Beiträge von C. Mertens

    Hallo GeRo,


    ich fürchte die KK hat recht. In den Leitsätzen zur Anwendung der Wiederaufnahmeregelung ist unter Punkt 5 ein ähnliches Beispiel. Dort wird aber auch explizit gesagt, dass der zwischen den beiden zusammenzuführenden Fällen liegende Fall extra abgerechnet werden muss.

    Die Blutkulturen könnten ja auch negativ ausfallen, aber anhand der \"klinischen Kriterien\" lässt sich trotzdem eine Sepsis feststellen. Für die Kodierung müssen dann aber bei negativer Blutkultur vier der aufgeführten Kriterien vorliegen, bei positiver BK nur zwei.

    Zitat


    Original von mhollerbach:
    Aber wenn ein Patient aufgrund einer akuten allergischen Reaktion aufgenommen wird, weshalb sollte man dann eine Giftwirkung als Hauptdiagnose verschlüsseln, die offenbar weder bestand noch behandelt wurde?


    Eine sehr gute Frage, und ich fürchte mit \"Das haben wir schon immer so gemacht und es ist bisher nie beanstandet worden.\" als Antwort komme ich nicht weit, oder?


    Hin und wieder sollte man sein Kodierverhalten doch kritisch hinterfragen. :rotwerd:

    Liebe Kollegen,
    Ihre Vorbehalte gegen das pauschalirte System verstehe ich; als MDK- Gutachter sehe ich aber auch die diversen \"Upcodings\" Beispiel?
    Zitat aus dem Pflegebericht:\".. die Sepsis ist draußen beim Rauchen.....\"
    Grüße von der \"anderen Seite\"
    M.

    Guten Morgen, :rotwerd:


    mein Beitrag sollte lediglich den Beitrag von Herrn Schrader vertiefen.


    Ich selbst bin beim Thema COPD und Pneumonie nicht so sicher, dass ich da eine Kodierempfehlung aussprechen würde. Solche Fälle lege ich immer gern meinem Chef vor...

    Auszug aus den DKR 2004:


    Zitat

    \"Eine infektiöse Verschlechterung der COLD ist mit J44.0 Chronische obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Infektion der unteren Atemwege zu verschlüsseln, es sei denn, der infektiöse Zustand stellt ein eigenes Krankheitsbild dar, wie z.B. eine Pneumonie. In diesem Fall ist die Pneumonie als Nebendiagnose zu kodieren.\"


    Das wurde geändert, weil mit dieser Regelung eine Unterscheidung ambulant erworbener von nosokomialen Pneumonien (bei einer vorliegenden COPD) nicht möglich, für die ab 1.1.2005 neu eingeführte Qualitätssicherung aber notwendig war.


    Quelle: Medizinische Klinik; Fallstricke der DRG-Kodierung: Neuerungen für die Pneumologie 2005

    Zitat


    Original von A.:
    Hallo,


    Herr Selter, wissen Sie, wieso diese Kodekategorie dann nicht gelöscht wird , wenn sie nicht zu benutzen sei? (neutrale Frage, nicht provozierend-gemeint )



    Hallo, Herr A.,


    ich bin zwar nicht Herr Selter, aber ich versuche es trotzdem mal:


    Der ICD-10-Katalog ist nicht nur für die Kodierung im Krankenhaus da, die Kodierrichtlinien beziehen sich aber nur auf die Kodierung im Krankenhaus.