglykämie, Akutes Nierenversagen, Nephropathie, Komplikation,

    Manifestation

    Hauptdiagnose: E10.61† Diabetes mellitus, Typ , mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen, als entgleist bezeichnet


    https://sozialgerichtsbarkeit.….php?modul=esgb&id=207264

    Az. L 11 KR 1649/17: Bei Vorliegen von Hypoglykämie und diabetischer Nephropatie kann als Hauptdiagnose ein entgleister Diabetes mit multiplen Komplikationen (hier: E10.73) kodiert werden

    Hallo,


    es ist kein Wechsel und daher als solcher auch nicht zu kodieren. Mit der 5-821.0 liegen sie richtig, ggf. 5-829.1 und/oder 5-829.h. Allerdings wäre sogar noch 5-829.n hinzuzufügen, obwohl es dafür nie gedacht war. Aber das dort dargestellte Exkl. betrifft nur den einzeitigen Wechsel, was eben nicht der Fall war. Implantiert wurde ja nach vorherigem Ausbau.... Ich würde es eher nicht hinzufügen, ist aber nicht ausgeschlossen.

    Dass man eine TEP aus- und einbaut, dürfte aber auch nicht die Regel sein.