Beiträge von Breitmeier

    Hallo Herr Berbuir,


    Das finde ich sehr spannend und freue mich auf eine Rückmeldung.

    Für die formale Auslegung der DKR ( weniger als 18 Stunden Aufenthalt im KHS vor Geburt) braucht die Kasse ja auch keinen medizinischen Sachverstand 😉

    Hallo Linka27,


    Da die Bakterien in Ihrem Beispiel nur eine asymptomatische Besiedelung der Körperoberfläche darstellen, können Sie B96 m.E. gar nicht kodieren. Der Kodeinhalt „ ...als Ursache einer Krankheit“ fehlt nämlich.

    Hallo rokka,


    Ich glaube, der GBA hat weder eine rechtliche Handhabe noch Kapazitäten noch ausreichend Sachverstand, um die Kodierstreitigkeiten zwischen MDK und FoKA klären zu können.

    Ich fürchte vielmehr, dass bei dem Gesetz ( und später der Arbeit des neuen Schlichtungsausschusses ) unter Zeitdruck viele Ungereimtheiten und Fehler eintreten werden.

    Die Fachleute für Kodierfragen sitzen nun einmal regelhaft bei einem der grossen Player auf der Gehaltsliste und sind insofern „befangen“...

    Hallo Gefäßchirurg,


    Eine gyn. Exenteration meint die Entfernung des Inneren Genitale mit entweder der Blase ( vordere Exenteration) oder dem Rectum ( hintere). Insofern ist die Rectumresektion in der hinteren Exenteration enthalten ( monokausale Kodierung gemäß DKR P003) und nur eine Darmrekonstruktion zusätzlich zu kodieren.

    Hallo nochmal,

    Ich würde Ihnen bei der Kodierung zustimmen.

    Z92.1 geht nicht, denn dort steht als Exclusivum:

    Exkl.: Blutung bei Dauertherapie mit Antikoagulanzien (D68.3-)

    Da es eine Blutung BEI Antikoagulanzien sein muss ( und nicht DURCH) brauchen Sie m.E. Keine Kausalität beweisen. Aber sie brauchen einen Ressourcenverbrauch nach DKR D003. Eine Konakiongabe ist nicht zwingend erforderlich.

    Hallo Ratefuchs,

    Z92.1 und D68 gehen regelhaft nicht zusammen, entweder es blutet oder nicht.

    Die DKR 1917 lässt für mich etwas offen, ob für die D68 ein eigener Ressoucenaufwand erforderlich ist oder nicht.

    Hallo,


    Ich meine, die beiden Fuldaer Urteile passen nicht zueinander und können mich nicht überzeugen. Insbesondere passt das Urteil mit der Palli- Komplexbehandlung, in dem nicht das metastasierte Karzinom sondern der entgleiste Blutzucker HD sein soll, nicht zur Gewichtung nach Ressourcenverbrauch ( und nicht zu DKR 0201). Die Ausführungen dort zur Tumorbehandlung sind abstrus:

    Im streitgegenständlichen Fall war die Krebserkrankung des Versicherten doch so weit fortgeschritten, dass eine Behandlung des ursprünglichen Karzinoms längst beendet war. Er befand sich nur noch in rein palliativer Behandlung


    Hier merkt man, dass das Gericht sachverständig nicht gut beraten war und von Palliativmedizin keine Ahnung hat.

    Wenn die Karzinombehandlung wirklich beendet ist, wenn nur noch palliativ behandelt wird, müsste ja konsequenterweise ein Z- Kode angegeben werden...


    Das ist natürlich falsch!

    Sobald ein Karzinom als HD mit diskutiert wird, kommt die spezielle DKR 0201 ins Spiel, unter der man meistens die C- Diagnose als HD rechtfertigen kann. In die gleiche Richtung führt der Schlichtungsspruch.

    Eine Diagnose wie die Schenkelhalsfraktur, die erst kurz nach Aufnahme eintrat, kann man nur als ND kodieren.

    Insgesamt stimme ich vollkommen mit Herrn Blaschke überein: Eine klare Regelung ist nötig, die unabhängig vom konkreten Erlös im Einzelfall einzuhalten ist.

    Da es Fehler oder Reste-DRGs gibt, werde ich mich weiter am Anlass der stationären Aufnahme orientieren, sofern es eben keine andere spezielle Regel gibt. Das SG Fulda hat mich jedenfalls nicht vom Gegenteil überzeugt.

    Hallo Herr Selter,

    natürlich gibt es auch andere Beispiele und einige „merkwürdige“ Urteile zur HD.

    In Ihrem Beispiel würde man aber formal sagen, dass die SDKR 0201 über der ADKR D002 steht. Daran fehlt es im konkreten Fall.

    „Veranlassung“ des Aufenthaltes bezieht sich nach meinem Wortverständnis primär auf den kausalen Grund der Aufnahme. Wenn die DKR D002 etwas anderes hätte regeln sollen, müsste dort z.B. Stehen: „Die Diagnose, die den stationären Aufenthalt hauptsächlich geprägt hat“.


    Aber diese Diskussionen sind ja schon an vielen Beispielen ohne allgemein akzeptierten Konsens geführt worden.