Beiträge von merguet

    Sie muss aber dann auch ärztlich gestellt werden, durch die Hintertür bei der Kodierung geht es nicht


    Guten Abend,

    fordert der MDK schon seit längerem, endet darin dass es Gezänk gibt.


    Gibt es diese Vorschrift schriftlich? Wo steht, dass der Arzt diese Diagnose nicht nur gestellt und behandelt, sondern auch (schriftlich) formuliert haben muss? Wäre bei der Schwere an sich selbstverständlich.


    Konstrukt: Fieber- Notaufnahme. BGA unter O2 Maske: pCO2 48, AF 18. pO2 70 . Stupor, Krea 1,6, MAP um die 70 (90/55). HF 88. Röntgen: leichte unspezifische Verdichtung, keine typischen Infiltrate (typischer Altenheim -Patient). QSofa 2

    BK-Abnahme, empirische AB-Therapie. Klinisch Infektion bzw. Sepsis-Verdacht. Verlegung zur IMC. Im Verlegungs-Brief zunächst als Infektion mit unklarem Fokus und Exsikkose benannt.

    Tage später kommt der beweis für die Bakteriämie, die empirische Therapie war sensibel.


    Dann ist der Score für

    Atmung bei angenommenen 0,21 FiO2 1, bei angenommenen 0,3 über Maske gar 2

    Nervensystem: Mindestens 2

    Niere: 1

    Score 5.


    IMC 24 Stunden mit Volumen und Antibiose unter Monitoring. Rasche Erholung. Auf der Normalstation wurde Patient bewässert, Antibiose greift, Klart auf, Lunge besser, Entlassbrief: Infektion. Sepsis als solche nicht erwähnt.


    BGA ist da, Infektnachweis ist klinisch und Mikrob. gegeben, SOFA Score ist 5


    Keine Sepsis? Weil das Wort nirgends steht?


    Gruß


    merguet

    Tag,

    Mir gefällt das hier besonders gut:

    Zitat

    E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft

    Die Errichtung von INZ führen bei den betroffenen Krankenhäusern zu einem einmaligen

    Erfüllungsaufwand in Höhe von jeweils maximal 13.500 Euro für die Vereinbarung der Kooperationsverträge

    mit den Kassenärztlichen Vereinigungen.

    Davon Bürokratiekosten aus Informationspflichten

    Aus der Berichtspflicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über den Stand der Vereinbarungen

    zum Ersteinschätzungsverfahren des GNL ergibt sich für die Kassenärztliche

    Bundesvereinigung und die Kassenärztlichen Vereinigungen insgesamt ein Erfüllungsaufwand

    in Höhe von rund 2.500 Euro, der erstmals ein Jahr nach Inkrafttreten und anschließend

    in einem Abstand von zwei Kalenderjahren anfällt.

    E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung

    Bei den Kassenärztlichen Vereinigungen entsteht einmaliger Erfüllungsaufwand für die Vereinbarung

    der Kooperationsverträge mit den Krankenhäusern über die INZ in Höhe von

    jeweils maximal 16.000 Euro.

    Bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen

    und der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sowie bei den Landesverbänden der

    Krankenkassen und den Ersatzkassen, den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Landeskrankenhausgesellschaften

    entsteht im Zusammenhang mit der Vergütung von INZ einmaliger

    Erfüllungsaufwand in Höhe von rund 217.000 Euro.

    Den Krankenkassen entstehen für die Information ihrer Versicherten über das nächstgelegene

    INZ und über das GNL geringe, nicht quantifizierbare Erfüllungsaufwände.

    F. Weitere Kosten

    Keine.


    Keine weiteren Kosten bei gemeinsam betriebenen Notfalleinrichtungen? Bar jeder Vernunft.


    Gruß


    merguet

    Foristen,

    vor einiger Zeit gab es ein Urteil, bei dem ungewöhnlicher Weise von einem LSG entschieden wurde, dass das Colon-CA als HD zu werten sei, obwohl es nicht der primäre Aufnahmeanlass war. Ich finde das nicht mehr.

    Hat jemand einen Tipp.

    Gruß

    merguet

    Guten Abend


    §4(5) dürfte das Ende für etliche Versorger sein. Hier isb. das Wort "täglich"

    Laut Statistik der BÄK gibt es in D 1714 stationär tätige Geriater. 360 KH haben eine Geriatrie, bei denen bislang nie die tägliche Anwesenheit gefordert war. Auch nicht für GKB. Je KH mit Geriatrie also 4,7 Ärzte, falls alle genau dort arbeiten würden. Diese Ärzte müssten nun alle am WE zum Rufdienst erkoren werden. Das war bislang nie notwendig, meine Vermutung ist: Das machen die nicht mit.

    Es gibt übrigens 420 Unfallchirurgien und 409 Orthopädien.

    Im Jahr 2017 wurden laut DESTATIS 150.000 Patienten mit den einschlägigen Diagnosen behandelt.


    Gruß

    merguet

    Guten Morgen,

    ich frage möchte hier gerne noch einmal einhaken: Kann ich das irgendwo nachlesen?

    Bei Wikipedia (und das scheint ja die von SG bevorzugte Quelle zur Überprüfung von Fachgutachtern zu sein) steht:


    Die kleinste funktionelle Einheit der Wirbelsäule wird auch als (Junghannssches) Bewegungssegment oder Functional Spinal Unit (FSU) bezeichnet. Ein Bewegungssegment besteht aus zwei benachbarten Wirbelkörpern mit ihren Wirbelbogengelenken und der dazwischenliegenden Bandscheibe sowie den zugehörigen Bändern, Muskeln, Gefäßen und Nerven (Rückenmark und Nervenwurzeln)


    Demnach würden sich vier gefasste WK über 3 Segmente erstrecken? Verstehe ich was falsch?


    Gruß


    merguet

    Der Fokus der Prüfungen könnte also 2020 ff auf Kodierung liegen und dazu gibt es gute Möglichkeiten, die Prüfquote zu beeinflussen.

    Hinsichtlich der Festlegung verbindlicher Kodierstandards vor Ort und eines Lerneffekts haben wir gute Erfahrungen mit Begehungen gemacht. Anstatt immer die gleichen Schwarz-Weiss Stereotypen vorzutragen und sich vor dem „Feind“ abzuschotten, kann für beide Seiten ein Blick über die Wagenburg hinaus interessant und vertrauensbildend sein.

    Sehr geehrter Herr Breitmeier,

    das ist m.E. nicht zu erwarten. Die VWD-Prüfungen machen je nach Haus derzeit 60-80% der Quote aus. Echte Kodierfragen sind heute eher noch Interpretationsfragen. Mir kann doch keiner Erzählen, dass es zu systematischen Überkodieren kommt.

    bei den Kodieraspekten habe ich bereits auf die Lücken hingewiesen:

    Zahlreiche Leistungen werden derzeit strittig gestellt. Diese Leistungen sind korrekt kodiert, sind aber systematisch strittig. Keines der Grundprobleme ist gelöst, stattdessen wird zur Streichung der Leistung noch eine Strafe fällig.


    Mein Problem ist, das zeigt diese Diskussion, dass die Neuregelung in keiner Weise geeignet ist, Frieden herzustellen und das gegenseitige Vertrauen wieder zu errichten.


    Die Politik müsste statt der Regelungswut einen klaren Auftrag zur Beilegung strittiger Themen erteilen. Immerhin ist ein Ansatz der Auftrag an die Schlichtung, die strittigen Fragen zwischen SEG5 und FOKA zu befrieden. Danach bleiben echte Kodierfragen vll. übrig. Solange aber ein Großteil der Fragen undefiniert und ungelöst bleibt, kann man nicht zufrieden sein.


    Zu lösen:

    ATK und PTK mit einem Preis

    Abrechenbarkeit und Regeln für Event-Recorder

    Umgang mit Leistungen, die ambulant nicht verfügbar sind, stationär aber nicht erbracht werden dürfen (Rituximab, Infliximab, Phototherapie, Stammzellspende etc.)

    Abschaffung der UGV

    Definition von Kriterien für Teilstationäre Dialysen

    Verpflichtung des MDK zur Vorab-Indikationsprüfung von OLU und NUB

    Abschaffung der 300 Euro auf beiden Seiten (wer mich hier verfolgt, weiß, dass ich die AP seit Anfang für Unsinn halte)
    Vernünftiges und geregeltes Widerspruchsverfahren, um einmaligen Schnellschüssen bei der Begutachtung etwas sinnvolles zu entgegnen.

    Ideal wäre auch ein Eindampfen der DRG, ohne Rücksicht auf Heimigs R2


    All das könnte zur Befriedung und dem Einreißen von Mauern beitragen. Wird aber trotz immer wiederkehrender Forderungen nicht gemacht. Es ist mir schlicht unverständlich.


    Stattdessen: Neue Regelungswut, Meldeketten, Verwaltungsaufwand, Gezänk um Quoten und das ganze wird unweigerlich zu mehr, nicht zu weniger SG-Verfahren führen. Das schlimme daran ist, wieviel Kraft das bindet. Auf allen Seiten sind ehemals klinisch tätige Mitarbeiter damit befasst, ein absurdes System immer mehr zu verwalten und nicht mehr zu gestalten.


    Gruß


    merguet