Beiträge von C-Hirschberg

    Zitat


    Original von merguet:
    DKR: \"Maschinelle Beatmung.....\"
    \"....Die Atmung wird unterstützt durch das Verstärken oder Ersetzen der eigenen Atemleistung des Patienten\"


    Ob allerdings das High-Flow Gerät eine Maschine oder ein Apparat ist, hängt von Ihrem System ab.



    Hallo Herr Merguet,

    die DKR spricht ja konkret von einer \"mechanischen Vorrichtung\" die den Transport von Gasen in die Lunge bewirkt. Zu diskutieren wäre also nun, ob nicht bereits eine Sauerstoffflasche, mit Druckbegrenzer und Schlauch in Verbindung mit einer passenden CPAP-Nasenmaske eine mechanische (Fluidmechanik) Vorrichtung darstellt. Dass Gase damit mehr oder weniger zuverlässig in die Lunge transportiert werden, steht - denke ich - außer Frage (und kann auch bei CPAP, BIPAP etc. nicht zu 100% garantiert werden...).
    Dass durch Masken-CPAP (auch ohne ASB) auch aus Sicht der Autoren der DKR die Atmung maschinell unterstützt wird, läßt sich aus der Passage zur Entwöhnung ableiten....


    Wie machen Sie es..... kontinuierlicher CPAP ohne ASB über Nasenmaske zur Vermeidung der Intubation... zählen Sie es zur Beatmung ? Falls \"ja\" bekommen Sie das beim MDK durch ?


    Mit freundlichen Grüßen


    C. Hirschberg

    ... interessantes Urteil ...
    Wie oft bekommen wir nicht alle immer wieder vom MDK erklärt, dass man Patient X oder Y bereits zum Zeitpunkt Z hätte entlassen können.
    Wenn wir hier argumentieren, dass ja durchaus noch mit dieser oder jener Komplikation zu rechnen gewesen wäre, so interessiert das den MDK nicht wirklich. Selbst wenn dann tatsächlich im Verlauf eine Komplikation auftritt bekommen wir erklärt, wir hätten den Patienten trotzdem früher entlassen können, da wir ja im Vorfeld nicht sicher wußten, dass diese Komplikation auftreten wird.
    Hinkt die Argumentation des SG nicht auch ? : Wie kann die FZ wegen Komplikation denn zu frühzeitigen Entlassungen vorbeugen ? Wenn diese Fälle sowieso zusammengeführt werden müssen, so würden sich Krankenhäuser, die trotzdem zwischenzeitlich entlassen (und nicht auf potentielle Komplikationen warten) immer ein paar Gesamtbelegungstage sparen... und damit ggf. kostengünstiger fahren... Was ist mit den Patienten, die mit ihrer Komplikation in ein anderes Haus gehen (\"da gehe ich nicht mehr hin\") ?


    Mit freundlichen Grüßen


    C. Hirschberg

    Hallo,


    da das Thema so kontrovers diskutiert wird:


    - im Zweifelsfalle für den Arbeitgeber (in meinem Falle das Krankenhaus).


    Es wird den Kassen/ dem MDK in der derzeitigen Lage sicher kaum gelingen, den Nachweis zu führen, dass die Komplikation in den Verantwortungsbereich des Krankenhauses fällt. Gerne unterschreibe ich, dass eine Komplikation im Kontext mit der im Voraufenthalt durchgeführten Leistung zu sehen ist. Eine Komplikationsfallzusammenführung lehne ich aber (mit gutem Erfolg) konsequent ab (der Fall, dass ein Löffel im Bauch vergessen wurde, kam bei uns bisher nicht vor).


    Selbst bei Wiederaufnahme wegen Thrombophlebitis nach Venenverweilkanüle konnten wir - aus meiner Sicht verständlicherweise - die FZ erfolgreich ablehnen.


    mfG


    C. Hirschberg

    Hallo, Forum,


    Pat. mit Ösophagojejunostomie 5 Std. OP, dann Extubation, nach 4 Stunden bei resp. Verschlechterung Beginn Masken-CPAP (highflow-System) ohne ASB für tgl. > 6 Stunden über insgesamt 8 Tage.


    - > kann die komplette Phase ab Extubation als (Weaning-) Beatmungszeit angerechnet werden ?


    Grüße


    C. Hirschberg

    Zitat


    Original von Bartkowski:
    Ich möchte folgende Fallkonstellation ergänzen, in der ich eine Fallzusammenführung auch weiterhin für berechtigt halte:
    Patient wird nach operativem Eingriff trotz bereits erkennbarer Wundheilungsstörung entlassen (dokumentierter Lokalbefund). Es kommt am folgenden Tag zur spontanen Wunddehiszenz und Entleerung eines subkutanen Abszesses, so dass der Patient wieder aufgenommen werden muss. Hier ist die Komplikation vom behandelnden Arzt ja bereits vor Entlassung erkannt und dokumentiert worden, die dennoch vorgenommene Entlassung ist somit vom Krankenhaus zu verantworten. Dies ist keinesfalls als Vorwurf einer Fehlbehandlung zu werten, denn diese Entscheidung dürfte in der Regel berechtigt und zu vertreten gewesen sein, da es in der Mehrzahl der Fälle dann doch noch zu einem problemlosen weiteren Verkauf kommt.
    Wenn aber nun doch eine Wiederaufnahme erforderlich wird, wird man eine FZ unter Berufung auf die FPV kaum ablehnen können.


    Sehr geehrter Herr Dr. Bartkowski,


    auch für Ihr Beispiel sehe ich nicht, warum nach FPV eine Fallzusammenführung erforderlich sein sollte....


    :d_neinnein: keine FZ...


    mfG


    C. Hirschberg

    Zitat


    Original von prosenke:
    eine Nierendysfunktion nach Transplantation nun auch nicht in den Verantwortungsbereich des Krankenhauses fallen, wäre also schicksalhaft (analog der Nachblutung nach Tonsillektomie) u. müsste somit keine Fallzusammenführung wg. Komplikationen nach sich ziehen?


    Keinesfalls Fallzusammenführung wenn Fall aus 2008 oder später :d_neinnein: Es sei denn, Sie hätten was echt verkehrt gemacht (z.B. eine Klemme auf der Nierenarterie vergessen oder ähnliches).

    Hallo,


    wenn Ihr MDK auf Fallzusammenführung \"pocht\" scheint mir das recht mutig. Natürlich darf der MDK im Rahmen eines Gutachtens feststellen, dass es sich um eine \"Wiederaufnahme\" wegen \"Komplikation im Zusammenhang mit der durchgeführten Leistung\" handelte. Daraus dann aber schon eine (leistungsrechtlich) Fallzusammenführung zu fordern, ohne darzulegen inwieweit die Komplikation in den Verantwortungsbereich des Krankenhauses fällt ... ?


    Siehe hierzu auch ein aufschlussreiches Dokument der bayerischen KHG: http://www.bkg-online.de/media/file/6942.faq2008.zip


    mfG


    C. Hirschberg