Beiträge von merguet

    Tag,


    nur "Falls die Prüfung nicht zu einer Minderung des Abrechnungsbetrages führt, hat die Krankenkasse dem Krankenhaus eine Aufwandspauschale von 300,00 EUR zu entrichten"


    Nun könnte man ja lange darüber diskutieren, ob die BGL der gleiche Abrechnungsfall ist. Die Einzelnorm krankt aber m.E. ohnehin seit Jahren an der ständigen Interpretation des o.g., sehr präzisen Satzes.


    Mir träumt eine Gesundheitslandschaft, in der ein solcher Satz in seiner Schönheit von allen bestaunt und in Ruhe gelassen wird.


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,

    bislang legen wir die Daten noch nach fiktiven Sitzungen mit dem MD separat ab und bedienen uns dann aus dem entsprechenden Verzeichnis. So können wir rekonstruieren ob etwas da war oder nicht. Da bei der bisherigen Lieferung per Datenträger die Überspielung in das IT-System des MD nicht immer vollständig gelungen ist, war das nützlich. Allerdings herrscht hier auch eine konstruktive Zusammenarbeit bei der Fallberarbeitung.

    Es gibt eine Art Einlieferungsquittung, die den Empfang der Datei, aber nicht des Inhaltes bestätigt. Wenn dann aber gelieferte Dateien und gespeicherte Dateien exakt gleich groß sind, sollte doch der Beweis des ersten Anscheins ausreichen.


    Mit einer Kasse hatten wir vor Jahren das Gezänk um die Frage, 1. ob und 2. was nach Versand durch die halbe Republik eingeliefert wurde. Zu 1. haben wir dann auch E-Rückschein umgestellt und zu 2. nie Frieden bekommen. Da kamen dann solche Ideen wie Protokoll der Füllung mit 4-Augen und ähnlicher Mist. Das scheint aber im Moment verzichtbar.

    Gruß


    merguet

    Tag,

    Sie können UL auch ohne sehr genaue Spezifikation hochladen. Das wird zumindest lokal akzeptiert.

    Die so gen. Klinische Dokumentenlenkung KDL, die sich offenbar allmählich etabliert, kann vom LE-Portal noch nicht erkannt werden.

    Wir geben einigen Schlüsseldokumenten Eindeutige Namen. Ansonsten werden ohnehin regelhaft umfangreiche Dokumente gefordert.

    Hier ist allerdings ein Hemmschuh, dass UL größer 95 MB nicht angenommen werden können, was häufig dazu führt, dass Sie komplexe Akten in digitale Häppchen zerlegen müssen.


    Ob es da regionale Unterschiede gibt, ist mir nicht klar.


    Gruß


    merguet

    Und müssen neu ans Netz gehende Abteilungen schon monatelange die Leistung „probeweise“ erbringen ohne sie abrechnen zu können, nur um retrospektiv die Strukturvoraussetzungen darlegen zu können?

    Guten Tag,


    Vermutlich wird es genau darauf hinauslaufen. Wenn es Ihnen gelingt, zu einem gesetzten Zeitpunkt alle Voraussetzungen zu erfüllen, dann können Sie die Periode kurz halten. Um im aktuellen Jahr noch geprüft zu werden, müssen Sie die Prüfung bis zum 30.06. des gleichen Jahres beim MD anmelden . So sieht es jedenfalls der derzeit kursierende Entwurf vor. Darin behält sich der MD das Recht vor, auch zurückliegende Dienstpläne einsehen zu wollen, wenn es die Leistung aber erst ab einem Tag x gab, dann wird das kaum gehen.

    Neue Leistungen unterjährig können Sie dann jedenfalls nicht erbringen und abrechnen, sondern nur erbringen. Die Kostenträger werden die Rechnung unter Hinweis auf die nicht positiven Bescheide abweisen. Und sollten je wieder prospektive Budgetverhandlungen kommen, dürfte die Verhandlung künftiger neuer Leistungen faktisch nur noch mit Protokoll-Notizen wie "vorbehaltliche einer positiven Strukturprüfung" oder so überhaupt gehen. Mit dem Risiko der Nicht-Anerkennung und vollständigen Rückzahlung....


    Ziel ist, alte Strukturen zu beschneiden und neue gar nicht erst entstehen zu lassen.


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,

    Aus Ihrem Beispiel wird die konkrete Frage nicht so recht deutlich. Verlässt der Patient die Klinik mit der Entlassart 079? Wer erbringt was? Ist das der Geltungsbereich 17b oder 17d?

    Klingt nach Psychiatrie, wird aber nicht ganz klar.

    Leistungen enden aber prinzipiell mit dem Todeszeitpunkt. Weitere Leistungen sind nicht auf den Patienten kodierbar.


    Kleiner Tipp:


    Wir sind ziemlich altmodisch und schätzen Umgangsformen wie Anreden und Grußformeln, gerne auch knapp.


    Gruß


    merguet

    Liebe Foristen,


    im Jahre 2021 ist der Kode für das ZE 20##-50 verändert worden. Das ZE wird über die COdes

    5-38a.a und 5-38a.b ausgelöst, die nun als Zusatzcodes deklariert werden. Insofern musste ich hier auch meine "ZE-Tabelle mit Codes und Handelsnamen" anpassen.

    Mit welchen Primärkodierungen muss das dann kombiniert werden? Ist es richtig, hier mit 5-38a.7* oder 5-38a.8* zu kombinieren?


    Gruß


    merguet

    Guten Morgen,


    das BfArm hat am 18.12. nun die Liste der von der Prüfung auszunehmenden (Teil-)Inhalte veröffenlicht.


    Mir gebricht es an Verständnis.


    Wutmodus ein: Es kann doch nicht wahr sein, dass nicht nur einzelne OPS herausgegriffen werden, während andere unberührt bleiben, sondern auch noch Teil-Inhalte der OPS-Codes nicht geprüft werden, diese also auch noch zergliedert werden :cursing:. Es ist doch völlig unklar, was überhaupt bei wem und im welchen Zeitraum geprüft werden kann und was nicht. Wutmodus aus.


    Meine Fragen dazu:

    Für mehrere Prüfungen sind die wöchentlichen Teambesprechungen von der Prüfung ausgesetzt. Heißt dass, der MDK darf deren Vorlage nicht verlangen aber alle anderen Merkmale prüfen?


    Für IKB und NKB scheinen nun Physiotherapie, Logo und Ergotherapie verzichtbar zu sein. Auch die ärztliche Besetzung darf offenbar im Einzelfall nicht überprüft werden. Das durften Sie m.E. ohnehin nicht. Dürfen diese bei einer etwaigen Strukturprüfung (z.B. geplant für den 20.1.21) dann nicht mit einbezogen werden? Obwohl die Prüfung anhand eines Einzelfalls aus z.B. Januar 2020 überhaupt erst initiiert wurde? Ist also der Behandlungszeitraum überhaupt maßgeblich? Sind Strukturprüfungen im ersten Halbjahr dann irgendwie sinnvoll, oder wegen des MDK-Reformgesetzes und seiner Verschiebung z.Zt. eh nicht vorgesehen?


    Gilt der Belegungszeitraum dieser Patienten auf den jeweiligen Einheiten? Oder der Belegungszeitraum im KH? Oder der Rechnungseingang? (Dann wäre das alles Unsinn, denn die Inhalte dieser Regelung zielen ja auf Pandemie-bedingte Prozess-Änderungen ab).


    Dürfen dann die Prüfungen nicht durchgeführt werden vor dem 30.06. obwohl zum 31.12.2020 der Nachweis erbracht werden muss und die Prüfung vor dem 1.7. angezeigt werden muss?


    Fragen über Fragen, ich bitte die Foristen um Ihre Einschätzungen.


    Nochmal Polemik: Warum kann man den Kassen nicht beibiegen, dass in dieser Situation die Verschiebung um noch einmal 1 Jahr sachgerecht wäre? Diese Zergliederung bedingt derartig viele Detailfragen, dass es absehbar zu einer Menge zank kommt.



    Gruß


    merguet