Beiträge von C. Mertens

    Zitat


    Original von Hagemann:
    Der Unfall liegt nach Erstversorgung 4 Tage zurück.


    Guten Morgen, Frau Hagemann,


    verstehe ich Sie richtig: Sowohl der Unfall als auch die Erstversorgung liegen 4 Tage zurück?


    Dann würde ich auch nicht mehr die offene Wunde der Hand als HD kodieren, sondern die Komplikation, sprich: die Phlegmone, möglicherweise zur besseren Darstellung noch die T79.3 \"Posttraumatische Wundinfektion, a. n. k.\"

    Hallo, Herr Dr. Finke,


    der Ansicht war ich auch. Dann machten mich die Kollegen darauf aufmerksam, dass hier ein erheblich höherer Aufwand betrieben wurde als beim Anlegen einer \"normalen\" Cimino-Fistel, da die V. basilika quasi aus der Tiefe nach vorn verlagert werden musste. Im OP-Bericht wird beschrieben, dass die \"Oberarmfaszie unter der V. basilika geschlossen wird, sodass diese dann subkutan zu liegen kommt.\" Das hat mich dann doch etwas verunsichert, da ich mir nicht sicher war, ob das nicht eigentlich \"normal\" für eine Shunt-OP ist.


    Vielen Dank für Ihre Hilfestellung!

    Guten Morgen,


    zum Thema Cimino-Fistel habe ich auch noch eine Frage:


    Wegen schmächtiger Venen wird bei einem Patienten die Vena basilika am Oberarm freigelegt und der Shunt dort angelegt. Kann ich zusätzlich zur 5-392.1 noch einen weiteren OPS angeben, um die Darstellung der Vena basilika zu dokumentieren?


    Vielen Dank für Vorschläge und Hinweise!

    Zitat


    Original von KODI79:


    Wenn Komplikationen des Diabetes vorliegen, aber keinen Aufwand zur Folge haben, der Diabetes aber an sich Aufwand erzeugt, ist entweder die .6_ oder .7_ als ND zu kodieren.



    Hallo KODI79


    Das ist so nicht ganz richtig!


    Wenn der Diabetes Nebendiagnose ist und nur eine Komplikation vorliegt, wird der spezifische Schlüssel für die vorliegende Komplikation genutzt.

    Hallo mabu,


    spontan fallen mir da drei Beispiele ein:


    1. der behandelnde Arzt ordnet Reduktionskost an (eher selten)
    2. in der Akte wird beschrieben, dass wegen des Umfangs keine AT-Strümpfe benutzt werden können und die Beine gewickelt werden müssen.
    3. erschwerte Sichtbedingungen bei Sonographien durch die Adipositas und dadurch bedingte weitere Diagnostik.


    Auch ihnen noch viele sonnige Tage!

    Hallo Herr Horndasch,


    das ist eine interessante Sichtweise! Dem könnte man entgegenhalten, dass dann ja auch nicht geprüft werden dürfe, da im gesamten §275 SGB V nicht von einer Prüfung der Entbindungsanstaltspflege gesprochen wird.

    Hallo Herr Horndasch,


    Zitat

    das steht auch nicht in den DKR, sondern in einer Interpretation derselben durch den MDK. (Kodierempfehlung Nr. 26)


    vielen Dank für den Hinweis. (weiß der Gutachter das auch?) Mir war allerdings schon bewusst, dass das nicht in den DKR steht. Ich hatte mich nur auf Vinzenz\' Artikel bezogen. Die genaue MDK-Empfehlung wusste ich aber tatsächlich nicht mehr.


    Die von Vinzenz beschriebene MDK-Stellungnahme ist nicht nur missverständlich sondern schlichtweg unbegreiflich.


    Auch wenn sich der Gutachter nicht auf die Kodierrichtlinie sondern auf die SEG-4-Empfehlung bezieht, ist es m. E. für die Richtigkeit der Kodierung völlig unerheblich, dass die Empfehlung Nr. 26 der SEG 4 \"erst\" am 28.02.2006 formuliert wurde. Diese Empfehlungen werden schließlich entwickelt, nachdem das gehäufte Auftreten von Fragen zu einem bestimmten Sachverhalt auf bestehende Unsicherheiten hindeutet. Dann davon zu sprechen, dass die Empfehlung vorher nicht gültig gewesen und deshalb anders zu kodieren sei, halte ich gelinde gesagt für unsinnig.

    Zitat


    Original von Vinzenz:
    Der (chir.) Gutachter meint, dass in 2006 die DKR D003d nicht gilt, sondern hier \"abnorme Befunde\" zu kodieren seien



    Hallo Vinzenz,


    diese Aussage ist nicht richtig. Das \"d\" zeigt an, dass diese Kodierrichtlinie zuletzt im Jahr 2005 modifiziert wurde. Natürlich gilt sie dann auch für 2006.


    Ich habe allerdings in dieser Kodierrichtlinie keinen Hinweis auf die Behandlung mehrerer Erkrankungen mit einem Medikament gefunden. :a_augenruppel:

    Hallo Michael2008,


    L89.34 geht wegen der falschen Lokalisation gar nicht.


    Ich würde zur Auswahl stellen:


    L89.39 \"Dekubitus dritten Grades, sonstige und nicht näher bz. Lokalisation\"


    Oder die N34.2 \"Sonstige Urethritis\". Unter letzterem findet man im ICD-10-Katalog auch \"Ulkus der Urethra\".


    Gruß und viel Erfolg beim Kodieren!

    Lieber Herr Endres,


    wie kommen Sie denn darauf?


    Wenn im § 3 Abs 3 steht, dass die Satze 1-4 keine Anwendung für MDC 15 finden, sind damit die Sätze 1 - 4 des gleichen Absatzes gemeint. Hier findet sich nirgendwo ein Hinweis auf §2 Abs. 1 und 2.

    Hallo Herr Helling, (Nachtrag wegen Überschneidung)und hallo Herr Horndasch,


    vielen Dank, Ihre Erläuterung ist sehr gut zu verstehen!


    Meine Frage bezog nicht so sehr darauf, was in diesem speziellen Fall die Stenose verursacht hat, sondern auf den Hinweis von Herrn Horndasch, dass die Ösophagusstenose ein eigenständiges Krankheitsbild ist. Meiner Erinnerung nach ist für eine Ösophagusstenose eigentlich immer eine andere Erkrankung oder Schädigung ursächlich, seien es Narben, Tumoren oder Spasmen.