Beiträge von ck-pku

    Guten Tag,


    heute hat das Deutsche Krankenhaus Institut (DKI) (endlich) das PSYCHiatrie Barometer 2011 im Netz veröffentlicht, welches Dr. Karl Blum, Leiter des Forschungsbereichs des DKI, u.a. bereits am 07.11.2011 auf der "Hospital Management Konferenz" des DKI in Düsseldorf vorgestellt hat.


    Dabei handelt es sich um "ein neues Informations- und Analysetool für die psychiatrische Versorgung in Deutschland", in Anlehnung an das bekannte "Krankenhaus Barometer".


    Das PSYCHiatrie Barometer 2011 finden Sie hier, eine Pressemitteilung der DKG hierzu ist auch bereits erschienen.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    auch die DGPPN hat ein Diskussionsforum im Internet eröffnet, in denen insbesondere 2 Schwerpunkte behandelt werden, nämlich zum einen



    Im erstgenannten Forum ist folgende Fragestellung maßgebend: "Was denken Sie über den Kabinettsentwurf für ein Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen? Wo besteht für Sie Nachbesserungsbedarf?"
    Da diese Frage in diesem Thread ja ebenfalls Gegenstand der Diskussion ist, erlaube ich mir m.E. auch den Hinweis auf das neue Alternativangebot.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    ein weiteres meiner Meinung nach nützliches Tool für Smartphones ist "Laborwerte Pro" von Dr. Steve Müller: "Laborwerte Pro gibt sowohl Medizinern als Nichtmediziner einen schnell navigierbaren und übersichtlich aufgebauten Überblick über die wichtigsten Routinelaborparameter und mögliche Ursachen über deren Erhöhung und Erniedrigung." M.E. ist der Preis i.H.v. 2,39 EUR kostengünstig:
    für Android
    für iPhone


    Für den PC gibt es auch noch ein paar nette Helfer:



    MfG,


    ck-pku

    Hallo nochmals,


    darüber hinaus melden sich erste Stimmen zum Kabinettsbeschluss über ein Psych-Entgeltgesetz vom 18.01.2012.


    Hier ein kurzes Statement vom Leiter der Abteilung Krankenhäuser des GKV-Spitzenverbandes Dr. Wulf-Dietrich Leber, ausführlich nachzulesen in der neuesten Ausgabe "f&w – führen und wirtschaften im Krankenhaus" sowie
    hier ein kurzes Statement der "Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)", die die Entwicklung neuer Qualitätsstandards begrüßt.


    MfG,
    ck-pku

    Hallo,


    heute morgen erhielt ich eine Nachricht der New Media Company GmbH & Co. KG zu Dokdex, Version 1.30, dass heute die neuen Kataloge hochgeladen wurden, sodass nun die ICD-10-GM 2012 auch im Katalog (KV-Bereich 17 Niedersachsen) vollständig enthalten ist.


    Dabei muss beachtet werden, "das der ICD-Katalog seperat aktualisiert werden muss.


    Führen Sie bitte folgendes durch: Langes Drücken auf "ICD10 GM" -> Datenbank löschen, anschließend schließen Sie bitte Dokdex und erzwingen einen Stopp der App über "Menü -> Einstellungen -> Anwendungen -> Anwendungen verwalten -> Dokdex -> Stopp erzwingen" auf Ihrem Android-Smartphone. Das ist sehr wichtig, da die Datenbank noch im Cache sein könnte. Starten Sie nach diesem Vorgang Dokdex und klicken wieder auf "ICD10 GM" - Ihnen wird jetzt automatisch vorgeschlagen die aktuelle Datenbank herunterzuladen."


    Ich habe es getestet, es funktioniert nun einwandfrei, auch die neuen ICD-10-GM-Kodes sind nun abgebildet.


    Mit Dokdex hat man nun m.E. ein kostengünstiges wertvolles kleines Helferlein, dass einen in diesem Jahr 2012 zuverlässig bei der Kodierung unterstützt bzw. als kleines Nachschlagewerk (bzgl. OPS, ICD-10-GM, EBM, GOÄ, UV-GOÄ) dient. :thumbup:


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    die DKG teilt hier Folgendes zu den Veränderungen im Kabinettsbeschluss zu einem PsychEntgG gegenüber dem Referentenentwurf mit:


    "Nach erster Durchsicht ergeben sich insbesondere die folgenden wesentlichen Änderungen gegenüber dem Referentenentwurf:



    • Die Mitteilungsfrist der Krankenhäuser zum frühzeitigen Einstieg in das neue System (Optionsjahre 2013 und 2014) wurde um einen Monat verlängert (jetzt 30. November 2012) bzw. 2013.
    • Die im Referentenentwurf vorgesehene Weiterentwicklung und Neuregelung der Modellvorhaben nach § 24 BPflV (a.F.) ist nun nicht mehr vorgesehen.
    • Die von der DKG massiv kritisierte Fallsteuerung durch die Krankenkassen mit den damit verbundenen Eingriffen in die ärztliche Behandlungsplanung wurde durch die Streichung des mit dem Referentenentwurf zunächst neu eingefügten § 11 Abs. 6 BPflV zurückgenommen.


    Für das anstehende parlamentarische Verfahren wird die DKG eine Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf fertigen."



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen Numbers und Mr. Freundlich,


    gern möchte ich TWaK's Ausführungen zur Abgrenzung der Krankenhausbehandlungen von Rehabiltationsmaßnahmen ergänzen und präzisieren:


    Vereinfacht gesagt bedeutet Krankenhausbehandlung eine akut-medizinisch notwendige Intervention, Rehabilitation meint die Behandlung von Krankheitsfolgen. Dies wird am Beispiel der Suchtbehandlung deutlich: Der Entzug ist Krankenhaus-, die Entwöhnung Rehabilitationsbehandlung. Oder am Beispiel einer Patientin mit einer Anorexia nervosa: BMI < 10, massive Elektrolythaushaltsstörung bedeutet i.d.R. Krankenhausbehandlung, psychosomatisch-psychotherapeutische Aufarbeitung im Anschluss fällt i.d.R. unter Rehabilitationsbehandlung.


    Die "Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen" ist in Deutschland übergeordnet im SGB IX geregelt. Gemäß § 5 Nr. 1 SGB IX werden u.a. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erbracht, § 6 Abs. 1 SGB IX bestimmt für die Erbringung dieser Leistungen alle möglichen Rehabilitationsträger außer die Bundesagentur für Arbeit. § 26 SGB IX gestaltet die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation übergeordnet hinsichtlich der Ziele, Maßnahmen etc.


    In den jeweiligen Leistungsgesetzen und besonderen Teilen des SGB sind Einzelbestimmungen der Rehabilitationsträger enthalten. Die meisten Rehabilitationsmaßnahmen werden durch die Kranken- und die Rentenversicherung gewährt. Insbesondere regelt für den Bereich der Krankenversicherung § 40 SGB V die medizinische Rehabilitation, in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt § 15 SGB VI.


    Leistungserbringer, z.B. Kliniken, schließen mit den Krankenkassen und/oder mit der Rentenversicherung sog. "Versorgungsverträge" (gem. §§ 111 ff. SGB V bzw. § 21 SGB IX), sofern Sie Mindestanforderungen erfüllen. Im Krankenversicherungsrecht werden diese im § 107 Abs. 2 SGB V definiert.


    Welcher Rehabilitationsträger zuständig ist, hat mit dem Ziel der Maßnahmeerbringung (und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen!) zu tun. Vereinfacht gesagt ist im speziellen der Rentenversicherungsträger zuständig, sofern die Erwerbsfähigkeit eines Patienten erhalten werden soll (§ 10 Abs. 1 SGB VI), ansonsten ist der Krankenversicherungsträger zuständig, da die Ziele der Krankenbehandlung allgemeiner gehalten sind (§ 27 Abs. 1 SGB V).


    Schwierig wird die Zuständigkeitsklärung auch dadurch, dass z.B. das Rentenversicherungsrecht in § 31 SGB VI "Sonstige Leistungen" zur Teilhabe, z.B. die sog. "Kinderheilbehandlung", vorsieht. Diese stehen Leistungsansprüchen nach dem Krankenversicherungsrecht gem. § 40 Abs. 4 SGB V gleichrangig (!) gegenüber. Dies bedeutet im Klartext, dass der zuerst angegangene Rehabilitationsträger zuständig ist; das ist derjenige, bei dem zuerst der Antrag gestellt wurde. Insbesondere in diesem Bereich wird sehr häufig (gezielt?) falsch beraten!
    Ein Wort noch zur (schwierigen) Abgrenzung der Krankenhausbehandlung zur Rehabilitationsbehandlung aus der Historie:
    Mit dem GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 entfiel mit Artikel 1, Nr. 19 d eine Regelung in § 40 Abs. 4 SGB V, die eine Differenzierung der Tatbestände sogar noch erschwerte, nämlich: "Leistungen nach § 40 Abs. 2 SGB V (stationäre medizinische Rehabilitationsbehandlungen - d.V.) anstelle einer sonst erforderlichen Krankenhausbehandlung" (s.a. http://www.bgbl.de/Xaver/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&bk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*[@attr_id='bgbl199s2626.pdf']).


    Die Zuständigkeit der Kranken- bzw. Rentenversicherung richtet sich also nicht (!) nach der Art der Erkrankung. Selbstverständlich können Patientinnen mit einer Essstörung sowohl Krankenhausbehandlung als auch Rehabilitationsbehandlung erhalten, letztgenannte auch von allen in Frage kommenden Rehabilitationsträgern.


    Bei der Antragstellung von Rehabilitationsleitungen sind die örtlichen sog. "Servicestellen" der Rehabilitationsträger behilflich (§ 22 SGB IX). Ein Verzeichnis, wo diese Servicestelle konkret vor Ort zu finden ist, finden Sie z.B. hier.


    Krankenhausbehandlung fällt in der Regel in die Zuständigkeit der Krankenversicherung (§ 39 SGB V). In einem Krankenhaus (§ 107 Abs. 1 SGB V) werden Leistungen gem. KHG i.V.m. dem KHEntgG (somatischer, DRG-Bereich) durch Fallpauschalen bzw. BPflV (psychiatrischer/psychosomatischer Bereich) z.Zt. noch durch tagesgleiche Pflegesätze abgerechnet. Für letztgenannte Krankenhäuser (oder Fachabteilungen) wird das PsychEntgG gelten.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo,


    zum Schmunzeln zum Wochenende bezeichnet der Gesundheitsexperte der FDP-Bundestagsfraktion Dr. med. Erwin LOTTER in seiner Pressemitteilung zum Kabinettsbeschluss zur Einführung eines neuen Psych-Entgeltgesetzes eben dieses als "längst fällig".


    Man höre und staune...


    Des Weiteren liegt der PsychEntgG-E nunmehr seit heute dem Bundesrat unter der Eingangs-Nr. 30/12 vor, wo am 10.02.2012 eben über diesen beraten werden soll. Federführend ist der Gesundheitsausschuss.


    MfG,


    ck-pku