Beiträge von Cardiot

    Hallo Tina,


    obwohl ich die \"Gegenseite\" vertrete (Krankenhaus/Intensivstation) teile ich Ihre Auffassung. Ich würde in dem von Ihnen geschilderten Fall auch die T75.4 als HD und die W87.9! als ND codieren, ferner OPS 8-930. Die respiratorische Arrhythmie legt nahe das es sich um einen jüngeren Patienten gehandelt haben könnte. In diesem Fall würde ich die Sinusbradykardie als normal ansehen. War die niedrigste Frequenz 56/Min bei Aufnahme? In dem Fall wäre es auch nicht korrekt, überhaupt von einer Bradykardie zu sprechen. Die Entlassung nach 22h spricht meiner Ansicht nach auch nicht dafür, das die kurzfristigen Schwankungen des Herzrhythmus überhaupt diagnostische oder therapeutische Konsequenzen/Aufwendungen nach sich zogen.


    Falls Thoraxschmerzen vorgelegen haben kann man sich noch unterhalten ob die R07.3 als weitere ND zu codieren ist.


    Ebenfalls ein schönes WE!

    Ich denke es macht durchaus Sinn vor einer (teueren) NTX eine vergleichsweise "billige" Coro durchzuführen; aus eben den Gründen welche Patricia genannt hat - abgesehen davon das die TX-Zentren es verlangen.


    Die "Beobachtungen" treffen meiner Ansicht allerdings als Hauptdiagnose nicht zu (zumindest die Z03.4) weil wir ja keine diesbezügliche Symptomatik haben.


    Mich würde interessieren wie andere Katheterhäuser so etwas verschlüsseln und was der dort zuständige MDK dazu sagt.

    Guten Abend liebe DRG-Mitstreiter in der Kardiologie,


    weiß jemand von Euch wie man Patienten verschlüsselt bei denen eine signifikante KHK invasiv ausgeschlossen wurde (Herzkatheter/OPS 1-275.2)? Gibt es hier verbindliche Vorgaben? Wie handhabt Ihr es in Euren Kliniken?


    Konkret:
    Fall 1: Routine-Coro vor Nierentransplantation, keine AP-Beschwerden
    Was verschlüsselt Ihr als Hauptdiagnose?


    Fall 2: AP, Ausschlußcoro, Diagnose: Hypertensive Herzerkrankung/koronare Mikroangiopathie
    Verschlüsselt Ihr Thoraxschmerz (R07.2) oder die Hypertensive Herzerkrankung (I 11.0) als HD?


    Ich habe zu diesen Fragen auch die BWKG angeschrieben, allerdings bisher ohne Antwort. Wißt Ihr Rat?


    Noch ein Glas Rosso con Nero dann ins Bett.:drink: ?(

    Liebe Forenschwestern und -brüder,


    vielen Dank für die prompten Ratschläge.Ich verrate - denke ich - kein Geheimnis wenn ich sage, meine Klinik bestreitet ihr finanzielles Auskommen nicht durch sinnlose Aufnahmen und Codierakrobatik sondern leistet medizinische Akutversorgung.


    Die diskrepanten Sichtweisen ein und des selben Falles werden in den Postings aber ganz gut sichtbar. Ich kann mir z.B nicht vorstellen daß Kassenfürst ToDo jemals eine Nacht in einer Notaufnahme mit 20 Zugängen verbracht hat. Auch wenn seine Äußerung nachvollziehbar ist würde mich doch interessieren wie er so ganz nebenbei Freitags 22Uhr für eine halbseitig gelähmte Rollstuhlfahrerin einen Kurzzeitpflegeplatz organisiert.


    Natürlich ist es verwerflich wenn sich die Angehörigen vor der Verantwortung drücken, genauso verwerflich wie der verantwortungslose Umgang mit Atomenergie und die Ausbeutung Lateinamerikas:D
    FAKT ist aber, ich habe eine alte Dame in der Notaufnahme stehen die unversorgt!


    Z76.6 erscheint mit passend, vielen Dank für den Tipp.


    Übrigens: Am Folgetag konnte die Frau mit Hilfe der AWO tatsächlich in die Kurzzeitpflege verlegt werden.


    Nach dem Regen angenehm kühl, werd heut abend ein Bierchen auf den super Sommer trinken:drink:

    Hallo Forum!


    Der klassische Freitagabend-Fall: Hausarzt ist bei einem Patienten dessen Angehörige in Urlaub fahren und der alte Herr ist zuhause nicht versorgt. Ein Heim- oder Kurzzeitpflegeplatz ist nicht beantragt. Einweisung wegen "V.a. irgendwas".
    Oder anderer Fall: Ehemann im Krankenhaus mit Infarkt, die von ihm gepflegte Frau (Zn Apoplex) wird mit eingewiesen da sie unversorgt ist.


    Wie würden Sie das "Versorgungsproblem" verschlüsseln?


    Unerträglich heiß aber bald Feierabend.:dance2:

    Hallo Forum,


    folgender Fall:
    Patient wird zur elektiven Herzkatheteruntersuchung bei stablier Belastungs-AP (I20.8) mit dem Verdacht einer KHK aufgenommen, klinisch untersucht, bekommt Blut abgenommen und wird aufgeklärt. Wegen Kapazitätsproblemen (Ausfall einer Katheteranlage) kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden. Der Patient wird entlassen und zu einem späteren Zeitpunkt einbestellt.
    Codierung: Z53,- als HD und I20.8 als ND ergibt DRG Z62Z (RG0,211).


    Der Patient wird dann beim zweiten Mal erfolgreich koronarangiographiert.


    Und jetzt die Frage:
    Wird der erste Aufenthalt mit dem Katheteraufenthalt verrechnet und wenn ja wie?


    Vollmond bei sternklarer Nacht, 20°C:uhr:

    Hallo Herr Bracht,


    die Diskussion über Verlegung/Verbringung zur Koronarintervention im Hinblick auf die DRGs scheint mir doch wichtig. Ein konkretes Beispiel:


    Wir bekommen z.B aus einem relativ großen Einzugsgebiet Patienten mit akuten Koronarsyndromen zum Herzkatheter - sagen wir der Einfachheit halber - zuVERLEGT die zwischen 1 und 3 Tagen stationär bleiben. Der Patient kommt also in sein Heimatkrankenhaus A, wird dort aufgenommen und als Infarkt diagnostiziert, am Aufnahmetag zu uns verlegt, kathetert und geht am nächsten Tag retour. Wer rechnet hier was ab??


    Wenn Sie sich die DRG für den akuten Myokardinfarkt anschauen (eine Z-DRG) und mit den erbrachten Leistungen gegenrechnen (Stent, Reopro etc.) wird es bei einer BaseRate von max. €2900,- schwer kostendeckend zu arbeiten. Auf jeden Fall dürfte es weniger Geld geben als heute über das SE 21.02 abgerechnet wird. Da interessiert es doch ob eine DRG "Myokardinfarkt" zwischen allen Häusern die den Patienten behandeln geteilt werden muß (und wie?) oder ob jedes Haus eine DRG abrechnen kann die um die Abschläge bei unterschreiten der unteren Grenzverweildauer gekürzt wird.


    Deswegen meine Frage ans Forum:
    Weiß jemand wie mit solchen Fällen verfahren werden soll?


    Viele Grüße aus dem mittlerweile regenfreien Schwarzwald!