Beiträge von fholzwarth

    Hallo Forum,

    aus meiner Sicht ist auch die Prellung Hauptdiagnose.

    Das es sich um einen BG-lichen Fall handelt, ist zunächst die BG als Kostenträger zuständig. Die Differenz zwischen den Kosten der BG-Heilbehandlung und des nicht-BG-lichen Teils müssen BG und Kasse untereinander ausmachen. Dies ist nicht Aufgabe des KH.

    Die Aufteilung ässt sich ja problemlos über die Diagnosen / Prozeduren darstellen.

    Viele Grüße

    Guten Morgen,

    na ja, es ist schon auffällig, dass das Behandlungsziel mit Erreichen der gerade erforderlichen Zahl an Behandlungstagen erreicht wurde. Gerade bei schwerstkranken Patienten sehe ich dies insbesondere aus ärztlicher Sicht dann doch kritisch.

    BWL vor Medizin?


    Viele Grüße

    Frank Holzwarth

    Guten Morgen,

    meines Wissens nach kann die Entzündung einer "Ersatzblase" mit dem Kode für eine Zystitis verschlüsselt werden. T83.5 würde in diesem Fall im Blick auf die D0015 ausscheiden.

    Gruß

    FH

    Guten Morgen,
    obligat anzugebende Kodes sind immer anzugeben.
    Der Mehraufwand hierzu spielt keine Rolle. Diese Vorgabe "obligat" hebt somit die Erfordernis eines Mehraufwandes auf. Die Diskussion hatten wir schon mehrfach bei den Keimen, die auch obligat anzugeben sind. Im Übrigen wird das SIRS ja auch im Rahmen der Sepsis mitbehandelt.
    Viele Grüße

    Guten Morgen,


    sehr gutes Argument. Dies hören die Kostenträger immer sehr gerne.


    Ein schönes Wochenende

    Guten Morgen in die Runde,
    in der Tat:
    Ein Nichtjurist kann nicht mehr folgen.
    Im Urteil vom 10.03.15 ( B 1 KR 82/14 B) steht: "... So liegt es hier. Es steht außer Zweifel, dass die Behandlung mittels CPAP keine maschinelle Beatmung ist".
    In B 1 KR 138/15 vom 01.03.16 wird CPAP als Beatmung im Sinne der DKR anerkannt.
    Wie sehen es denn die Juristen hier im Forum?


    Viele Grüße
    F. Holzwarth


    .

    Guten Morgen,


    bye the way, unabhängig von Kodierthema:
    Ich kann meine rechtsmedizinische Vergangenheit einfach nicht beiseite legen :-)
    Als Todesursache wurde doch zumindest "unklar" angegeben (je nach Bundesland verschieden) und nicht "natürlich". Hierdurch wird dann zwangsläufig die Polizei / Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Frage der Obduktion die hier sicherlich sinnvoll gewesen wäre, liegt dann nicht mehr bei den Eltern. Ist für die Angehörigen oft auch einfacher, wenn sie nicht entscheiden müssen.

    Guten Morgen,
    lassen Sie mich mal des Teufels Adovkat spielen.
    Ich kann mir mitunter schon vorstellen, dass die Behandlungsdauer auf der Stroke Unit hinterfragt werden muss.


    So ist es in nicht wenigen Fällen auffallend, dass genau nach Überschreiten der 24 bzw. 72 Stunden egal ob TIA oder Hirninfarkt das therapeutische Ziel erreicht wurde und der Patient auf Normalstation verlegt wird. Dies nicht selten auch nachts um 2 oder 3 Uhr. Wenn - wie von Margherita angeführt - ein neuer Notfall wartet, kann dies nicht der Grund sein, bei einer erforderlichen Überwachungs- bzw. Behandlungsnotwendigkeit den Patienten zu verlegen, gerade wenn die Versorgung auf Normalstation nicht so umfangreich möglich ist.


    Ebenso fällt auf, dass bei anderen Komplexbehandlungen insbesondere auch bei der geriatrischen Komplexbehandlung, die notwendigen Fristen gerade eben überschritten werden.


    Es muss daher schon erlaubt sein, dies gelegentlich zu hinterfragen.


    Viele Grüße

    Guten Tag,


    ich habe mehrere Fälle zu beurteilen bei denen nach einigen Jahren E46 nachkodiert wurde. Hierdurch ergab sich anstelle der bisher abgerechneten DRG P66D die deutlich höher bewertete DRG P66B.


    Die Argumentation beruht darauf, dass es bei dem Neugeborenen nicht zu einer Gewichtszunahme kam (Entlassung am 7. Tag). Am ersten Lebenstag wurde Glucose 10% infundiert. Es wird argumentiert, dass diese Infusion notwendig war um eine adäquate Flüssigkeitsmenge und Ernährung zu gewährleisten, da die Trinkleistung an diesem Tag nicht ausreichend gewesen war um den notwendigen Bedarf an Kalorien und Flüssigkeit ohne zusätzliche unterstützende Maßnahmen zu gewährleisten und sicher zu stellen. Geburtsgewicht 2330g, Entlassungsgewicht nach 7 Tagen 2780g.


    Ich bin einfach sprachlos über diesen Einfallsreichtum. Meines Wissens kommt es physiologischer Weise zu einem postpartalen Gewichtsverlust. Selbst wenn man tatsächlich von einer "Mangelernährung" ausgehen würde (Konjunktiv), wäre dieser Sachverhalt mit P05.2 ausreichend dargestellt.


    Kann jemand im geschätzten Forum diese Argumentation nachvollziehen?


    Viele Grüße
    F. Holzwarth

    Guten Morgen an die Runde,


    vielleicht eine etwas triviale Frage, bin mir aber bei der Kodierung nicht ganz sicher. Es bestand eine Azetabulumfraktur mit Aussprengung des vorderen Pfeilers und Protrusion des Hüftkopfes. Beschrieben wird eine Plattenosteosynthese. Fall aus dem Jahr 2011.


    Kann zusätzlich zur Azetabulumfraktur (S32.4) noch die Schambeinfraktur (S32.5) und die des Os ischium (S32.81) kodiert werden? Ich denke nicht, da das Azetabulum anatomisch doch aus dem Os ilieum, Os pubis und Os ischii besteht und somit keinen eigenständigen Knochen darstellt. Liege ich hier falsch? Die Kodierung der Azetabulumfraktur und der zusätzlichen Knochen würde meines Erachtens eine Doppelkodierung darstellen. Bin mir aber unsicher.


    Viele Grüße