Beiträge von Cardiot

    Liebe Foristen,


    ich habe eine Unklarheit bezüglich der Ansteuerung der DRG F58B. Im DefHandbuch (Seiten 1241-1242) sind in der Tabelle "PTCA F58-V1" nach meinem Verständnis die Triggercodes genannt, welche zur Ansteuerung dieser DRG führen sollten. Hier überrascht es mich, das in dieser Tabelle Codes aufgeführt sind (z.B. 8-837.m3), welche im Grouper gar nicht die F58B sondern in diesem Fall die F56B ansteuern. Konsultiert man den DRG-Browser 2020, so finden sich unter der F58B und dem Reiter "Prozeduren" - erwartungsgemäß - keine OPS-Codes, welche im Grouper die F56B ansteuern würden.


    Weiß mir jemand Rat?


    Lieben Dank im Voraus und beste Grüße

    Guten Morgen in's Forum,


    danke für die bisherigen Rückmeldungen. Mir ging es eigentlich gar nicht darum, unzulässige Strategien auszubreiten,. Vielmehr war ich nach Lektüre des o.g. DÄB-Beitrages (2020: 117(18): A-921/B-777) selbst etwas irritiert und konnte mir nicht vorstellen, dass Maßnahmen, wie sie im besagten Gesetz formuliert sind, nicht an bestimmte Voraussetzungen oder zumindest Nachweise geknüpft sind. Zu letzterem Punkt wurde ich nicht fündig, daher meine Frage.


    Beste Grüße

    Sonnigen guten Tag in's Forum!


    Gemäß dem Covid19-KH-Entlastungsgesetz sollen KH, welche bis September "zusätzliche intensivmedizinische Behandlungskapazitäten mit maschineller Beatmungsmöglichkeit" schaffen, pauschal 50TEUR erhalten. Weiß jemand von Ihnen, welche Kriterien an diesen Begriff angelegt werden (zeitlich/räumlich/infrastrukturell/personell) bzw wer das ggf überprüft? Auch die Definition von "zusätzlich" ist mir nicht ganz klar: Ist das IK-Nummern-bezogen? Ergo, wenn ich einen Respirator von KH A nach KH B räumlich verlagere, ist das dann eine "zusätzliche Beatmungsmöglichkeit" im KH B i.S. der Definition mit Anspruch auf die Pauschale? Zu letzterem Vorgehen zitierte das DÄB in einem Artikel unlängst den Inhaber einer KH-Beratungsgesellschaft, welcher KH-Verbünden eben diese "Strategie" empfahl...

    Sind ganz allgemein eigentlich schon Gelder i.R. des Gesetzes aus dem Gesundheitsfonds an die KH geflossen?


    Lieben Dank im Voraus und beste Grüße

    Hallo Foristen,


    danke für die bisherigen Postings. Zusammenfassend entsteht für mich derzeit der Eindruck, bezüglich Covid19 ist in der Tat das Topic noch offen. Egal ob via E112 oder noch ausstehende, separate Covid-bezogene gesetzliche Regelungen: Tocilizumab z.B. (Antikörper gegen den Interleukin6-Rezeptor) triggert in 2020 das ZE 157, ist für die Indikation "Zytokinsturm" bei Covid-Pneumonie/CARDS nicht zugelassen, wird aber von manchen Kliniken dennoch eingesetzt - nicht nur im Rahmen von laufenden Studien. Bin daher gespannt auf künftige Entwicklungen....


    Beste Grüße

    Liebe Foristen,


    weiß jemand von Ihren, wie die Abrechnungsmodalitäten bei der Behandlung von Covid19-Patienten aus dem Ausland sind, wenn diese (z.B. wegen Überlastung der dortigen Gesundheitssysteme) grenzübergreifend verlegt wurden? Gibt es da u.a. auch eine "Prüfung" a la MD(K)? Letztere Frage v.a. im Hinblick auf den evtl. Einsatz von "off label-" bzw. "compassionate-use"-Therapien... (und natürlich eine denkbare Diskussion um sek. Fehlbelegung bei erschwerter Weiter- bzw. Rückverlegung nach Abschluss der Intensivtherapie).


    Lieben Dank im Voraus für erhellende Info's und beste Grüße

    Liebe Foristen,


    zu o.g. Thema habe ich - außer der allgemeinen Formulierung , dass die lokalen Vertragsparteien gemäß §11 KHEntgG Sanktionen bei Unterschreitung zu verhandeln haben - eigentlich nur einen konkreten Hinweis gefunden, was das jetzt in praxi bedeutet: https://www.aok-gesundheitspar…eldungen/index_20941.html


    Mir ist aber immer noch nicht klar, was da wie genau (und auf welcher Grundlage) berechnet wird. :/

    Ich zitiere mal aus o.g. AOK-Post: "Wenn Kliniken die Pflegepersonalquotienten nicht erfüllen können, müssen sie Vergütungsabschläge oder eine Verringerung der Fallzahl am betreffenden Standort hinnehmen. Die Höhe des Abschlags richtet sich nach den Personalkosten der Pflegekräfte, die zur Einhaltung der Pflegepersonalquotienten notwendig wäre, und beträgt 35 Prozent dieser Summe für das jeweilige Budgetjahr."


    Angenommen, die Untergrenzen in einem KH bzw einer "pflegesensitiven Abteilung" werden nur an einigen Tagen in einem Kalenderjahr bzw. einigen Schichten "gerissen" (Tagschicht z.B. 10 Mal im Jahr 2,0 statt der erforderlichen 2,5 VK), werden dann zur Berechnung der monetären Sanktion die gesamten Jahreskosten einer halben Pflege-VK herangezogen und davon 35% dem KH als Sanktion aufgebrummt oder werden die Kosten anteilig auf die Tage heruntergebrochen, an welchen tatsächlich eine Personalunterdeckung herrschte? Ferner die Frage, welche Kosten einer (fehlenden aber gemäß PpSG-Untergrenzen erforderlichen) Pflegekraft hier angesetzt werden - AG-Brutto? Tariflohn? Welche Stufe innerhalb einer Tarifgruppe? Nur Grundgehalt oder incl. (wie berechneten?) Schichtzuschlägen?


    Hat jemand vielleicht Erfahrungen damit, gibt's da irgendwelche Vorgaben oder läuft das in der Realität je nach KH und Verhandlungspartner im "Marrakesch-Modus" (=Bazar) ;)?


    Lieben Dank für erhellende Kommentare und beste Grüße

    Ich verstehe jetzt, glaube ich, was Sie meinen: es geht betreffs eines Katalogvergleiches nur in eine Richtung (2019 > 2019a und dann Vergleich mit 2020a) aber nicht 2020a > fiktiv-2020 (ohne a) und Vergleich mit 2019, wobei es mich schon interessieren würde, ob sich die Kalkulationsmethodik der PflegeBWR aufgrund öffentlich zugänglicher Daten auch "händisch" nachvollziehen ließe... Bei den RG der (a)DRGs war / ist das ja anhand von veröffentlichter Kostendatenmatrix, Berech60 und Korrekturwert ja prinzipiell möglich...

    Liebe Foristen,


    aufgrund der Ausgliederung der Pflegepersonalkosten für "bedside-Pflege" haben ja alle DRGs des FP-Kataloges automatisch eine Abwertung erfahren und heißen deswegen aDRGs. So weit so klar. Um aber nach wie vor Katalogeffekte zwischen den Jahren beurteilen zu können, stellt sich mir die Frage, wie dies sinnvollerweise erfolgen kann, ohne Äpfel mit Birnen zu vergleichen.


    Ich persönlich würde so vorgehen, dass ich die tagesbezogenen Bewertungsrelationen für Pflege aus dem FP-Katalog 2020 je aDRG mit der mittleren VWD dieser DRG multipliziere und zum nominalen RG dieser aDRG hinzuzähle. Damit hätte ich einen "fiktiven", nicht um Pflegepersonalkosten bereinigten Katalog 2020, welchen ich dann dem Katalog 2019 gegenüberstellen könnte.


    Würden Sie bezüglich dieses Vorgehens mit mir d'accord gehen?


    So wie ich das InEK in seinem Abschlussbericht zum Systemjahr 2020 verstanden habe, wurden eben so die Pflege-Bewertungsrelationen ja ermittelt, nur vice versa: Mittlere Istkosten der Pflege dividiert durch den Korrekturwert von €3.094,86 = RG-Anteil für Pflege in dieser DRG. Anschließend Division dieser RG-Anteile "Pflege" durch die VWD um den Tagesbezug herzustellen.


    Lieben Dank vorab und beste Grüße