Beiträge von ck-pku

    Guten Tag,


    hier finden Sie eine Stellungnahme der DGSP e.V. zu dem Beschlussentwurf über eine Erstfassung der Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie vom 10. Juli 2019.


    Bemängelt wird seitens der DGSP (völlig zu Recht), dass "die Möglichkeit der Stellungnahme der DGSP e.V. zu dem Beschlussentwurf (...) erst nach einem Widerspruchsverfahren unserem Verband gestattet" wurde. "Wir erhielten mit Schreiben vom 20.06.2019 von dem Beschlussentwurf Kenntnis. Der Zeitrahmen zur Erarbeitung einer differenzierten an den einzelnen Paragraphen orientierten Stellungnahme war somit äußerst begrenzt (...)."


    Die DGSP kommt zu dem Schluss, dass der G-BA den Anspruch, ein Personalbemessungssystem zu entwickeln, dass den zukünftigen Anforderungen der klinisch psychiatrischen Versorgung gerecht wird, nicht erfüllt.


    "Es hinterlässt durch breiten Dissens bei den einzelnen Regelungen den Eindruck, dass hier nicht die Belange der psychisch erkrankten und behandlungsbedürftigen Menschen im Vordergrund stehen, sondern ökonomische Partialinteressen."


    Also (seitens des G-BA) alles wie erwartet... X(:thumbdown:;(


    MfG,


    ck-pku

    Hallo underwood,


    zu Ihrer Frage möchte ich Ihnen meine folgenden Überlegungen mitteilen:

    • Die Psych-PV-Bestimmungen sind unabhängig vom OPS zu betrachten.
    • Im OPS werden die Mindestmerkmale der psychotherapeutischen Komplexbehandlung im Kode 9-626 abschließend beschrieben. Eine Einstufung in die Psych-PV-Behandlungsart 5 (Psychotherapie) wird nicht gefordert.
    • Unabhängig vom OPS muss gemäß Psych-PV-Eingruppierungsempfehlungen geprüft werden, ob ein Patient in die Psych-PV-Behandlungsart 5 (Psychotherapie) eingestuft werden muss. Die Psych-PV-Eingruppierung muss dann mittes Pseudo-OPS-Kode 9-980.x, 9-981.x, 9-982.x oder 9-983.x abgebildet werden.
    • Sowohl der OPS-Kode 9-626 als auch die o.g. Pseudo-OPS-Kodes haben (derzeit) keine Entgeltrelevanz (s. PEPP-Definitionshandbuch).
    • Wohl aber ergibt sich durch eine veränderte Psych-PV-Einstufung ein anderer Personalbedarf. Diese können Sie den §§ 5 und 9 der Psych-PV bzw. ihrer Zusammenstellung der Zeitwerte in Minuten entnehmen.
    • Die Einstufung in A5 muss nicht mit den Krankenkassen verhandelt werden, sondern es ist gemäß der Psych-PV-Eingruppierungsempfehlungen einzustufen.
    • Die Frage, ob eine Psych-PV-Einstufung "vorteilhaft" ist oder nicht darf der reinen Lehre nach gar nicht gestellt werden. Es ist anhand der Patientenmerkmale gemäß Psych-PV-Eingruppierungsempfehlungen einzustufen. Diese Einstufungen unterliegen auch dem Regime der MDK-Prüfungen.

    Ich hoffe, dies hilft zunächst ein wenig weiter.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass der G-BA das gesetzlich vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren zum Entwurf der „Richtlinie über die Ausstattung der stationären Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik mit dem für die Behandlung erforderlichen therapeutischen Personal gemäß § 136a Absatz 2 SGB V“ (PPP-RL) eingeleitet hat (s. Pressemitteilung).


    Dies hat die GKV sogleich für eine (m.E. unverantwortliche) Stellungnahme genutzt, die von Fachverbänden (m.E. sehr berechtigt) kritisiert wird (siehe hierund hier).


    Der G-BA plant die zügige Weiterberatung der Richtlinie mit dem Ziel, die fristgerechte Beschlussfassung zum 30. September 2019 zu erreichen.


    Ich bitte um Kenntnisnahme.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    hier finden Sie den "Gemeinsamen Bericht zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gemäß § 17d Absatz 4 Satz 8 KHG des GKV-Spitzenverbandes,des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. und der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V. vom 28.06.2019".


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    diese beschriebenen Probleme haben sich schon im Gesetzgebungsprozess abgezeichnet, da sich die GKV ganz frühzeitig gegen diese Behandlungsform gestellt hat. Ich habe diese Entwicklung in einem Artikel "Stationsäquivalente Behandlung (StäB) - Ein Start mit Hindernissen?" der Zeitschrift KU Gesundheitsmanagement (Ausgabe 1/2018) beschrieben, den Sie auch hier finden.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    es kommt gar nicht so sehr darauf an, wie wir etwas sehen, sondern vielmehr geht es (pragmatisch betrachtet) um die Frage, ob Ihr Landesvertrag über Krankenhausbehandlung nach § 112 SGB V etwas dazu regelt.


    Im niedersächsischen Landesvertrag heißt es in § 3 Abs. 7dazu: "Eine Verlegung liegt nicht vor, wenn der Patient während des stationären Aufenthaltes zur Mitbehandlung in ein anderes Krankenhaus gebracht wird und er an demselben Tag wieder in ersteres zurückkehrt."

    In dem Fall würde also eine Verbringung vorliegen.


    Medcontroller hat hier mal eine Aufstellung hinterlegt (die §§ stimmen aber nicht immer -> s. Niedersachsen): https://www.medcontroller.de/k…prufung/praxis/verlegung/



    MfG,


    ck-pku

    Hallo NV,


    bei uns wird seit dem 01.07.2013 durch den Nachtrag vom 01.08.2012 zur 11. Fortschreibung der Vereinbarung nach § 301 Abs. 3 SGB V im KIS der Start und das Ende einer Abwesenheit (Beurlaubung/Belastungserprobung/Entweichung) erfasst. Diese Daten werden auch gemeldet. Ein 'Tag ohne Berechnung' wird aber erst ab dem ersten Tag der vollständigen Abwesenheit generiert (so auch der Hinweis auf S. 229). Dies korrespondiert dann auch mit § 1 Abs. 4 PEPPV 2019.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    ich könnte mir höchstens vorstellen, dass es Ihr Haus im Rahmen der Budgetverhandlung versäumt haben könnte, das Vorliegen der OPS-Strukturqualitäts-Voraussetzungen des Kodes 9-642 via "Checklisten zur Dokumentation von Strukturvoraussetzungen von OPS-Komplexbehandlungskodes" für das entsprechende Budgetjahr zu dokumentieren. Diese sind z.B. auf der Homepage der BWKG zu finden.


    In einem solchenFall verweigern (zwar zu unrecht, aber trotzdem) die Kassen die "Abrechnung" des Kodes.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo Herr Schaffert,


    natürlich müssen die Vorwürfe erst einmal geprüft und beurteilt werden, allerdings: Dass von den ursprünglich geplanten 120 zu befragenden Kliniken nur noch angeblich 93 Kliniken befragt wurden und nun der Verdacht besteht, dass tatsächlich (aufgrund von Zeitnot/Termindruck) weniger Kliniken real (zur Personalausstattung und zum Tätigkeitsumfang) befragt wurden und diese Daten dann auf die Anzahl von 93 dupliziert wurden, finde ich (aufgrund der Tragweite des Themas) schon erheblich! Die Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH ist ja auch nicht die Zeitung mit den 4 Buchstaben...


    Man darf sicher gespannt der Prüfung des Vorgangs folgen.


    MfG,


    ck-pku