Beiträge von merguet

    Moin,

    soeben erhalte ich eine Liste mit 778 Fällen, die dem MDK wegen der ausgefallenen Begehungen zu liefern sind.

    778 Fälle an einem Tag.

    Das wird immer unmöglicher.

    Gruß

    merguet

    Moin,

    ja das ist so zu befürchten. Der MDK muss das tun (PrüfVV). Die Kassen müssen das tun (BVA). Die Krankenhäuser müssen das tun (sonst: fehlende Mitwirkungspflicht). Damit hört der Blödsinn nicht auf. Es muss also erst in einer Gesundheitskatastrophe demaskiert werden, wie unsinnig der die Gegenseitige Hochrüstung und der fortwährende Regelungskleinkrieg ist, wenn es doch eigentlich um die Versorgung von Menschen geht.

    Gruß

    merguet

    Moin,


    bislang weitere 12 Listen für die 15. und 16. KW, damit sind wir jetzt in diese beiden Wochen bei 700 Fällen.

    Spahn baut einen (zu kleinen Fallschirm) und die Kassen säbeln an den Leinen.

    Zurückziehen der PA? wäre ja auch mal eine Idee. Wird das BVA aber vermutlich nicht zulassen.


    Sagenhaft.


    merguet

    Ich habe die Verbände durchaus auch informiert.

    Selbst wenn wir dank Berlin ab 1.4. nur noch 5% Püfquote haben: Unsere Begehungen bilden derzeit den Stand August-Oktober ab.

    Das ganze Theater würde also noch 1/2 Jahr weitergehen.

    Gruß

    merguet

    Guten Morgen,


    nur mal so als kleiner Eindruck: Während in unserer Uniklinik Intensivstationen ausgebaut und Beatmungsmöglichkeiten erweitert werden, Personal aus allen administrativen Bereichen bereitsgestellt wird, Notschulungen stattfinden, während Stationen aus und umgebaut werden zu Isolationszwecken, während Zelte aufgestellt werden für prophylaktische Isolationen usw usw. erreichten mich heute von 07:14 Uhr bis nur jetzt 22 Begehungslisten für die 16. und 17. KW, das entspricht ca. 440 Prüffällen.

    Das ist zwar die Fortsetzung des normalen Geschäftes (wenngleich als Telefonkonferenz), erscheint aber vor dem Hintergrund der realen Probleme immer mehr völlig absurd.


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,

    ich meinte das leider ganz ernst. Wenn Sie eine Komplexbehandlung erbringen und die Strukturen dazu aus Ihrer Sicht erfüllen, können Sie ja nicht einfach am Tag der Negativ-Bescheidung (wegen eines von Ihnen bislang ggf. anders interpretierten Details) damit aufhören. Oder wollen Sie dann die Intensivstation schließen? Oder die Palli? Oder die Geriatrie? Oder die Stroke Unit? Die Leistungen werden doch weiterlaufen, nur nicht abrechenbar und verhandelbar sein. Die finanzielle Folge ist klar. Also muss man dann die Kosten in diesen Bereichen herunterfahren? Wie soll dann die Versorgung funktionieren? Gerade bei ITS oder Stroke Unit kann ja die Versorgung nicht einfach aufgegeben werden. Wie das lösbar ist, ist mir unklar.

    Im Gesamtsystem verteilen sich die Kosten dann nur anders, das ist allerdings erst nach min. 2 Jahren spürbar. Bis dahin?

    Gruß

    merguet

    Sehr geehrte Foristen,


    eine Patienten entbindet in KH A. Nach Entbindung entwickelt sich ein Nierenversagen, als dessen Ursache ein atypisches HUS-Syndrom diagnostiziert und behandelt wird.


    Greift hier DKR 1510 und ist ein Kode aus O20-O29 zu wählen?

    Oder wäre das HUS hier führend?


    Gruß


    merguet

    Sie muss aber dann auch ärztlich gestellt werden, durch die Hintertür bei der Kodierung geht es nicht


    Guten Abend,

    fordert der MDK schon seit längerem, endet darin dass es Gezänk gibt.


    Gibt es diese Vorschrift schriftlich? Wo steht, dass der Arzt diese Diagnose nicht nur gestellt und behandelt, sondern auch (schriftlich) formuliert haben muss? Wäre bei der Schwere an sich selbstverständlich.


    Konstrukt: Fieber- Notaufnahme. BGA unter O2 Maske: pCO2 48, AF 18. pO2 70 . Stupor, Krea 1,6, MAP um die 70 (90/55). HF 88. Röntgen: leichte unspezifische Verdichtung, keine typischen Infiltrate (typischer Altenheim -Patient). QSofa 2

    BK-Abnahme, empirische AB-Therapie. Klinisch Infektion bzw. Sepsis-Verdacht. Verlegung zur IMC. Im Verlegungs-Brief zunächst als Infektion mit unklarem Fokus und Exsikkose benannt.

    Tage später kommt der beweis für die Bakteriämie, die empirische Therapie war sensibel.


    Dann ist der Score für

    Atmung bei angenommenen 0,21 FiO2 1, bei angenommenen 0,3 über Maske gar 2

    Nervensystem: Mindestens 2

    Niere: 1

    Score 5.


    IMC 24 Stunden mit Volumen und Antibiose unter Monitoring. Rasche Erholung. Auf der Normalstation wurde Patient bewässert, Antibiose greift, Klart auf, Lunge besser, Entlassbrief: Infektion. Sepsis als solche nicht erwähnt.


    BGA ist da, Infektnachweis ist klinisch und Mikrob. gegeben, SOFA Score ist 5


    Keine Sepsis? Weil das Wort nirgends steht?


    Gruß


    merguet

    Tag,

    Mir gefällt das hier besonders gut:

    Zitat

    E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft

    Die Errichtung von INZ führen bei den betroffenen Krankenhäusern zu einem einmaligen

    Erfüllungsaufwand in Höhe von jeweils maximal 13.500 Euro für die Vereinbarung der Kooperationsverträge

    mit den Kassenärztlichen Vereinigungen.

    Davon Bürokratiekosten aus Informationspflichten

    Aus der Berichtspflicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über den Stand der Vereinbarungen

    zum Ersteinschätzungsverfahren des GNL ergibt sich für die Kassenärztliche

    Bundesvereinigung und die Kassenärztlichen Vereinigungen insgesamt ein Erfüllungsaufwand

    in Höhe von rund 2.500 Euro, der erstmals ein Jahr nach Inkrafttreten und anschließend

    in einem Abstand von zwei Kalenderjahren anfällt.

    E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung

    Bei den Kassenärztlichen Vereinigungen entsteht einmaliger Erfüllungsaufwand für die Vereinbarung

    der Kooperationsverträge mit den Krankenhäusern über die INZ in Höhe von

    jeweils maximal 16.000 Euro.

    Bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen

    und der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sowie bei den Landesverbänden der

    Krankenkassen und den Ersatzkassen, den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Landeskrankenhausgesellschaften

    entsteht im Zusammenhang mit der Vergütung von INZ einmaliger

    Erfüllungsaufwand in Höhe von rund 217.000 Euro.

    Den Krankenkassen entstehen für die Information ihrer Versicherten über das nächstgelegene

    INZ und über das GNL geringe, nicht quantifizierbare Erfüllungsaufwände.

    F. Weitere Kosten

    Keine.


    Keine weiteren Kosten bei gemeinsam betriebenen Notfalleinrichtungen? Bar jeder Vernunft.


    Gruß


    merguet