Beiträge von E_Horndasch

    Hallo,

    das DIMDI hat sich zu der Frage geäußert:

    Wie viele Einzeltherapie-Einheiten müssen und wie viele Gruppentherapie-Einheiten können für die Erfüllung der Mindestanforderungen des OPS-Kodes 8-550 mindestens vorliegen?

    FAQ 8039


    Hallo,

    die Forscherin Laura K. Jones die sich eigentlich mit dem Verhalten von Primaten beschäftigt, kam auf die Idee, soziale Interaktionen unter Chirurgen, Anästhesisten und OP-Personal mit einer in der Tierforschung häufig verwendeten Methode zu untersuchen. Hinter diesem Vorhaben steckte die These, dass menschliches Verhalten manchmal nicht weit weg ist von dem unserer tierischen Vorfahren.

    Die Studie kann diese These selbstverständlich nicht zweifelsfrei bestätigen, interessant sind die Ergebnisse dennoch: Wie bei vielen Primatenarten gingen auch die Konflikte im Operationssaal während der 200 untersuchten Eingriffe häufig von Individuen aus, die höher auf dem Hierarchie-Treppchen standen als ihr Streitpartner; also beispielsweise ein Zwist zwischen Chef- und Assistenzarzt.

    http://www.sueddeutsche.de/ges…d-klappe-halten-1.4039928

    http://www.pnas.org/content/early/2018/06/26/1716883115

    https://www.researchgate.net/p…y_Operating_Room_Behavior

    Guten Tag,

    hier noch was zum Lesen (aus 2011):

    Leserbriefe zur Thematik MDK im Bayerischen Ärzteblatt

    Kleiner Auszug:

    Dieses Vorgehen ist auch von den gesetzlichen Krankenkassen ausdrücklich gewünscht. Wir verweisen auf die Rückseite des so genannten„Einweisungsscheins“. Hier ist wörtlich dargelegt: „Die Kostenverpflichtungserklärung gegenüber dem Krankenhaus bleibt der Krankenkasse vorbehalten; deshalb bitte diese Verordnung vor Aufsuchen des Krankenhauses der zuständigen Krankenkasse vorlegen.

    Geschieht das nicht, so kann die Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgelehnt werden; es sei denn, es liegt ein Notfall vor, und ein Leistungsanspruch besteht.“

    Wir gehen in unserer Praxis bei stationär zu behandelnden Patienten folgendermaßen vor:

    1. Erstellung eines aussagekräftigen Befundberichts mit Stellungnahme zur Notwendigkeit und Dauer einer stationären Behandlung.

    2. Erstellung eines Antrags mit Begründung zur Dauer der stationären Behandlung für die zuständige Krankenkasse.

    3. Erstellung eines „Einweisungsscheins“ zur Vorlage bei der zuständigen Krankenkasse.

    Nur wenn die zuständige Krankenkasse (gegebenenfalls mit Prüfung durch den MDK) die Notwendigkeit und Dauer der von uns für erforderlich gehaltenen stationären Behandlung akzeptiert (hier: Varizeneingriffe mindestens zwei Übernachtungen), wird mit dem Versicherten ein stationärer Operationstermin vereinbart.


    Zudem darf ich auf den Beschluss des großen Senats des BSG (GS 1/06 vom 25.09.2007) verweisen.


    Die Entscheidung darüber, ob dem Versicherten ein Anspruch auf Gewährung vollstationärer Krankenhausbehandlung als Sachleistung zusteht und darin eingeschlossen die Entscheidung, ob eine stationäre Behandlung aus medizinischen Gründen notwendig ist, obliegt nicht dem Krankenhaus, sondern der Krankenkasse, gegen die sich der Anspruch richtet (BSGE 65, 94, 97 = SozR 2200 § 182 Nr. 115 S 264 f; BSGE 82, 158, 161 f = SozR 3-2500 § 39 Nr. 5 S 26 f; Urteil des BSG vom 11. Oktober 1988 - 3/8 RK 20/87 - USK 88157; siehe auch Beschluss des 3. Senats vom 3. August 2006 - B 3 KR 1/06 S - Umdruck RdNr. 10). Die Entscheidungsabläufe sind unterschiedlich, je nachdem, zu welchem Zeitpunkt die Kasse mit dem Leistungsbegehren befasst wird. Beantragt der Versicherte vorab die Genehmigung einer gemäß § 73 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 i.V.m. Abs. 4 SGB V vertragsärztlich verordneten Krankenhausbehandlung, so entscheidet die Krankenkasse ihm gegenüber durch Verwaltungsakt. Wird er dagegen, wie zumeist, wegen einer akuten Erkrankung oder eines Krankheitsverdachts ohne vorherige Konsultation der Krankenkasse stationär aufgenommen, so entscheidet diese über den Behandlungsanspruch lediglich indirekt, indem sie, erforderlichenfalls nach Einschaltung des MDK, dem die Leistung erbringenden Krankenhaus eine - in der Regel befristete - Kostenzusage (Kostenübernahmeerklärung) erteilt (zur rechtlichen Wirkung der Kostenübernahmeerklärung siehe: BSGE 86, 166, 170 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1 S 5 f; BSGE 89, 104, 106 = SozR 3- 2500 § 112 Nr. 2 S 12 f). Dieser Vorgang wiederholt sich, wenn zu einem späteren Zeitpunkt über eine Verlängerung des Krankenhausaufenthalts zu befinden ist. In allen Fällen hat die Krankenkasse vor ihrer Entscheidung die Erforderlichkeit der stationären Behandlung eigenständig und ohne Bindung an die Beurteilung des zuständigen Krankenhausarztes zu prüfen. Nichts anderes gilt für das Gericht, das gegebenenfalls in einem nachfolgenden Rechtsstreit über den Behandlungsanspruch des Versicherten oder den Vergütungsanspruch des Krankenhauses zu entscheiden hat.



    Meines Wissens nach haben sich die rechtlichen Grundlagen seitdem nicht geändert. Es ist natürlich mit Aufwand verbunden.

    Hallo,

    meine Erfahrungen mit Vorab-Klärung einer Doku bei Komplexbehandlung mit dem MDK:

    KH: können wir das so dokumentieren?

    MDK: so nicht!

    KH: wie dann?

    MDK: so nicht!

    KH: vielleicht so?

    MDK: so nicht!

    KH: wie dann?

    usw usw.


    Manchmal kommt auch ein "vielleicht". Und die Überraschung dann in der EFP.

    Hallo,

    um eine identische ex-ante-Sicht zwischen Kostenträger und Leistungserbringer herzustellen wäre eine vorherige fallbezogene Kostenübernahme sinnvoll. Dann kann der MDK hinterher immer noch die Einhaltung der Handzeichen bei den Teambesprechungen und die Anzahl der Therapieeinheiten prüfen. Und wenn die Kasse die KÜ nicht ausstellt, dann wissen Sie schon, dass Sie die Leistung auf eigenes Risiko erbringen.

    Hallo Herr Schaffert,

    oder wie die Wirtschaftswissenschaftler zu sagen pflegen:

    There is no such thing as a free lunch


    Den Suchstring "MDK" habe ich trotz mehrfacher Versuche in dem Referentenentwurf nebst Begründungen nicht finden können.


    Ich habe nur die Äußerungen der Herren Leber und von Stackelberg im Ohr, die genau auf die Rechnungsprüfung der "Pflegerechnungen" fokussierten und vielleicht auch damit ungewollt provoziert haben (aber eine Absicht dergestalt würde ich den Herren nie unterstellen wollen).

    Und nun noch was Positives für die PKMS-Leidgeplagten:

    Die Vertragsparteien auf Bundesebene haben hierzu Schlüssel des vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) herausgegebenen Operationen- und Prozedurenschlüssels zu benennen, die bislang für Zwecke des DRG-Vergütungssys-tems nach § 17b KHG benötigt wurden und nun gestrichen werden können, weil sie zukünftig zur Vergütung von pflegerischen Leistungen über das Pflegebudget nicht mehr benötigt werden. Dabei ist eine Entlastung im Dokumentationsaufwand insbesondere durch eine Streichung der Pflegekomplexmaßnahmen-Scores zu erwarten.