Beiträge von E_Horndasch

    Guten Tag zusammen,

    wer in diesem Kreis nutzt die Datenübermittlung nach § 301 Abs. 1 SGB V und hier die Verwendung der Nachrichten KHIN bzw. KANT beim Entlassmanagement?

    Nach dessen Verabschiedung zum 01.01.2019 sollte es doch in einigen Bereichen schon mal verwendet worden sein.

    Gibt es Erfahrungsbericht über die Anforderung einer Unterstützung durch die Krankenkassen im Rahmen des Entlassmanagements via KHIN?

    Danke für Antworten.

    Hallo,
    sie werden einen Infarkt auch nicht als Infarkt kodieren, wenn Trop erhöht, Patient sowieso Betablocker kriegt und die Wörter ACS, NSTEMI, etc an keiner Stelle in der Doku auftauchen.

    Ich pflege bei der Sepsis ab 2020 zu sagen. Eine Sepsis ist dann eine Sepsis wenn es eine Sepsis ist. Und das trifft zu wenn die Diagnose Sepsis (leitliniengerecht) gestellt wird. Und die Stellung einer Diagnose ist immer noch eine ärztliche Aufgabe, auch wenn das manche Kodierkräfte nicht gerne hören.

    Und wenn die Ärzte nix drauf geben, dann ist es halt ein pathologischer Befund. Und der Umgang damit ist in den DKR geregelt.

    Bei positiver BK bleibt ja u.U. noch die Bakteriämie, wenn die Antibiose passt.

    Hallo,
    ich stelle mir das evtl. so vor: "wir" prüfen die Ursprungsrechnung, sofern sie noch nicht vor der Prüfanzeige korrigiert wird. Die wird dann beanstandet und Sie zahlen den Aufschlag. Und wenn Sie Pech haben im nächsten Quartal das Ganze dann noch mal. Stelle ich mir interessant vor, wenn zwei mal (bei differenten HD oder ND) die oGVD geprüft wird und Sie zweimal den Aufschlag zahlen dürfen. Nichts ist unmöglich. Evtl. war das jetzt Sarkasmus, Ironie oder ironisch-sarkastischer Realismus. Aber mich wundert in dem System nix mehr.

    Hallo,

    ich kenne hierzu nur das Urteil des SG Würzburg vom 13.11.2006 (S 15 KR 293/04)

    Aufnahme wegen Arthrose, dann Diagnose Kolon-Npl

    Aus diesen Gründen sei bei Unklarheiten wie vorliegend (\"Veranlassung des stationären Krankenhausaufenthalts\") für das Gericht diejenige Auslegung der DKR vorzuziehen, die leistungsorientiert ist und eine adäquate Abbildung der Krankenhausleistung ermöglicht. Diese führe dazu, dass die Diagnose C18.2 (bösartige Neubildung: Colon ascendens) als Hauptdiagnose anzusehen sei.

    Guten Tag,

    ich reibe mir verwundert die Augen. Da hat doch tatsächlich der erste Senat entschieden:

    Der klagende Krankenhausträger hat für die Behandlung anderer Versicherter Anspruch auf Vergütung von 12 118,29 Euro. Die Aufrechnung der Beklagten mit einem Erstattungsanspruch in dieser Höhe ging ins Leere. Die Voraussetzungen des Vergütungsanspruchs des Klägers für die Behandlung des beatmeten Versicherten waren in der geforderten und beglichenen Höhe erfüllt.

    Der Kläger durfte die für die abgerechnete Fallpauschale erforderlichen mehr als 249 Beatmungsstunden unter Berücksichtigung einer größeren Zahl von Spontanatmungsstunden kodieren. Nach der DKR 1001l sind Spontanatmungsstunden in der Periode der Entwöhnung auch dann als Beatmungsstunden berücksichtigungsfähig, wenn der Patient bei seiner Entlassung ganz oder teilweise auf maschinelle Beatmung angewiesen bleibt, ein voller Entwöhnungserfolg also bis zur Entlassung nicht eintritt.

    (B 1 KR 19/19 R vom 17.12.2019)

    Hallo,

    ich habe da mal eine Frage als Mediziner an die Juristen:

    in der Übergangs-PrüfvV steht im Artikel 1 drin:

    Die Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) vom 03.02.2016 gilt für die Überprüfung bei Patienten, die bis einschließlich 31.12.2019 in ein Krankenhaus aufgenommen werden, unverändert fort.


    Daraus leiten manche ab, dass für diese Patienten gilt:

    Für die Überprüfung von Abrechnungen von Patienten, die bis einschließlich 31.12.2019 in ein Krankenhaus aufgenommen wurden, gilt die bisherige PrüfvV unverändert fort. Auch wenn die Abrechnung dieser Patienten erst im Jahr 2020 erfolgt, gilt weiterhin die 6-Wochenfrist zur Prüfungseinleitung.


    Können die Vertragsparteien die gesetzliche Frist von 4 Monaten so aushebeln? Oder gilt die Quote von 12,5% dann auch erst für Aufnahmen ab 01.01.2020 wo aber das Gesetz auf das Datum der Schlussrechnung abstellt?

    Für eine Erleuchtung oder Auflösung des Knotens wäre ich dankbar.

    Guten Tag,

    eine Sepsis ist eine Sepsis wenn es eine Sepsis ist. Also eine ärztliche Diagnose. Und die sollte leitliniengerecht oder so sein. Bei einem Herzinfarkt steht auch nix von den Kriterien im ICD, aber ohne EKG und ohne Troponin wird es schwer werden, den MDK zu überzeugen.