Beiträge von Anyway

    Hallo allerseits,
    ich kann helmutwg im Wesentlichen zustimmen: eine reine Verhaltensbeobachtung gehört in den Verlaufsbericht und stellt keine Leistung im Sinne der OPS-Version dar.
    Eine Beaufsichtigung als Kleinstgruppe ist übrigens nicht gegegeben, wenn es sich nur zufällig um eine Gruppengröße bis 3 Patienten handelt - hier müsste schon ein störungsspezifischer Handlungsbedarf vorliegen und dokumentiert sein.
    Vielleicht sollte man sich von der Idee verabschieden, unter allen Umständen möglichst viele Therapieeinheiten erzeugen zu wollen. Das dient nicht der Behandlungsqualität, birgt die Gefahr überflüssiger Dokumentation und ist noch nicht einmal entgeltrelevant.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,


    das Thema "Prüfung der Intensivmerkmale" ist ein sehr unerquicklichesThema. Wir achten zwar bereits im Vorfeld darauf, dass diese Merkmale auch aus der täglichen Dokumentation hervorgehen und korrigieren ggfs. nach (meist nach unten). Trotzdem wird munter geprüft und gestrichen. Derzeit klagen wir in einigen Fällen, bei denen uns solche ETs ohne jeglichen Kommentar (nach dem Motto: der Gutachter muss sich nicht erklären) gestrichen wurden. Sollten wir damit keinen Erfolg haben werden wir ernsthaft darüber nachdenken, ob wir diese Kodes nur noch sehr zurückhaltend setzen - was sich ja ohnehin nicht großartig auf das Gesamtbudget auswirkt. Das ist zwar ganz sicher nicht im Sinne des InEK, aber es ist auch nicht einzusehen, dass die butterweichen Kriterien der Intensivmerkmale in der Mehrzahl der Fälle zu einem unverhältnismäßigen Mehraufwand durch MDK-Prüfungen und anschließenden Streichungen führt.

    @hankey - hier eine kurze Zwischenantwort:
    Paloperidon ist derzeit das einzige Neuroleptikum, das im PEPP-Entgeltkatalog (unbewertete Zusatzentgelte) gelistet wird. Daran wird sich auch 2018 nichts ändern!


    @Suse, sei nicht so hart, ich sag ja auch nichts zur Groß- und Kleinschreibung ;-)

    Hallo allerseits,


    der Forderung der Dokumentationsdichte des MDK kann ich überhaupt nicht folgen. Aufgabe einer solchen Betreuungskraft kann es doch nicht sein, ständig Eintragungen vorzunehmen - letztendlich fände in dieser Zeit ja auch gar keine Betreuung statt. Was soll denn ein kurzer Eintrag alle 15 Minuten bewirken - den würde ich als Pflegekraft doch ohnehin am Ende der Maßnahme nachträglich (und in Ruhe) eintragen. Nein - wir sollten uns mit allen Mitteln gegen eine solche in meinen Augen völlig sinnlose Dokumentationswelle wehren!


    Selbstverständlich hat spätestens nach einer solchen Maßnahme eine aussagekräftige Dokumentation (Patientenbeobachtung etc.) zu erfolgen, aber das sollte dem MDK dann auch reichen. Wir würden in unserem Hause bei einer derart begründeten Ablehnung eines ET vermutlich den Klageweg beschreiten - glücklicherweise sind solche Begründungen bisher jedoch noch nie vorgekommen.


    Schöne Grüße
    Anyway

    ...und außerdem: welchen Aufwand (gemäß DKR) hätte eine "durchgemachte virenfreie Erkrankung" ??? Falls keine, dann gibt es auch nichts zu kodieren.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Ohne Frage hat jeder substituierte Patient eine F11.2 zumindest als Nebendiagnose - ansonsten wäre die Behandlung ja logischerweise ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz!


    Auch bei uns besticht der MDK in den letzten Monaten durch abstruse, teilweise fehlerhafte Aussagen in ihren Gutachten. Gelegentlich kennt man dort auch den Unterschied zwischen Somatik und Psychiatrie nicht. Aber manchmal hilft ein Anruf beim Kostenträger, um offensichtliche Fehler wieder geradezubiegen. Die MDK-Herrschaften scheinen mir derzeit etwas überlastet...


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Salt`n Pepper und willkommen im Forum!


    Die Sache mit den Modellvorhaben nach §64b ist echt ein schwieriges Thema und die Frage etwas nebulös - weshalb es vermutlich auch noch keine Antworten gab.


    Nur kurz aus meiner ganz persönlichen Sicht: unser Modellvorhaben ist aus Controlling-Sicht eine Blackbox! Mir ist völlig schleierhaft, wie das "interne Controlling" die Personal- und Sachkosten exakt zuordnen kann, wenn wie in unserem Hause Patienten im Modellvorhaben zwar von speziell geschultem, aber doch normalen Stationspersonal betreut werden und in Folge z.B. spezielle Dienstpläne erstellt werden müssen. Auch die Infrastrukturkosten sind m.E. nur schwierig zu ermitteln. Aus Sicht des Medizincontrollings kann ich kaum Vergleiche mit PEPP-Patienten ziehen, denn das PEPP-Gesamtbudget (und damit der Basisentgeltwert) wird ja ohne die 64b-Patienten berechnet und sähe sonst etwas anders aus. Blackbox eben...
    Und ob die Patienten selbst etwas davon haben??? - Hausbesuche gab´s bei uns in Einzelfällen auch vorher schon. Klingt alles immer sehr schön, aber in der Realität gilt es erst einmal, Praxiserfahrungen zu sammeln und sich langsam ranzutasten.


    Keine Ahnung, ob das jetzt in irgendeiner Weise eine Antwort war und/oder weiterhilft :?:;(:?: .


    Trotzdem schöne Grüße
    Anyway

    Hallo NuxVomica,


    bei uns wird unabhängig von einer möglichen Fallzusammenführung ganz normal abgerechnet. Der spätere Aufwand durch Fallzusammenführungen ist nicht schön, aber zumindest bei "normalen" Verweildauern ganz gut händelbar. Der Aufwand der KK interessiert uns da eigentlich weniger. Außerdem: wenn beide Seiten auf entsprechenden Ebenen "meckern" ist die Wahrscheinlichkeit zumindest etwas größer, dass sich hier mal etwas ändert. Denn da gebe ich helmutwg völlig recht - die Auswirkungen auf abrechnungsrelevante Werte ist vernachlässigbar und rechtfertigt in keinster Weise diese bürokratischen Klimmzüge!


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo schnabbeline,
    bei einem Fachbereichswechsel überprüft der Grouper anhand des Ressourcenverbrauchs (i.d.R. Verweildauer), in welche Basis-PEPP der Fall kommt.
    Es kann also nur eine einzige PEPP für den kompletten Fall geben und zwar in der Regel für den Fachbereich mit den meisten Behandlungstagen (vergleichbar mit der PEPP bei Fallzusammenführungen).


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,


    zunächst einmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen - zumindestens wissen wir jetzt, dass es kein "hausinternes" Problem ist.


    Einen Versand per Einschreiben lehnen wir ab, da ja nur der Empfang und nicht der Inhalt bestätigt wird (s. Beitrag Control-Lord). Bei uns wird zwar wie von Kodirre beschrieben zeitgleich zum Versand an den MDK eine Mitteilung an die KK vorgenommen, aber auch die ist ja juristisch gesehen ohne Bedeutung. Eine Umsetzung des § 11 Absatz 2 ist zwar überfällig, aber die entscheidenden Gremien scheint das nicht weiter zu interessieren. Die Lösung von ck-pku finde ich sehr spannend - allerdings wird es hier mit Sicherheit keine "Insellösungen" geben. Man darf also weiter gespannt sein uns sich weiterhin ärgern, dass die Kliniken den MDK-Gebahren in dieser Hinsicht völlig schutzlos ausgeliefert sind, da sie schlichtweg keinerlei Beweismöglichkeiten haben, ob und was genaus versendet worden ist.


    Eigentlich müsste der MDK verpflichtet werden, in welcher Form auch immer einen Erhalt von (ja immerhin sensiblen) Befundunterlagen zu quittieren - naja, träumen darf man ja...


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,
    neuerdings häufen sich bei uns die Fälle, bei denen wir vom MDK doppelte (und nahezu identische) Befundanforderungen im Abstand von 1-5 Tagen erhalten. Außerdem kommt es immer mal wieder vor, dass angeblich keine Unterlagen beim MDK angekommen sein sollen. Es handelt sich stets um die gleiche MDK-Stelle in Norddeutschland (weiss nicht, ob an dieser Stelle der Ort genannt werden darf). Es kann ja wohl nicht angehen, dass wir zukünftig alle ausgehenden Befundlieferungen per Einschreiben mit Rückschein versenden müssen. :cursing:


    Für uns wäre es interessant zu wissen, ob wir da zufällig gehäuft betroffen sind oder ob es ähnliche Erfahrungen aus anderen PEPP-Optionshäusern gibt.


    Schöne Grüße
    Anyway