Beiträge von E_Horndasch

    Hallo,

    interessant sind auch die Anforderungen an die Kooperationsvereinbarungen bis hin zur Verankerung im Krankenhausplan.

    Eine Kooperationspartnerschaft iS des OPS 8-98b erfordert als Strukturmerkmal aber nicht nur, dass Leistungen tatsächlich erbracht werden. Vielmehr muss eine rechtlich verfestigte Kooperstionsbeziehung bestehen, die etwa vertraglich, durch Verwaltungsakt oder normativ begründet ist und organisatorische Vorsorge für die Kooperation trifft. Der vom LSG in Bezug genommene Kooperationsvertrag vom 28.4.2006, auf den sich auch die Bestätigung bezieht, betrifft nach der Umschreibung des Kaufmännischen Direktors nur die Erbringung neurochirurgischer Leistungen. Entgegen der Auffassung der Klägerin ergibt sich eine verbindliche Kooperation auch nicht unmittelbar aus dem Landeskrankenhausplan 2010 des Landes


    Und das Argument, dass die Schlaganfallversorgung "tot ist" wird weggewischt mit dem Argument, dass den Ländern die Planungshoheit ja nicht genommen wird. Natürlich dürfen die Länder Stroke Units planen und in solche Einheiten investieren. Es wird halt nur der Betrieb nicht mehr adäquat vergütet (aber das ist ein Detailproblem in den Augen des BSG).

    Weder das auf der Grundlage des § 17b KHG und des KHEntgG beruhende DRG-Vergütungssystem als Ganzes noch die ihn dieses - wie aufgezeigt - inkorporierten Klassifikationssysteme ICD-10-GM und OPS haben den Ländern vorbehaltene krankenhausplanungsrechtliche Regelungen zum Gegenstand, Soweit der OPS in den Komplexziffern auch strukturelle Anforderungen definiert, regelt er lediglich Vergütungsvoraussetzungen, über die sich die Vertragspartner auf Bundesebene verständigt haben. Diese Voraussetzungen beschreiben vorgefundene medizinische Erfordernisse und bilden zugleich die sich daraus ergebenden erforderlichen Ressourcen ab, um die vergütungsrechtliche Gleichbehandlung der Krankenhäuser zu gewährleisten. Hingegen steht der OPS den Ländern nicht im Wege, infrastrukturelle Planungs- und Investitionsentscheidungen über die von ihnen für erforderlich gehaltene Versorgung mit auf die Schlaganfallbehandlung spezialisierten Einheiten (Stroke Units) zu treffen (dies verkennend Becker, KrV 2018, 96, 99).

    Habe ich tatsächlich andere Kosten wenn der Hubschrauber neben der Klinik steht?


    Und noch was:

    Nach den Vorentscheidungen war eigentlich zu erwarten, dass es genau so kommt. Was treibt eigentlich die Kläger dazu, solche Urteile und Ergebnisse zu "provozieren"?


    Und nun zum Abschluss:

    Grundsätzlich sehe ich Komplexpauschalen im Lichte der BSG-Rechtsprechung als kritisch an. In jeder noch so schönen Komplexziffer findet sich in der Komplexität (wahrscheinlich heißen sie deshalb Komplexziffern) ein Ansatzpunkt zum Streichen der Ziffer, weil irgendein Punkt der dort drin steht (oder rein interpretiert wird) dann gestrichen wird. Oder kennt jemand eine Komplexziffer, die die "Kasseler Prüfung" bestanden hat? Mir fällt auf Anhieb keine ein.

    Hallo,

    ob der Anspruch de Patienten auf Einsicht in seine Unterlagen nach der DSGVO von der Cloud-Lösung gedeckt ist?

    Die Informationen darüber sind laut Artikel 12 DSGVO in „präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache“ zu liefern.

    Fragen über Fragen.

    Guten Tag,

    unabhängig davon ob Fehler oder beabsichtigt. Es ist nun mal so.

    Wenn am Straßenrand ein Stoppschild steht, dann müssen Sie auch anhalten und können nicht darüber philosophieren ob es zufällig oder irrtümlich dort hingekommen ist und danach entscheiden.....

    Hallo,

    die Osteosynthese habe ich nicht mit reinkopiert. Die hat statt gefunden.

    (Memo an mich: Kurz und knapp ist nicht immer zielführend)

    Mit ging es nur um die einseitige Anfrischung der Gelenke.

    Danke für die Antworten.

    Hallo,

    bei einer linkskonvexen degenerativen lumbalen Torsionsskoliose wird eine unilaterale Spondylodese durchgeführt. Der OP-Bericht führt dazu aus:

    ....Auf der linken Seite werden die Gelenke alle eröffnet, mit dem Luer sehr stark angefrischt. Die Knorpelschicht wird komplett entfernt. Das Gelenk wird mit dem Meißel zum Teil reseziert, um frische spongiöse Knochenfläche zu erreichen. Anschließend wird Eigenknochen in der Knochenmühle zerkleinert und linksseitig von BW 11 bis LW 5 intraartikulär/artikulär/über die Querfortsätze implantiert. Der Knochen wird danach mit Gelitastreifen abgedeckt. ....

    Nun die Frage an die WS-Kodier-Spezialisten: muss bei einer Spondylodese beidseitig vorgegangen werden?

    Guten Tag zusammen,

    wie würden die Experten hier im Forum die akute Einklemmung eines Meniskus kodieren?

    Den Begriff als solchen gibt es weder in der Systematik noch im alphabetischen ICD-Verzeichnis.

    Eine definitive (andere) Diagnose gibt es nicht, da der Patient mit dieser Verdachtsdiagnose weiter verlegt wurde.

    Danke für Antworten.

    Hallo,

    aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 06.06.2018:


    Zu den Aufgaben der Rechtsprechung gehört die Rechtsfortbildung. Der Gesetzgeber hat dies seit langem anerkannt und den obersten Gerichtshöfen des Bundes die Aufgabe der Rechtsfortbildung ausdrücklich überantwortet (vgl. für das Bundesarbeitsgericht § 45 Abs. 4 ArbGG). Dies belässt dem Gesetzgeber die Möglichkeit, in unerwünschte Rechtsentwicklungen korrigierend einzugreifen und so im Wechselspiel von Rechtsprechung und Rechtsetzung demokratische Verantwortung wahrzunehmen (vgl. BVerfGE 132, 99 <127 Rn. 74>). Richterliche Rechtsfortbildung darf hingegen nicht dazu führen, dass die Gerichte ihre eigene materielle Gerechtigkeitsvorstellung an die Stelle derjenigen des Gesetzgebers setzen (vgl. BVerfGE 82, 6 <12 f.>; 128, 193 <210>; 132, 99 <127 Rn. 75>). Die Gerichte dürfen sich nicht dem vom Gesetzgeber festgelegten Sinn und Zweck des Gesetzes entziehen, sondern müssen die gesetzgeberische Grundentscheidung respektieren. Eine Interpretation, die sich über den klar erkennbaren Willen des Gesetzgebers hinwegsetzt, greift unzulässig in die Kompetenzen des demokratisch legitimierten Gesetzgebers ein (vgl. BVerfGE 118, 212 <243>; 128, 193 <210>; 132, 99 <127 f. Rn. 75>; 134, 204 <238 Rn. 115>).

    ......

    Die Beachtung des klar erkennbaren Willens des Gesetzgebers ist Ausdruck demokratischer Verfassungsstaatlichkeit. Dies trägt dem Grundsatz der Gewaltenteilung (Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GG) Rechnung. Das Gesetz bezieht seine Geltungskraft aus der demokratischen Legitimation des Gesetzgebers, dessen artikulierter Wille den Inhalt des Gesetzes daher mit bestimmt. Jedenfalls darf der klar erkennbare Wille des Gesetzgebers nicht übergangen oder verfälscht werden (vgl. auch BVerfGE 128, 193 <209>, 133, 168 <205 Rn. 66>).


    https://www.bundesverfassungsg…s20180606_1bvl000714.html


    Die Entscheidung betrifft allerdings die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes

    Hallo,

    in 2019 können Sie es (voraussichtlich) kodieren:B18.13 Chronische Virushepatitis B ohne Delta-Virus, Phase 3

    Inkl.: Chronische Virushepatitis B ohne Delta-Virus, HBeAG negativ, ohne Entzündungsaktivität, niedrigreplikativ

    Keimträger von Hepatitis-B-Oberflächen-Antigen [HBsAg]


    Wenn ich mir dann die Herleitungen und die Texte ansehe, dann dürfte es in 2018 schwer werden.