Beiträge von Thomas B.

    Hallo sst,



    soweit mir bekannt ist gab es bis 2015 die OPS-Kodes 1-903 / 1-904 (Aufwendige Diagnostik bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen / Jugendlichen). Diese wurden 2016 aus dem OPS gestrichen. Jedoch wurde im OPS-Katalog für OPS 9-649 / 9-696 Anzahl der Therapieeinheiten pro Woche bei Erwachsenen / Kindern und Jugendlichen der Satz eingefügt: "Die für die Diagnostik aufgewendete Zeit ist für die Berechnung der Therapieeinheiten entsprechend zu berücksichtigen". Aus meiner Sicht ist die Aufnahmeuntersuchung = Diagnostik ebenso die Abschlussuntersuchungen, somit sollten diese eigentlich als Therapieeinheiten kodierbar sein. Bezüglich der Visite würde ich sagen kommt es auf die Art und Dauer der Visite an.


    Jedoch muss man berücksichtigen das es in den DKR-Psych 2017 heißt: "Für den Fall, dass zwischen den Hinweisen zur Benutzung der ICD-10-GM bzw. des OPS und den Kodierrichtlinien Widersprüche bestehen, haben die Kodierrichtlinien Vorrang." Demnach dürften die Aufnahmeuntersuchungen, Visiten und Abschlussuntersuchungen (Kontrolluntersuchungen) jedoch nicht kodiert werden.


    Hier besteht aus meiner Sicht ein Widerspruch und es wäre eine Korrektur der DKR-Psych erforderlich. Die Problematik liegt aus meiner Sicht darin, dass die DKR-Psych zum größten Teil aus der DKR übernommen wurden.



    Viele Grüße


    Thomas B. ?(

    Hallo ck-pku,


    ich denke mal das RA Berbuir nicht die Probleme bezüglich namentlichen Benennung der Mitarbeiter in den Struktur-Checklisten meint. Ich denke das RA Berbuir andere Mindestmerkmale von Struktur-Checklisten aus dem Somatischen Bereich meint. Dort gab und gibt es oft nachträglich Probleme bei den Strukturprüfungen durch den MDK trotz Checklisten. (Beispiel OPS 8-987).



    Freundliche Grüße


    Thomas B.

    Hallo B.Onoh,


    soweit mir bekannt ist werden diese Mindestmerkmale im Rahmen der Budgetverhandlungen von den Krankenkassen per Checkliste abgefragt. Eine Prüfung durch den MDK solcher Mindestmerkmale ist mir bisher auch nicht bekannt. Ich hänge Ihnen eine solche Checkliste mal mit an. Diese werden jedes Jahr erstellt durch die Sozialmedizinische Expertengruppe 4.


    Freundliche Grüße
    Thomas B.


    mydrg.de/content/index.php?attachment/454/

    Hallo Lila Pause,


    diese Vorgehensweise habe ich auch schon erlebt. Wir haben uns dann an unsere zuständige Krankenhausgesellschaft gewendet. Diese befinden sich ja im Regelmäßigen Kontakt mit den Kassen.
    Meines Wissens nach, dürfen die Kassen die Rechnung nicht wegen "Entlassungsgrund sei nicht plausibel" abweisen. Die Kassen müssten sich an die PrüfvV halten.


    Die Abrechnungsabteilung hat den Kassen keine neue Rechnung übersendet, da die Kassen schon in der Lage sind die Rechnung zu reaktivieren. Soweit mir bekannt ist machen die Kassen gerne diese Aussage, jedoch wenn die Kasse unberechtigt die Rechnung zurück weist und Sie haben die Rechnung ordnungsgemäß übermittelt, sollten Sie auch die Möglichkeit haben die Kasse zu mahnen.


    Freundliche Grüße

    Hallo Cardiot,


    sobald mir bekannt ist gibt es keine "Obergrenze" für Einzelfallprüfungen nach §275. Die Kassen könnten rein theoretisch jeden Fall prüfen lassen. Ich denke jedoch, dass die Ressourcen des MDK's nicht ausreichen würden um jeden Fall zu prüfen. Ob diese Thematik schon mal Gegenstand der Rechtsprechung war kann ich leider nicht sagen.


    Freundliche Grüße
    Thomas B.

    Hallo B.Onoh,


    das Aufgabenspektrum ist sehr umfangreich. Hier ein (keine Garantie auf Vollständigkeit) Auszug der möglichen Tätigkeiten in diesem Bereich:


    - Überprüfen der Kodierung
    - Kodierung von OPS und ICD
    - Überprüfen der Dokumentation für OPS / ICD / medizinische Notwendigkeit
    - Schulung der Leistungserbringer (Dokumentationsqualität, DKR-Psych, ICD, OPS, Updates zum PsychVVG / PEPP)
    - Statistiken (auswerten, beurteilen, interpretieren, erstellen)
    - PrüfvV / MDK / Widersprüche / Klagen (bearbeiten, auswerten)
    - Unterstützung der Berufsgruppen bei der Kodierung (z.B. PEPP-Visiten)
    - Projektbeteiligung (z.B. psychiatrischer Softwarearbeitsplatz, Leistungskataloge)
    - u.v.m.


    Freundliche Grüße

    Hallo ANA,


    eine solche Aussage habe ich von unserem zuständigen MDK noch nicht gehört. Jedoch wird von unserem zuständigen MDK keine Begehung sondern nur Begutachtung nach Aktenlage vorgenommen.


    Um diesen Problem jedoch vor zu beugen haben wir folgende Maßnahmen implementiert:


    - am Wochenende / Feiertagen finden Morgenrunden / Abendrunden (z.B. Befindlichkeitsrunden) durch das Pflegepersonal als Co-Therapeuten statt
    - an Samstagen gibt es vormittags Angebote von Physiotherapie / Ergotherapie in Form von offenen Gruppenworkshops
    - Freizeitgruppen die von den Patienten selbstständig organisiert werden
    - Kochgruppen mit Pflegepersonal
    - bei Belastungserprobungen über Nacht melden Sie die Pat. telefonisch abends und morgens beim Pflegepersonal, weiterhin gibt es eine Vor- und Nachbesprechung
    - bei Belastungserprobungen tagsüber erfolgt ebenfalls eine Vor- und Nachbesprechung


    Bisher gab es noch keine Probleme mit den Wochenendtagen. Ich glaube wenn Sie dem MDK ein Therapiekonzept nachweisen, welches einen therapeutischen Anteil an Leistungen von Leistungserbringern (z.B. Pflegepersonal) und einen therapeutischen Anteil an Selbstreflexionszeit durch den Patienten beinhaltet, sollten die Wochenenden als Behandlungstage anerkannt werden.



    Freundliche Grüße

    Hallo,


    dort müssen Sie unterscheiden.


    Beim OPS 9-645 kompl. Entlassungsaufwand steht der Hinweis im OPS-Text: "Die im Kontext der Entlassung im Sinne dieses Kodes erbrachten Leistungen können nicht gleichzeitig bei der Berechnung der Therapieeinheiten (9-649 ff.) oder für andere Zusatzkodes (9-640 ff., 9-641 ff.) angerechnet werden.


    Beim OPS 9-646 Notlage: findet man keinen Hinweis im OPS-Text das die dafür aufgewendete Zeit nicht als Therapiezeit berechnet werden darf.


    Grüße

    Hallo LilaPause,


    ich teile die Ansicht von Helmutwg. Nur bei dem Merkmal "Anwendung von Sicherungsmaßnahmen" gibt es den Hinweis "...und diese ärztlich angeordnet sind...". Bei den anderen Intensivmerkmalen findet sich so ein Hinweis nicht. Es findet sich jedoch der Hinweis "...Für den Nachweis der Merkmale ist die Regeldokumentation in der Patientenakte ausreichend...". Die Pflegeberichte sind aus meiner Sicht eine Regeldokumentation. Die Aussage vom MDK-Gutachten "Hier ist darauf hinzuweisen, dass die Pflegedokumentation oder die Dokumentation durch nicht ärztliches Personal nicht ausreicht.“ ist aus meiner Sicht eine zweifelhafte Aussage / Auslegung.


    Grüße Thomas B.
    .

    Hallo,


    in letzter Zeit erhalte ich immer wieder Anfragen von einigen Kassen bezüglich einer medizinischen Begründung bei psychiatrischen / psychosomatischen Behandlungsfällen. Das die Kassen einen Anspruch auf eine medizinische Begründung (mit Diagnosen, voraussichtliche Behandlungsdauer, Therapieziel, Therapiemaßnahmen) haben ist bekannt. Jedoch werden diese Anfragen immer umfangreicher. So werden z.B. Fragen gestellt: "...besteht weiterhin eine psychotherapeutische Anbindung?....Ist eine stufenweise Wiedereingliederung geplant?...Zu wann ist die Rückkehr an den Arbeitsplatz geplant?...Sind weitere Unterstützungen im häuslichen Rahmen notwendig?...etc."


    Meine Frage ist bekommen andere Häuser auch solche Anfragen? Wie gehen Sie damit um? Besteht eine "gesetzliche" Pflicht solche Fragen der Kasse zu beantwortet?


    Aus meiner Sicht sind diese Fragen sehr Umfangreich. Es entsteht auch ein nicht zu verachtender Ressourcenverbrauch bei der Beantwortung solcher Fragen (meist mitten im Behandlungsverlauf). Diese Fragen könnten die Kassen ja eigentlich direkt mit ihrem Versicherten besprechen.


    Grüße :)