Beiträge von bobrowski

    Hallo MiChu,


    also die akute respiratorische Insuffizienz bei chronischer Abhängigkeit vom Respirator wäre ein Zustand der akuten Verschlechterung. Oben hatten Sie mal die J96.1 erwähnt.


    Aus dem Satz \"Die J96.0 ist u.a. dem schwerem akuten Lungenversagen vorbehalten\" kann man übrigens gar nichts schließen, denn wenn J96.0 u.a. dem schweren akuten Lungenversagen vorbehalten ist, dann gibt es wohl noch andere Zustände, die mit J96.0 zu kodieren sind, sonst stünde da nicht \"u.a.\" Im Übrigen ist die Aussage schon deshalb falsch, weil Situationen akuten Lungenversagens an vielen Stelle vor J96 aufgeführt sind, meist eben ätiologisch beschrieben. J96 ist ein Reste-Code, darin ist J96.9 ein Reste-Code für den Zustand, dass man es wirklich nicht genauer sagen kann.


    Beispiel könnte ein reanimationspflichtiger tracheotomierter Patient mit einem offensichtlich pulmonalen Problem sein, bei dem Sie nicht mehr herausbekommen, ob das Problem ein akutes oder chronisches war. Kann ich aber nicht mit Literaturzitaten belegen.


    Grüße von der Ostsee.

    Hallo,


    sorry, aber die aplastische Anämie hat erstmal wenig bis nichts mit der CLL zu tun. Bei Anämie bei CLL passt kein Code aus D60 oder D61.


    Hier der Auszug aus dem Roche-Lexikon:


    \"Ausfall der gesamten Hämatopoese mit Ausnahme der Lymphozytopoese mit dadurch bedingter Panzytopenie u. ohne kompensatorische extramedulläre Blutbildung. In Europa relativ seltene Erkrankung, die bei Frauen u. Männern etwa gleich häufig u. in allen Lebensaltern vorkommt, wobei das 2. u. 3. Ljz. besonders betroffen ist. Etwa die Hälfte aller aplastischen Knochenmarksyndrome bleibt ätiologisch ungeklärt (idiopathisch), bei der anderen Hälfte kommen die verschiedensten Ursachen in Betracht (s. Tab.). Abgrenzung zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie wichtig. Überwiegend ungünstige Prognose. Kennzeichnend ist die Verminderung der morphologisch identifizierbaren Zellen der Hämopoese im Knochenmark, so dass eine Zellproduktionsstörung im vorgeschalteten Stammzellspeicher anzunehmen ist (am ehesten im Kompartiment der frühen undifferenzierten Stammzellen). Nicht für jeden Fall sind die drei Zellreihen in gleicher Weise geschädigt, es können zunächst nur ein oder zwei Zellreihen betroffen sein. Kann auch als angeborene Form (Fanconi-A.) oder beim Fetus als Folge einer Infektion mit Ringelröteln-Viren auftreten.\"


    Grüße von der Ostsee.

    Guten Morgen McSven,


    das hört sich doch eher nach einer Taktik der Nadelstiche an. Zuende gedacht, könnte der MDK dann nur noch mit dem Stationsarzt, hilfsweise dem Oberarzt verhandeln, denn der Stationsarzt ist ja auch verantwortlich für die Kodierung (wenn ER/SIE den Fall abschließt). Dann dürften die Kliniken ja gar keine zentrale Unterstützung in Anspruch nehmen.


    Und übrigens, selbst wenn es herrschende Meinung wäre, dass nur Ärzte den Widerspruch schreiben dürften (was ich für abwegig halte), dann argumentieren Sie doch als Klinikum damit, dass Ärzte ihre Aufgaben delegieren dürfen, wenn sie sich von der Qualifikation dessen, an den delegiert wird, überzeugt haben.


    Und noch etwas: Der Vorwurf der fehlenden Qualifikation des Klinikarztes durch den MDK ist riskant für den MDK. Diesen Vorwurf kann man als MDK leicht so formulieren, dass man sich auf einmal in die Behandlungsdetails eingemischt hat. Darüber hinaus regelt bei uns der Landesvertrag die Qualifikation der MDK-Ärzte, über die Klinik-Ärzte ist nichts gesagt.


    Grüße von der Ostsee.

    Naja Frau Maas,


    man muss die Dinge - speziell bei Grenzfällen - schon im größeren Kontext sehen. Im stillen Kämmerlein muss jede selbst entscheiden, ob er gerade die Rolle des Interessenvertreters seiner Partei spielt oder ob er sich in die Rolle versetzt, die er/sie z.B. beim InEK einnehmen würde.


    Nur: Was einen in der Argumentation motiviert, ist schon im Gespräch schwer \'rüberzubringen und im elektronischen Forum schon gar nicht.


    Ihre Abneigung kann ich nachvollziehen, aber nicht teilen. Gedacht war dieser Beitrag jedenfalls nicht interessengeleitet.


    Freundliche Grüße von der Ostsee.

    Hallo Forum,
    sehr geehrte Mitarbeiter des InEK,


    im Jahre 2006 gab es ein ZE 2006-06 mit dem Titel \"Neuroprothesen, Neurostimulatoren zur Vorderwurzelstimulation oder zur Stimulation des peripheren Nervensystems\", das sah dann so aus:



    [table=#FFFFFF,100%,1,left]

    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-029.4[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Schädel, Gehirn und Hirnhäuten: Implantation oder Wechsel einer Neuroprothese[/td]

    [/tr]


    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-039.7[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Rückenmark und Rückenmarkstrukturen: Implantation oder Wechsel des Neurostimulators zur Vorderwurzelstimulation[/td]

    [/tr]


    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-059.0*[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Nerven und Ganglien: Implantation oder Wechsel eines Neurostimulators zur Stimulation des peripheren Nervensystems[/td]

    [/tr]


    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-059.5 [/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Nerven und Ganglien: Implantation einer peripheren Neuroprothese[/td]

    [/tr]


    [/table]


    Für 2007 sieht das jetzt so aus:



    [table=#FFFFFF,100%,1,left]

    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-029.4[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Schädel, Gehirn und Hirnhäuten: Implantation oder Wechsel einer Neuroprothese[/td]

    [/tr]


    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-039.7[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Rückenmark und Rückenmarkstrukturen: Implantation oder Wechsel des Neurostimulators zur Vorderwurzelstimulation[/td]

    [/tr]


    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-059.04[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Nerven und Ganglien: Implantation oder Wechsel eines Neurostimulators zur Stimulation des peripheren Nervensystems: Vagusnervstimulationssystem[/td]

    [/tr]


    [tr]


    [td=#FFFFFF,50%,left] 5-059.5[/td]
    [td=#FFFFFF,50%,left] Andere Operationen an Nerven und Ganglien: Implantation einer peripheren Neuroprothese[/td]

    [/tr]


    [/table]


    Sieht ja alles sehr danach aus, als wäre es beabsichtigt, die periphere Neuroprothese aus dem KH-individuellen ZE herauszunehmen.


    Nur: Findet sich die periphere Neuroprothese nun kalkulatorisch in irgendeiner 2007er-DRG wieder? Die neu gesplittete DRG B17 deckt selbst im besten Fall die nun nicht mehr vergüteten Kosten. (2006: DRG B17Z mit RG=0,888; 2007: DRG B17A mit RG=1,939.)


    Grüße von der Ostsee.

    Hallo Nemo und Claudia Maas,


    gegen T85.5 und T85.6 spricht zweierlei:


    1. Es fällt der Patient ja klinisch nicht so sehr durch die dislozierte Prothese auf, sondern durch die Cholestase, die ihn ja auch krank macht. Also Cholestase bei Stent-Dislokation bei Z.n. Stentanlage bei (z.B. Gallengangskarzinom)


    2. Man erreicht die mit HD T85.5 die DRG X63Z (\"Folgen einer medizinischen Behandlung\" - vielleicht gar eine \"Komplikation\" a la MDK ...). Das ist keine sachgerechte Abbildung der Leistung. Sachgerecht wäre die HD K83.1, die führt dann - wenn eine Intervention durchgeführt würde - korrekterweise in die DRG H41B (\"Komplexe therapeutische ERCP mit schweren CC\").


    --> K83.1 ist korrekt.


    Dem InEK sollte das Problem bekannt sein, mal sehen, was der Grouper 2005/2007 dazu sagt....


    Freundliche Grüße von der Ostsee.

    Hallo Forum,
    ich fürchte, so etwas wurde hier schon mal diskutiert, nur finde ich es nicht wieder.


    Eine große Gesundheitskasse aus einem anderen Bundesland fordert mit Verweis auf einen definitiv nicht zutreffenden Paragraphen einen Entlassungsbericht an. Nach Rückfrage wird am Telefon erklärt, die Kasse habe das Recht, vom Krankenhaus einen spezifisch für die Kasse angefertigten Kurzbericht zu verlangen, rein, um die Verweildauer zu prüfen.


    Dies sei nun mal so, die Rechtsgrundlage konnte aber nicht genannt werden. Auf meine Einwendung, wir würden aber keine medizinischen Inforamationen an die Kasse senden, hiess es dann auf einmal, dann würde man nun den Weg über den MDK gehen.


    Habe ich was verpennt, oder war die Gesundheitskasse da auf Deppenfang aus ?


    Grüße von der Ostsee,