Beiträge von Anyway

    Hallo Garda,


    zu 1:
    Nach meinem Verständnis werden alle vier genannten Kodes mit dem Datum "Erster Tag der Behandlungswoche" kodiert. Nur ein und derselbe Kode sollte (logischerweise) nicht innerhalb der Behandlungswoche kodiert werden.


    Der Hinweis aus dem OPS-Verzeichnis "Ein Kode aus diesem Bereich ist in der Regel einmal pro Woche anzugeben" ist allerdings tatsächlich ein wenig irreführend.


    zu 2:
    Meines Wissens steht nirgendwo, dass sich 9-670 und 9-690 gegenseitig ausschließen, insofern sind die Tage mit kriseninterventioneller Behandlung ensprechend zu kodieren.


    Da in Zukunft aber das MDK (oder wer auch immer) genauer hinschauen wird, sollte dabei jedoch die Erfüllung der jeweiligen Kriterien aus der Dokumentation entsprechend hervorgehen.


    Lasst es mich wissen, wenn es abweichende Meinungen zu 1 und 2 gibt - wir wollen ja alle in Zukunft alles richtig machen... ;)

    B. Gohr, ich gebe Ihnen recht, auch wenn wir letztendlich erst zum Ende des Jahres erfahren werden, was aus der Blackbox herauskommt.


    Trotzdem schade, dass die Pseudo-OPS die schwammigen PsychPV-Vorgaben zu den Behandlungsbereichen übernimmt. Zumindest für die Personalstellenberechnung werden sie ja wohl noch gebraucht werden, ansonsten könnte man den Kram auch gleich ganz weglassen (was allerdings dem deutschen Hang zur Bürokratie entgegenstünde).


    Sei´s drum - dann werden wir die Abgrenzung der Behandlungsbereiche (natürlich im vorgegebenen Rahmen) hausintern festlegen - und das so lange, bis sich jemand beschwert...! :whistling:

    tomkue, auch der Pflegeaufwand ist hier ein ausgesprochen dehnbarer Begriff!


    Die "Grenzbereiche" dürften in diesem Fall ganz erheblich groß sein, da es m.E. von offizieller Seite keine klaren Vorgaben zu geben scheint.


    Und dann wird es natürlich Ende September außerordentlich spannend, ob und wie unterschiedlich z.B. der oben beschriebene Fall in G bzw S oder gar A vergütet werden wird...denn dann könnte der Taschenrechner die Wahl entscheidend beeinflussen :D

    Danke für die rasche Rückmeldung, NuxVomica...


    das würde also in der Praxis bedeuten: der 66jährige Alkoholiker, der wegen Entgiftung auf der Suchtstation ist, fällt unter "S" , beim nächsten Aufenthalt kommt er - ebenfalls zur Entgiftung - auf die Gerontostation und fällt unter "G" ... na ja...


    Schöner wäre es ja, wenn man eine klare Altersgrenze ziehen könnte.


    Mmmh - dann bin ich diesbezüglich mal auf die InEK-Fehlermeldungen der kommenden Jahre gespannt...

    Zitat

    In der Regelbehandlung 9-60 und in der Psychotherapeuthischen Komplexbehandlung 9-62 werden aber nur Sozialarbeiter erwähnt.


    Im Original heisste es "Spezialtherapeuten (z.B. ... Sozialarbeiter...)


    Daraus geht hervor, dass die genannten Berufe nicht vollzählig aufgelistet wurden. Von daher zählt auch der Diplom-Sozialpädagoge auf jeden Fall als Spezialtherapeut - vorausgesetzt, dass er eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, und in einem entsprechend vergüteten Beschäftigungsverhältnis steht.


    Gruß


    Anyway

    Hallo und Guten Tag!


    Vorweg: schön, dass es dieses Forum gibt!
    Und dann auch gleich zu meiner ersten Frage (als Newbie) hier im Forum:


    Die Richtlinien der Psych-PV geben u.a vor, dass Patienten, die in die Gerontopsychiatrie eingruppiert werden "...in der Regel über 65 Jahre alt" sein sollen - was an und für sich ja schon eine etwas schwammig Aussage ist. Aus dem recht umfangreichen Entwurfs der Fachebenen der DKV und des GKV-Spitzenverbandes wird darüber hinaus folgendes betont:


    "Alt gewordene, psychisch Kranke sind trotz ihres Alters in das Teilgebiet A (Allgemeine Psychiatrie) einzuordnen, wenn die Behandlungsmittel dieses Bereichs ausreichen. Steht die Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit wegen Multimorbidität und/oder Verwirrtheit im Vordergrund, sind die Behandlungsmittel nach dem Teilgebiet G (Gerontopsychiatrie) erforderlich. ... Zur Abgrenzung von der Allgemeinen Psychiatrie soll also das Alter nicht als einziges Kriterium schematisch verwendet werden."


    Wo ist da irgendeine Grenze? Wird der 90jährige F20-Patient, der außer Neuroleptika keinerlei Medikamente erhält in "A" eingruppiert? Falls ja - und wenn er zusätzlich ein Antihypertonicum erhält, wird er zu "G" ?( ...oder ist er da noch nicht multimorbid genug ?( Außerdem müsste ich ja feststellen, dass die Verwirrtheit von der Psychose kommt und nicht von einem dementiellen Prozess ?(


    Und in einem anderen Fall wird der multimorbide 40jährige Patient mit F.06 unter "G" wie Gerontopsychiatrie eingruppiert ?(


    Wenn ich mich recht erinnere, gelten für die Pseudo-OPS ja dann die gleichen Einstufungskriterien (natürlich abgesehen von den Kriterien für Regel- und Intensivbehandlung).


    Wie erkläre ich solche "schwimmenden Grenzen" meinen Leuten an der Basis? ;(