Beiträge von ck-pku

    Hallo Huibu,


    der DTA mit der PKV erfolgt ja auch (freiwillig) elektronisch gemäß der entsprechenden Rahmenvereinbarung. Nur sieht diese (anders als der §301-DTA) kein Nachrichtensegment à la MBEG "Medizinische Begründung" vor. Daher müssen (ggfs. auf Anfrage der PKV) Verlängerungsanzeigen (Segment PVER) auch händisch (durch Ausdruck auf dem herkömmlichen Postweg versendet) begründet werden.


    So ist es jedenfalls bei uns.



    MfG,


    ck-pku

    Hallo NV,


    ohne hier eine Riesen-Diskussion lostreten zu wollen, möchte ich aber darauf hinweisen, dass der Autor des Büchleins die WHO selbst ist!


    Das Werk ist an Ärzte gerichtet, eine korrekte Diagnose psychischer Störungen i.S.d. ICD-10 überhaupt stellen zu können! Daher hat es Relevanz! Nicht ein Kodierer entscheidet über die Kodierung von Diagnosen, sondern immer noch der Arzt (s.a. PD001a der DKR-Psych 2020). Und dieser muss (in der Theorie) die o.g. diagnostischen Kriterien sehr wohl beachten!


    Allen ein schönes Wochenende.



    MfG,


    ck-pku

    Hallo codierfee,


    gestatten Sie mir eine Anmerkung: Wenn man sich isoliert die Frage stellt, wie man z.B. einen Dermatozoenwahn verschlüsselt, geht man ja genauso vor, wie Sie es beschreiben: Alphabetisches ICD-Verzeichnis 2020 geschnappt et voilà das Ergebnis: F06.0.


    Nur:

    Hier ist eigentlich eine genauere Prüfung der sog. "diagnostischen Kriterien" zum einen der dreistelligen Hauptgruppe F06 und des vierstelligen Kodes F06.0 durchzuführen. Diese werden sehr gut z.B. hier dargestellt.

    Für die gesicherte Diagnosestellung sind insgesamt 6 diagnostische Kriterien zu erfüllen.


    Diese sollten auch geprüft und dokumentiert werden, damit der Fall einer späteren MDK-Prüfung standhält...



    MfG,


    ck-pku

    Hallo Herr Schmitt,


    vielen Dank für Ihre (wie immer) hilfreichen Ergänzungen zum Thema. Und bezüglich des Anspruchs an ein KIS habe ich ja auch ganz bewusst von "sollte" gesprochen... ;) Hier muss man die verschiedenen Anbieter, die dies nicht gewährleisten, stetig treiben!


    Allen ein schönes Pfingstwochenende.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo NV,


    Ihre Fragen werden, denke ich, mit der Anlage 2 der AEB-Psych-Vereinbarung 2020, den Fußnoten, beantwortet.


    Darüber hinaus empfiehlt sich natürlich ein Besuch einer Veranstaltung z.B. der Landeskrankenhausgesellschaften oder des DKI, in denen die korrekte Befüllung an Beispielen erläutert wird. Zudem hilfreich ist auch der Einsatz von AEB-Psych-Programmen, die Jahr für Jahr z.B. von der NKG (allerdings kostenpflichtig) zur Verfügung gestellt werden. Und nicht zuletzt sollte Ihr KIS oder Spezialprogramme wie z.B. ID EFIX in der Lage sein, die AEB-Formulare gemäß der Anlage 2 der AEB-Psych-Vereinbarung 2020 korrekt aufzubereiten.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo NV,


    wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, gebietet es allein schon die Logik, dass Sie natürlich auch Überlieger ab dem 01.01.2020 gemäß PPP-RL einstufen müssen, denn ansonsten fehlt Ihnen ja zukünftig das Personal für diese Patientengruppe! Und im Übrigen spricht § 3 der PPP-RL nicht von Patienten erst ab einem bestimmten Aufnahmedatum.


    Damit gilt der 01.01.2020 (gleichzeitig das Inkrafttreten der PPP-RL, nachdem diese mit Schreiben des BMG vom 20.12.2019 nicht [bzw. mit einer Auflage verbunden] beanstandet wurde) als erster Einstufungszeitpunkt aller um 14:00 Uhr anwesenden Patienten.


    MfG


    ck-pku

    Guten Morgen,


    wichtig ist, nachdem nun endlich die DIMDI-Klarstellung vom 23.12.2019 zu meiner o.g. Anfrage vorliegt, sich immer zu vergegenwärtigen, dass der Personalbedarf gemäß PPP-RL ab 01.01.20200 auch für Überlieger ermittelt werden muss, denn ansonsten feht Ihnen ja zukünftig das Personal für diese Patientengruppe aufgrund der fehlenden Einstufung. Daher nutzen die Psych-PV-Kodes ab 01.01.2020 praktisch gesehen niemanden mehr.


    MfG


    ck-pku

    Hallo NV,


    die PPP-RL will den Mindestpersonalbedarf nach existenten Aufwand ermitteln. So gilt für die Stichtage:

    „Die behandelten Patientinnen und Patienten werden 14-tägig in die Behandlungsbereiche unter Berücksichtigung der Eingruppierungsempfehlungen eingestuft. Die Einstufung erfolgt über Stichtagserhebungen, die jeweils stationsbezogen an jedem Mittwoch einer ungeraden Kalenderwoche des Jahres durchzuführen sind. Dabei sind die um 14.00 Uhr anwesenden Patientinnen und Patienten zugrunde zu legen. Die Berücksichtigung des Patientenstandes von 14.00 Uhr ermöglicht auch eine Einstufung von Patientinnen und Patienten in teilstationärer Behandlung. Die Stichtagserhebung findet an einem Mittwoch statt, weil die Belegung an diesem Wochentag am ehesten der wochendurchschnittlichen Belegung entspricht.“ (Zitat aus Tragende Gründe des G-BA zur PPP-RL, Seite 12f.).


    Für 2020 gilt demnach, dass schon der 01.01.2020 (1. Mittwoch einer ungeraden Kalenderwoche) gem. PPP-RL eingestuft werden muss.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo NV,


    die PPP-RL soll (die Zustimmung durch das BMG vorausgesetzt) ab 01.01.2020 gelten. Gemäß den Übergangsregelungen nach § 16 Abs. 3 wird zur Mindestpersonalbemessung die vorgenommene (Psych-PV-)Einstufung 2019 zugrunde gelegt. Bis zur Klärung, wie mit den Pseudo-OPS 2020 verfahren wird, müsste man bei Überliegern demzufolge die Einstufung nach PPP-RL ab 01.01.2020 und m.E. (theoretisch) die Pseudo-OPS 2020, die sich auf die außer Kraft gesetzte Psych-PV beziehen, kodieren.


    Für rein psychosomatische Kliniken: Gemäß den Übergangsregelungen nach § 16 Abs. 4 wird die Ermittlung der Mindestpersonalvorgaben gem. PPP-RL bis 31.12.2020 ausgesetzt.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    am 07.11.2019 wurde das MDK-Reformgesetz abschließend vom Bundestag beraten und verabschiedet.


    Einer der wenigen ‚Lichtblicke‘: Im Rahmen einer ‚Omnibusregelung‘ wurde auch § 3 Abs. 3 Satz 4 Nr. 5 BPflV und § 18 Abs. 2 Satz 3 BPflV dahingehend erweitert, dass zukünftig auch Personal im psychiatrischen/psychosomatischen Bereich, dass über den Mindestvorgaben (=Untergrenzen) nach PPP-RL liegt, finanziert werden soll (siehe auch Pressemitteilung der DGPPN vom 08.11.2019). Bisher war dieses Vorhaben nur in der Pressemitteilung des G-BA zur PPP-RL vom 22.10.2019 erwähnt. Wörtlich werden nun nach dem Wort „Personal“ die Wörter „sowie eine darüber hinausgehende, im Gesamtbetrag vereinbarte Besetzung mit therapeutischem Personal“ in die Paragraphen eingefügt. Leider bleibt dabei das ‚Plus‘ an Personal aber nicht konkret definiert. Es wird sich wohl an der unbestimmten ‚leitliniengerechten Behandlung‘ orientieren müssen.


    Begründet (in BT-Drs. 19/14871, Seite 133) hat der Gesetzgeber dies wie folgt:

    • Zu Nummer 02 (Berücksichtigung von therapeutischem Personal im Gesamtbetrag)
      Die Ergänzung in § 3 Absatz 3 Satz 3 Nummer 5 gibt vor, dass Mehrkosten, die psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen für eine über die Mindestvorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 136a Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch hinausgehende erforderliche Ausstattung mit therapeutischem Personal entstehen, erhöhend im Gesamtbetrag zu berücksichtigen sind. Für dieses Personal gilt die erweiterte Nachweisverpflichtung nach § 18 Absatz 2 Satz 3.
    • Zu Nummer 3 (Erweiterung der Nachweispflicht über die verbindlichen Mindestvorgaben des G-BA hinaus)
      Nach § 18 Absatz 2 haben die psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen ab dem Jahr 2020 die Einhaltung der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit Wirkung zum 1. Januar 2020 festzulegenden Anforderungen zur Ausstattung mit dem für die Behandlung erforderlichen therapeutischen Personal nachzuweisen, die bei der Verhandlung des Gesamtbetrags zu berücksichtigen sind. § 3 Absatz 3 Satz 4 Nummer 5 gibt verbindlich vor, dass die Umsetzung der Festlegungen des G-BA in der einzelnen Einrichtung im Rahmen der Budgetverhandlung zu berücksichtigen sind. Ergebnis der in einer nicht abschließenden Aufzählung genannten und zu berücksichtigenden Tatbestände soll ein leistungsorientierter Gesamtbetrag sein. Insofern kann eine über die Mindestvorgaben hinausgehende Vereinbarung von Personal auch ohne das Bestehen konkreter Personalanhaltszahlen für eine angemessene personelle Ausstattung in den Budgetverhandlungen nicht nur getroffen werden, sondern ist im Hinblick auf die Konzipierung der vom G-BA festzulegenden Anforderungen zur Ausstattung mit dem für die Behandlung erforderlichen therapeutischen Personal als Mindestvorgaben vielmehr auch angezeigt. Die Verhandlung der von den besonderen Umständen im Einzelfall, beispielsweise den strukturellen oder regionalen Besonderheiten, abhängenden Finanzmittel für die Personalausstattung ist folglich (über die Sicherstellung der Mindestpersonalvorgaben hinaus) den Verhandlungspartnern auf der Ortsebene überlassen. Zur Sicherstellung einer zweckentsprechenden Verwendung aller Mittel, die auf Ortsebene für das für die Behandlung erforderliche therapeutische Personal vereinbart werden, wird die Nachweisverpflichtung in § 18 Absatz 2 Satz 3 erweitert. Infolge der Regelung ist auch für Mittel, die für therapeutisches Personal vereinbart worden sind, das nach Anzahl der Personalstellen über die für die Einhaltung der Mindestvorgaben erforderliche Personalausstattung hinausgeht, die zweckentsprechende Mittelverwendung sicherzustellen und ein entsprechender Nachweis zu erbringen.

    Ich bitte um Kenntnisnahme.



    MfG,


    ck-pku