Beiträge von E_Horndasch

    Hallo zusammen,

    folgende Konstellation:

    Handschuhwechsel des gesamten Teams und anschließend Gießen der Zementspacer mit Kopalzement, Vancomycin, Gentamycin mittels Förmchen. Nach Aushärtung desselbigen nun sparsames Einzementieren der Komponenten tibial und femoral. Nach Aushärtung des Zementes nochmaliges ausgiebiges Spülen und Kontrolle der Blutstillung.


    Nun die Frage nach der Kodierung:


    5-829.9 - Einbringen von Abstandshaltern (z.B. nach Entfernung einer Endoprothese)

    UND/ODER

    5-785.1h - Implantation von alloplastischem Knochenersatz: Knochenzement mit Antibiotikumzusatz: Femur distal
    5-785.1k - Implantation von alloplastischem Knochenersatz: Knochenzement mit Antibiotikumzusatz: Tibia proximal


    Wie ist das Exkl. bei 5-785 zu verstehen:

    Exkl.: Implantation von endoprothetischem Gelenk- und Knochenersatz (5-82)

    Implantation eines nicht alloplastischen Knochen(teil-)ersatzes (5-828 ff.)



    Danke für Hilfestellung und Erklärungen.

    Hallo,

    ob oGVD-Fälle geprüft werden oder nicht wird jede Kasse für sich entscheiden. oGVD-Fälle bringen auf den ersten Blick nicht so viel, angesichts der Doku-Probleme in den Kliniken ist die Erfolgsquote aber deutlich höher, so dass im Folgequartal dann die Prüfquote erhöht wird . Aber das wird jeder der Player für sich bewerten und entscheiden müssen.

    Ich habe eine Frage an die Juristen. Maßgeblich für die Prüfquote ist das Datum der Schlussrechnung so weit klar. Ab wann sind die Sanktionen (300 Euro Aufschlag) fällig. Bei jeder Prüfung ab 01.01.2020? Bei jeder Aufnahme ab 01.01.2020? Bei jeder Rechnung ab 01.01.2020?


    Ich kann mich noch dunkel an die Einführung der AWP erinnern, wo diese Frage nicht so vom Gesetzgeber gelöst wurde, damit alle das selbe darunter verstehen.
    Das BSG hat damals entschieden, dass es nur für Fälle gilt, die sich vollständig nach Inkrafttreten des neuen Rechts verwirklicht haben. Die Vorschrift mache daher einen klaren Schnitt zwischen Krankenhausbehandlungen vor und nach dem 1. April 2007. Die Kassen sollten im Rahmen der besonderen finanziellen Belastung der Aufwandserstattungsverpflichtung zumindest die Möglichkeit haben, den Behandlungsfall in Kenntnis des wirtschaftlichen Risikos vom Behandlungsbeginn an zu begleiten. Eine Rückwirkung komme daher nicht in Betracht.sich vollständig nach Inkrafttreten des neuen Rechts verwirklicht haben. Die Vorschrift mache daher einen klaren Schnitt zwischen Krankenhausbehandlungen vor und nach dem 1. April 2007. Die Kassen sollten im Rahmen der besonderen finanziellen Belastung der Aufwandserstattungsverpflichtung zumindest die Möglichkeit haben, den Behandlungsfall in Kenntnis des wirtschaftlichen Risikos vom Behandlungsbeginn an zu begleiten. Eine Rückwirkung komme daher nicht in Betracht.

    Aber nun sind die Vorzeichen ja umgekehrt und ob der 1. Senat das jetzt auch so sieht? Zumal die Kommentatoren damals sagten, dass die Begründung nicht überzeugt.


    Zum Begriff "Lerngebühr"

    der Begriff wurde von mir in Anlehnung an die Gesetzesbegründung gewählt (übrigens in der Intention nicht euphemistisch, sondern sarkastisch):

    Das einzelne Krankenhaus hat im Sinne eines lernenden Systems durch Bemühungen zur Umsetzung einer regelkonformen Kodierung und Abrechnung Einfluss auf den Anteil unbeanstandeter Abrechnungen und somit auf die im übernächsten Quartal anzuwendende Prüfquote und die Höhe des Aufschlags nach Absatz 3.

    Hallo,

    nur so am Rande: der Gesundheitsminister Spahn hat soeben vor der Hauptversammlung des Marburger Bundes die KI-gestützte Rechnungsoptimierung bei der Krankenhausabrechnung (als Problem) angesprochen. Zugegeben auf beiden Seiten (also bei Krankenhäusern und Krankenkassen). Da ist dann die Intention des Gesetzes schon klar. Die Auslegungsunklarheiten bei der Kodierung sollen mehr oder weniger drastisch reduziert werden.


    Interessant sind noch weitere Überlegungen:

    • Aufrechnungsverbot: ein fiktives Beispiel: MD kürzt Rechnung ==> Kasse stellt die gesetzlich vorgesehene Gebühr in Rechnung und fordert Minderung der Abrechnung ==> Krankenhaus reagiert nicht. Nun die Preisfrage: klagt die Kasse nach Austausch der Argumentation im Verfahren nach §17 c Absatz 2b Krankenhausfinanzierungsgesetz (Nachverfahren) und der (internen) Bewertung der Prozessrisiken?
    • Was ist mit der PrüfvV - wird die angepasst oder bleibt die so bestehen (im Zweifelsfall werden dann ungültige Regelungen durch die Gerichte gekippt)? - meine Prognose ist, dass es hier erst mal keine Änderung gibt, da sich die Partner der Selbstverwaltung nicht bewegen werden (Aufrechnungsverbot und die Möglichkeit der einmaligen Nachkodierung sind die jetzt noch enthaltenen Knackpunkte).
    • Schlichtungsausschuss: die ewig bekannten und von den Gerichten mal so und mal so entschiedenen Streitfragen werden endlich (hoffentlich) abschliessend geregelt.
    • Wenn dann die Probleme mit der Kodierung geklärt sind, dann werden vielleicht die Versorgungsprobleme durch fehlende Pflegeheimplätze und Reha-Plätze als weiteres Übel in der Abrechnung (mir ist kein besserer Begriff eingefallen) angegangen.

    Hallo,

    Sie können die FZL verweigern. Dann kommt der MDK und sie führen die Fälle zusammen, da es dann die Umsetzung eines MDK-Ergebnisses ist. Zusätzlich sind dann noch 300 Euro zu zahlen.

    Da wäre es durchaus zu überlegen, vorher die FZL vorzunehmen.


    Und zusätzlich gibt es die Möglichkeit außerhalb im Falldialog mit den Kassen Dinge entsprechend zu regeln.

    Die Krankenkasse und das Krankenhaus können eine bestehende Ungewissheit über die Rechtmäßigkeit der Abrechnung durch Abschluss eines einzelfallbezogenen Vergleichsvertrags beseitigen.


    Eine andere Möglichkeit ist die gesetzlich vorgesehene Regelung in der PrüfvV

    Hallo,

    der Aufschlag ist 50% auf den Differenzbetrag. Der Höchstbetrag sind 10% der geminderten DRG.

    Also Kürzung bei einer Beatmungs- und ITV-DRG (fiktives Beispiel) um 25.000 auf 40.000 Euro.

    Das bedeutet dann eine "Lerngebühr" von 2.500 Euro, da der Höchst-Betrag von 4.000 Euro nicht erreicht wurde. So verstehe ich das Ganze.

    Hallo zusammen,
    hier mal eine Frage an die Juristen hier:
    in der DKR 1001 wird ja ab 2020 festgelegt, dass am Aufnahmetag und am Entlasstag, bzw. Verlegungstag nur die tatsächlich erbrachten Beatmungsstunden gezählt werden können.
    Ist der Aufnahmetag der Aufnahmetag im KH oder auf der ITS?
    Fiktives Beispiel: Patientin wird aufgenommen und erleidet am dritten Tag eine Komplikation, in deren Folge sie beatmungspflichtig wird. Es werden am ersten Tag der Beatmung 9 Stunden Beatmung durchgeführt. Zählen die als 24, weil > 8 und nicht Aufnahmetag oder als 9, weil Aufnahmetag auf ITS?


    Oder:

    Patient wird nach einem prä-Tag um 15:00 Uhr zur OP intubiert und postoperativ (> 24 Stunden) nachbeatmet. Wird der OP-Tag dann mit 24 Stunden (weil > 8 Stunden und nicht Aufnahmetag) gezählt? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der prä-Tag medizinisch indiziert war, sonst wird es noch komplexer.


    In den Beispielen der DKR werden die Patientin ja immer beatmungspflichtig aufgenommen.

    Hallo,

    hier ein Medientipp:

    Liveübertragung aus dem Deutschen Bundestag: Donnerstag, 7. November, 17.20 Uhr

    45-minütige Debatte zum MDK-Reformgesetz.

    Dazu wird der Gesundheitsausschuss eine Beschlussempfehlung vorlegen. In erster Lesung beraten wollen die Abgeordneten zugleich einen von der AfD-Fraktion angekündigten Antrag mit dem Titel „Begründungsregelung bei Krankenhausabrechnungsprüfungen“. Die Vorlage soll im Anschluss zur weiteren Behandlung in den federführenden Gesundheitsausschuss überwiesen werden.

    Guten Tag,

    in der DKR 1001 steht ja jetzt auch drin:

    Bei allen Patienten, die länger als 95 Stunden beatmet werden und die beatmet verlegt oder die beatmet entlassen werden, ist ein passender Schlüssel für den Entlassungs /Verlegungsgrund nach § 301 SGB V, der den Beatmungsstatus des Patienten wiedergibt, anzugeben.


    Das wäre ja noch kein Problem, wenn da nicht ein weiteres Gesetz (Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG)) demnächst in Kraft treten würde, in dem festgelegt wird:

    Krankenhäuser, die keine Feststellung des Beatmungsstatus vornehmen, oder die trotz bestehendem Entwöhnungspotenzial von der maschinellen Beatmung keine Anschlussbehandlung veranlassen, müssen künftig Abschläge hinnehmen.


    Und der Beatmungsstatus ist nicht so trivial, denn in §112 SGB V soll künftig drin stehen:

    ....dabei ist auch vorzusehen, dass vor der Entlassung oder Verlegung von Beatmungspatienten eine qualifizierte fachärztliche Feststellung des Beatmungsstatus erfolgt“.


    Kennt jemand schon nähere (belastbare) Details zu dem Beatmungsstatus?

    Hallo,

    noch mal eine Frage an die Gemeinde zu der DKR zu Beatmungen:

    Da steht ja jetzt drin:

    Diese intensivmedizinische Versorgung umfasst mindestens ein Monitoring von Atmung und
    Kreislauf und eine akute Behandlungsbereitschaft (ärztliche und pflegerische Interventionen zur
    Stabilisierung der Vitalfunktionen unmittelbar möglich).


    Brauche ich damit einen Volldienst auf der ITS oder genügt ein Bereitschaftsdienst (auf der ITS).

    Oder darf der Arzt in einem separaten Bereitschaftszimmer sein? Dann ist es aber nicht mehr unmittelbar, wenn man/frau sich die Definition des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung in NRW anguckt:

    Eine konkrete Wegstrecke, die zurückgelegt werden darf, findet sich in den Vorschriften nicht. Legt man allerdings die Definition für das Wort "unmittelbar" zugrunde - durch keinen oder kaum einen räumlichen oder zeitlichen Abstand getrennt - kann man nur zu dem Schluss kommen, dass sich die Einrichtungen mindestens auf der selben Etage befinden müssen. Eine Einrichtung auf einer anderen Etage oder einem anderen Gebäude halten wir für nicht zielführend.