Beiträge von merguet

    Guten Morgen,


    hierzu zwei Aspekte:

    1. Wenn Sie ihre Forderung in der ursprünglichen Höhe vor Gericht durchsetzen wollen, müssten Sie den Sachgrund für die Kodierung der J91 darstellen können. Wenn das gelingt, besteht doch kein Problem (außer dem Aufwand).

    2. Um die Erweiterung des Prüfauftrages würden Sie doch auch dann bitten, wenn eine Änderung zu Ihren Gunsten aus der MDK-Prüfung folgen würde, der von Ihnen vorgetragene Sachverhalt aber nicht vom PA umfasst ist (Beispiel: Anfrage nach ND bei offensichtlich falscher HD).

    Entscheidend für den Ausgang der Sache ist wie immer die Frage, was inhaltlich korrekt ist. Ich hielte es aber für zu durchsichtig, auf eine offensichtlich unbegründete Kodierung zu bestehen, nur weil die Kasse die Frage nicht (richtig) gestellt hat. Im Übrigen begegnet einem diese Praxis auch zuweilen bei MDK-Begehungen: Alle Beteiligten nehmen wahr, dass da noch mehr wäre, berühren aber diese Frage nicht, da sie nicht explizit gestellt war.


    Gruß


    merguet

    Guten Tag,


    diese Problematik gilt für alle post hoc strittig gestellten Sachverhalte. Sie ist aber besonders dort brisant, wo durch nachgelagerte Neu-Definitionen die Kriterien angeblich nicht mehr erfüllt sind.

    Im Falle der Geriatrie und der NKB ist das nun eindeutig so.

    Im Falle IKB ist die Interpretation der Regeln oft streitbefangen .

    Hätten alle KH nur im Sinne der vom MDK / BSG (z.T. später) aufgestellten Regeln kodiert, wären die Kosten anderen DRG zugeordnet worden. Auch hochrangige Vertreter des InEK beziehen hier aber den Standpunkt, dass die Regelkonformität vorausgesetzt wird. Das diese Regeln aber eben nicht unumstritten sind, geht dabei unter.


    Aus dieser Zwickmühle kommt man als einzelnes KH sicher nicht heraus.


    Gruß


    merguet

    Guten Tag,


    nun, ich meine mich zu erinnern, dass auch die Krankenhausseite gelegentlich mit sehr knappen Handschriften einen Umstand zu belegen versucht (z.B. OP-Notizen statt OP-Bericht). Hier ist es dann der MDK, der nach einer differenzierteren Dokumentation verlangt. Entscheidend wird auch dabei sein, dass der Nachweis des eigentlichen Inhaltes gelingt. Sofern das, was auf den "Schmierzetteln" steht, inhaltlich richtig ist, spielt die Form eher eine untergeordnete Rolle, so stillos sie auch sein mag. Und man muss damit rechnen, dass derart knappe Beurteilungen auch in maschinenschriftlicher Form zunächst zur Ablehnung der Leistungsgewährung führen. Die Klage steht einem offen, wenn man echte Argumente hat.


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,


    bei allem Verständnis für den Ärger: Viele GA sind nicht umfassender oder aussagekräftiger, auch wenn sie maschinenschriftlich vorliegen. Man kann indes nicht hoffen, dass die Form der Dokumentation einem inhaltlich vor dem SG weiterhilft. Vll überbrücken Sie die Sachauseinandersetzung für einen Moment durch die Diskussion um die Form, am Ende muss die Sache halten.


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,


    der Status epilepticus ist doch auch klinisch eine recht eigene Entität, die in aller Regel auf eine bekannte Epilepsie aufsetzt. Er verursacht in der Regel einen hohen Aufwand (den höchsten je Aufenthalt) und stellt den Grund der Aufnahme dar. Insofern dürfte er bei vorliegen immer die HD sein.

    Ein von mir geschätzter MDK-Arzt hat im Übrigen den Satz aus der Kreuz-Stern Systematik "Manifestation vor Ätiologie" zu seinem Leitsatz erklärt und lag damit in der weit überwiegenden Zahl der Fälle richtig, wenn es sich bei der Manifestation nicht um R-Codes handelte.


    Gruß


    merguet

    Guten Tag,


    einzelne Spieler versuchen immer wieder, nicht konkret in den Budget-Unterlagen beschriebene Inhalte abzuweisen, da sie "nicht verhandelt" seien.

    Diese Argumentation ist unsinnig, da einzelne Inhalte z.T. nicht vehandelbar sind, Leistungen vereinzelt auftreten können und die Budgetverhandlungen u. zahlreichen U. retrospektiv erfolgen.

    Insofern steht den KTR eine Abweisung aus diesem Grund nicht zu. Zum Thema Versorgungsauftrag s.a. den vorangegangenen Beitrag,, allerdings mag die WBO nur teilweise deckungsgleich mit den Inhalten einzelner OPS sein. Entscheidend ist die fachlich -inhaltliche Frage.

    Zudem können gruppierungsrelevante OP auftreten, die in eine MDC außerhalb des Versorgungsauftrages führen.

    (Bsp: DRG aus dem gyn-Formenkreis bei Notfall-OP oder Zufallsbefunden)


    Fazit: Aberkennung nicht akzeptieren.


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,


    nun ist ja gerade der "klar erkennbare Wille des Gesetzgebers" laut BSG nicht gegeben. Das BSG hat ja bereits erklärt, dass der Wille des Gesetzgebers gerade im Hinblick auf die AWP auch nach der Gesetzesänderung unklar oder diffus geblieben sei (ich finde das Urteil nicht mehr). Wir alle hoffen ja nun auch auf die Entscheidung des BVG zum Thema AWP, um endlich Ruhe in diese Thematik zu bekommen.


    Gruß


    merguet

    Moin,


    das folgt der alten Auffassung, dass die GA das nicht berücksichtigen, da sie damit das "Dunkelfeld" nicht geprüfter zu hoher Abrechnungen abdecken.

    Wenn Sie nun aber inhaltlich diese Einschätzung des Gutachters haben, kann auch das Argument der wirtschaftlicheren Alternative nicht mehr ziehen. Die korrekte Hauptdiagnose wurde vom MDK-GA bestätigt, fordern Sie - nein- bitten Sie den KTR um Ausgleich der von Ihnen geänderten Rechnung, bei Abweisung steht Ihnen der Weg zum SG offen.


    Gruß


    merguet