Beiträge von E_Horndasch

    Hallo Frau Enders,

    es kommt darauf an, auf welche Passage Sie sich beziehen (wollen):

    Version A

    Der Malignom-Kode ist als Hauptdiagnose für jeden Krankenhausaufenthalt zur Behandlung der bösartigen Neubildung und zu notwendigen Folgebehandlungen (z.B. Operationen, Chemo-/Strahlentherapie, sonstige Therapie) (siehe Beispiel 2) sowie zur Diagnostik (z.B. Staging) (siehe Beispiel 3) anzugeben, bis die Behandlung endgültig abgeschlossen ist, also auch bei den stationären Aufenthalten, die beispielsweise auf die chirurgische Entfernung eines Malignoms folgen.

    Version B

    War der Aufnahmegrund weder die maligne Erkrankung noch die Chemo-/Strahlentherapie, so ist die Hauptdiagnose gemäß DKR D002 Hauptdiagnose zu wählen.


    Steht alles in ein und demselben Absatz in der DKR 0201 drin. Je nach resultierendem RG wird sich KH oder Kasse/MD für Version A oder Version B entscheiden.

    Überspitzt gesagt können sie (um mal von der Lunge weg zu kommen) z.B. an fünf aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine Zehenstrahlresektion (pro Tag je einen Zehenstrahl) am gleichen Fuß durchführen. Das Endergebnis für den Pat. wäre letztlich eine Vorfußamputation. Trotzdem müssten sie jeden Tag brav eine Zehenstrahlresektion kodieren, die sie ja tatsächlich durchgeführt haben. Sie können nicht einfach am fünften Tag eine Vorfußamputation kodieren.

    schönes Beispiel

    Guten Tag,

    wir erleben zur Zeit eine Rolle rückwärts. Die akribische Dokumentation des NIHSS wird nicht mehr akzeptiert. Jetzt wird Freitext mit allen neurologisch möglichen (und unmöglichen) verlangt.

    Es seien mindestens Angaben zu Bewusstsein, Fazialisparese, Motorik Arm, Motorik Bein, Sensibilität und Sprache erforderlich. NIHSS kann angewendet werden (wird dann aber nicht akzeptiert, weil....). Zusätzliche Schädigungen/Defizite sind ergänzend anzuführen.
    Konsequenz: keine einzige geprüfte Stroke-Behandlung wird mehr akzeptiert und die Sozialgerichte freuen sich.

    Guten Tag,

    hat jemand eine Lösung mit einem Pseudo-OPS implementiert? Die Vorstellung wäre die Eingabe eines OPS-Kodes (z.B. 1-931.0) für die Covid-Testung (mit Datum) aus der das Abrechnungsprogramm dann analog den anderen ZEs die ZEs für die Covid-Testungen generiert.

    Nur nebenbei: Es wäre hilfreich / schön gewesen, wenn das DIMDI nicht nur unterjährig die ICDs, sondern auch einen Covid-OPS implementiert hätte. Aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert.

    Guten Tag,

    hier die bayerische Stimme:

    Ein weiterer Aspekt bei der Umsetzung über die Nachtragsrechnung ist die Berücksichtigungsfähigkeit des Rechnungszuschlages nach § 8 Abs. 11 KHEntgG. Hiernach berechnet das Krankenhaus bei Patienten, die im Zeitraum vom 01.05.2020 bis zum 31.12.2020 zur voll- oder teilstationären Kran-kenhausbehandlung in das Krankenhaus aufgenommen werden, einen Zuschlag in Höhe von 0,42 % des Rechnungsbetrags und weist diesen gesondert in der Rechnung aus. Da das Zusatzentgelt in unmittelbarem Zusammenhang mit der Aufnahme eines Patienten zur voll- oder teilstationären Krankenhausbehandlung steht, erscheint es aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft insofern naheliegend, den Rechnungszuschlag in Höhe von 0,42 % auch auf das Zusatzentgelt zu berechnen. Der damit verbundene technische Umsetzungsaufwand im Krankenhaus wäre jedoch individuell zu prüfen.


    Die Hervorhebung ist im Original. Wie es aus der Sicht des GKV-SV aussieht ist mir nicht bekannt.

    Guten Tag,

    die Entgeltschlüssel wurden ja bereits bekannt gegeben. Ob es einen Trigger gibt halte ich für unwahrscheinlich. Da müssten ja die Grouper angepasst werden. Und ob das unterjährig passiert.

    Ich gehe davon aus, dass Sie jeden einzelnen Patienten händisch identifizieren müssen und dann manuell die Rechnung neu erstellen dürfen.

    Und wenn der Z-Kode und der U-Kode nicht kodiert sind, dann wird die Rechnung als unplausibel zurückgewiesen.

    ENDE SCHWARZMALMODUS